PS3 vs. XBox 360 - Special(von Thomas Bayer)

Dass es raschelt im Blätterwald der Next-Generation-Konsolen wäre eine gewaltige Untertreibung. Was Platzhirsch Sony und Konkurrent Microsoft derzeit abliefern, gleicht da schon eher einem Donnerschlag. Erst vor einigen Tagen wurden

Details zur neuen Xbox 360 (ehemals Xbox 2)bekannt, jetzt legte Sony im Vorfeld der in Los Angeles stattfindenen E3 nach und veröffentlichte konkrete und verbindliche Angaben zu Innenleben und Rechenleistung der PS 3.

Mehr als nur Zocken!Eines steht bereits jetzt fest: Beide Konsolen werden nicht nur mächtig Dampf unter der Haube haben, sondern zielen auch ganz klar in Richtung Home Entertainment System. Nicht nur der Funktiosumfang wie DVD-Player, Spielkonsole und HiFi-Anlage in einem, sondern auch das Design lassen darauf schließen, dass sowohl Microsoft als auch Sony erkannt haben, dass die Tage von wuchtigen grauen Plastikklötzen in den Wohnzimmern der Kunden endgültig gezählt sind.

Geschwungene Formen und ein edler Look dominieren das Erscheinungsbild der beiden Kontrahenten. Während die Xbox 360 an eine Mischung aus Design-PC und Konsole erinnert, setzt Sony voll auf einen edlen Silber-Look, was der PS3 zu einem etwas "erwachseneren" Aussehen verhilft, der sich eher an einem DVD-Player als an den mittlerweile in Mode gekommenen Mini-PC's zu orientieren scheint.

Kabellos glücklichEbenfalls Standard bei beiden NextGen-Konsolen: Anbindung der Controller (und evtl. weiterer Peripheriegeräte) via Bluetooth. Genervte Konsoleros dürfen sich also schon mal auf den Abschied vom Kabel-Wirrwarr freuen, lediglich die Konsole selber muss noch über Kabel mit dem Anzeigegerät verbunden werden.

Multi Taps wie bei der PS2 gehören damit genauso der Vergangeheit an wie Wackelkontakte in den Controller-Kabeln oder aus dem Regal gerissene Konsolen, weil das Kabel mal wieder zu kurz war. An der Xbox 360 dürfen sich maximal vier Blauzahn-Spieler tummeln, bei der PS3 sogar derer sieben. Inwiefern mehr als vier Spieler gleichzeitig an einer Konsole Spaß haben können, muss sich noch zeigen. Auf einem Standard-Fernsehgerät dürfte ein Splitscreen-Modus jedenfalls schwierig umzusetzen sein.

Power? POWER!Der große Trumpf der neuen Modelle dürfte allerdings die Rechenleistung sein. Beiden Kontrahenten verhilft dabei ein Prozessor mit mehreren "Cores" (Kernen) zu ungeahntem Lesitungsvermögen. Microsoft spendiert der Xbox 360 einen Multicore-Prozessor mir drei Kernen, jeweils mit 3,2 Ghz getaktet.

Die PS3 legt nochmals eine Schippe drauf und präsentiert sich mit einem "synergetischen Prozessor", der über acht Kerne verfügt, die ebenfalls mit 3,2 Ghz werkeln. Microsofts Konsole erreicht damit etwa 1 Teraflops (Billionen Operationen pro Sekunde), Sonys neuester Streich gar etwas über 2 Teraflops. .

Xbox 360 vs. PS3 - Die NextGen-Konsolen unter der Lupe!

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Angesichts der bislang aufgetauchten Screenshots (bspw. der neue NFL Titel für die Xbox 360) scheint es sicher, dass uns bislang unbekannte Grafikfreuden erwarten.

AllesfresserAls Speichermedium kommt bei der PS3 eine sogenannten Blue-Ray-Disc zum Einsatz, dier Speicherkapazitäten von bis zu 27 GB (einseitig) bzw. 54 GB (zweiseitig) ermöglicht. Microsoft bleibt bei der bewährten DVD, die auch Sonys Konsole nach wie vor zu verarbeiten weiß.

Die PS3 verfügt über 6 USB-Anschlüsse, drei Gigabit-Ethernet Schnittstellen, ein Wlan-Modul, und einen Card-Reader für Memory Sticks,

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SD-Speicherkarten und Compact-Flash Module. Microsoft setzt drei USB-Anschlüsse dagegen - was der Xbox-Nachfolger darüber hinaus an Anschlüssen zu bieten hat, ist noch nicht bekannt. Beide Kontrahenten läuten mit integrierten bzw. abnehmbaren (Xbox 360) Festplatten den Abschied von der Memory Card ein.

