Die aktuellen Verkaufszahlen der PlayStation 3 steigen an. Damit nimmt Sonys Konsole das Rennen um die meistverkauften Geräte wieder auf und schließt nah zur Xbox 360 auf. Letztere hat nur noch einen Vorsprung von 1,3 Millionen Geräte.

Aus dem letzten Finanzbericht von Sony lässt sich entnehmen, dass das Unternehmen 56 Millionen PlayStation-3-Konsolen verkauft hat. Microsoft gibt an, dass sie bisher 57,3 Millionen Einheiten umgesetzt haben. Beide Zahlen gelten für weltweiten Verkauf der jeweiligen Spielkonsole über die bisherige Produktlebenszeit.

Nachdem die PlayStation 3 ein Jahr nach der Xbox 360 veröffentlicht wurde (in Europa sogar mit einer Verspätung von 16 Monaten), zeigten sich bei Sonys Konsole zusätzlich noch schleppende Verkaufszahlen. Zu ihrer Markteinführung in Deutschland kostete das Gerät immerhin noch 600 Euro für eine Konsole mit 60 GB Festplatte. Der hohe Preis war einer der Gründe, aus denen sie eher bleischwer in den Ladenregalen liegen blieb.

Mit der Zeit wurden dann allerdings immer mehr Features hinzugefügt - größere Festplatten, Anbindung an den PSN-Store zur digitalen Distribution von Spielen, kleinere Konsolen mit weniger Energieverbrauch - all das führte letztlich dazu, dass die PlayStation 3 nahezu auf einer Linie mit der Xbox 360 landete. Insbesondere das neue Design und der damit verbundene Preissturz sorgten für einen dramatischen Anstieg der Verkaufszahlen, obwohl nach und nach immer mehr Entwickler eigene Spiele für die ungewöhnliche PS3-Architektur herausbrachten. Tolle Spiele sind zwar ein Kaufargument aber der Preis für die Hardware und das Portemonnaie der Spieler sind letztlich entscheidend.

Gerade in Nordamerika bleibt es für Sony schwer, an Boden zu gewinnen. Hier ist die Xbox 360 deutlich beliebter. In Japan sind die Verkaufszahlen deutlich besser und auch Europa gilt als kontinuierlich wachsender Markt. Mit dem Ende des Quartals am 30. September verkaufte Sony 3,7 Millionen PlayStation-3-Konsolen (3,5 Millionen im Vorjahr) und 37,4 Millionen Spiele.

Finanziell sieht es bei Sony allerdings nicht sonderlich rosig aus. Laut der Nachrichtenagentur Reuters rechnet das Unternehmen mit einem Verlust in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar, die sich auf den starken Kurs des Yen, die Preissenkungen bei den PS3-Konsolen, die schlechten Verkaufszahlen bei Fernsehgeräten und die Flutkatastrophe in Thailand zurückführen lassen.