Mit der Wii-Konsole brachte Nintendo nicht nur bewegungssensitive Spiele in das heimische Wohnzimmer, sondern auch ein neuartiges System, bei dem sich jeder Spieler ein eigenes Ebenbild basteln kann. Das Ganze wurde kurzerhand in Mii umbenannt und erfreut seitdem zahlreiche Spieler in diversen Spielen, in denen sie ihr virtuelles Ich steuern dürfen.

Auf der E3 kündigte Microsoft ein ähnliches Konzept an: Die sogenannten Avatare. Avatare besitzen Ähnlichkeiten mit den Miis von Nintendo. Entwickelt wurden die Avatare direkt von Rare, dem Entwicklerstudio, das 2002 von Nintendo zu Microsoft überging.


In einem Interview sprach Rares Lee Musgrave über die virtuellen Charaktere und zeigte sich voller Stolz. Er behauptete, dass Rare die Idee eher als Nintendo hatte. Das klingt sicherlich etwas weit hergeholt, doch Musgrave gab sich sicher und meinte, dass die Avatare keine Reaktion auf die Miis sind, da die Idee eine lange Zeit existiert.

Schaut man sich in den Reihen von Nintendo um, dann fällt ein kurzes Statement von Nintendos Shigeru Miyamoto auf, das er vor zwei Tagen abgegeben hatte. Laut Miyamoto fühlt sich Nintendo geschmeichelt, dass nun andere Entwickler Ideen von ihnen kopieren. Sie finden dies keineswegs negativ, denn sobald ein Konzept übernommen wird, kann man sich sicher sein, dass es funktioniert und gut ankommt. Nintendo freut sich für Microsoft.