Auf diese Festplatte dürfen dann über die diversen Schnittstellen auch eigene Daten aufgespielt werden. Die PS3 verfügt sowohl über digitale als auch analoge Video- und Audio-Ausgänge und ist somit fit für HDTV und den Anschluss an ein Surround-Soundsystem.Ist denn schon Weihnachten?Microsoft verkündete vollmundig, die neue Xbox werde bereits zum Weihnachtsgeschäfts 2005 in den Regalen der Händler zu finden sein - etwas früher als die PS3, die laut Angaben von Sony erst im Frühjahr 2006 verfügbar sein wird. Dann allerdings mit der doppelten (theoretischen) Rechenleistung. Abwärtskompatibel werden beide NextGen-Konsolen sein.

Fans, deren Regale prall gefüllt sind mit PS1/PS2 und Xbox-Spielen können das Vorgängermodell also getrost entsorgen und ihre "alten" Spiele auf der neuen Hardware genießen. Grafische Vorteile wird das aber natürlich nicht bieten - schließlich sind alle vorhandenenTitel auf das Leistungsvermögen der aktuellen Versionen von Playstation und Xbox ausgelegt. Apropos Grafik: Bis die Entwickler die Fähigkeiten der Nachfolgemodelle gänzlich ausschöpfen, wird sicherlich noch etwas Zeit ins Land gehen. Wer sich die Launch-Titel der PS2 anschaut und diese mit aktuellen Spielen vergleicht, weiss wieviel Potential am Anfang oft ungenutzt bleibt. Ein Quantensprung in Sachen Grafik ist aber dennoch zu erwarten.

Heißer TanzDer Kampf um die Konsolen-Krone bleibt also heiß umkämpft. Nintendo's "Revolution", über den bislang deutlich weniger bekannt ist, soll schließlich ebenfalls nächstes Jahr erscheinen. In Punkto Leistungsfähigkeit, Design und Funktionsumfang werden die neuen Konsolen den Mini-PC's das Leben jedenfalls gehörig schwermachen.

Auch wenn über die Preisgestaltung bisher wenig bekannt ist, das Preis/Leistungsverhältnis wird durch die zusätzlichen Funktionen und Anschlüsse definitiv enorm verbessert. Und da der größte

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Umsatz im Konsolenmarkt seit jeher durch Software eingefahren wird, ist mit vergleichsweise günstigen, weil subventionierten, Konsolen zu rechnen.

Vorfreude ist also allemal angebracht. Und auch wenn noch ein paar Monate ins Land gehen werden, bis wir in den Genuss der nächsten Generation von Konsolen kommen: Langweilig wirds bis dahin bestimmt nicht. Denn sowohl Microsoft als auch Sony sind nicht unbedingt fürs Leisetreten bekannt... PS3 - Quick Facts:

Medium: Blue-Ray Disc (bis zu 27GB Speicherkapazität einlagig und 54GB zweilagig)

Laufwerk: Unterstützt Blue-Ray, CD-ROM, CR-ROM, CDR+W, DVD, DVD-ROM, DVD-R, DVD+R

Anschlüsse: Memory Stick Duo, SD Slot, Compact Flash Memory Slot, 2.5 inch abnehmbare Festplatte

Bluetooth: Die PS3 kann bis zu sieben Bluetooth-Controller unterstützen, ohne das zusätzliche Hardware benötigt wird

USB-Slots: Vier vorne, Zwei hinten

Prozessor: Cell Prozessor, 3.2Ghz, 2.18 Teraflops

Haupt-RAM: 256MB XDR @ 3.2Ghz

Video-RAM: 256MB GDDR @ 700mhz

Abwärtskompatibel zu: PS & PS2

Grafikchip: RSX, basierend auf Nvidia-Technologie, 128Bit, 1080p Progressive Scan, 300 Millionen Transistoren

XBox 360 - Quick Facts:

Medium: DVD-ROM

Laufwerk: 12 x DVD (Double Layer)

Anschlüsse: 3x USB 2.0, 64 MB MC, Wi-Fi bereit

Bluetooth: Bis zu 4 Controller via Bluetooth

Prozessor: 3 x IBM Power PC 3,2 GHz, ca. 1 Teraflops

Grafik: Special ATI 500 MHz (10 MB embedded DRAM)

Polygonkapazität: 500 Mio. Poly/Sek.

Shaderkapazität: 48 Mrd. ShaderOperationen/Sek.

Speicher: 512 MB GDDDR3 RAM

Festplatte: 20 GB HDD (abnehmbar)