Früher war alles viel besser - und leichter. Während PC-Spieler sich ständig mit neuen Patches zu ihren Spielen rumärgern durften oder diese erst nach einem Fehlerflicken spielbar waren, genossen Konsoleros eine patchfreie Welt. Es gab auch dort Fehler, keine Frage. Aber durch die Gewissheit dass Patches kaum möglich sind oder nur sehr wenige Spieler (Käufer!) erreichen würden, mussten Spiele für Konsolen gewissenhafter hergestellt werden.

Doch nun, in einer Welt in der auch Spielkonsolen vernetzt sind (Xbox 360), wird ein Feature, das eigentlich nur für Notfälle bzw. inhaltliche Erweiterungen gedacht ist, für den PC-üblichen Fehlerflicken zum Standard. Wenn das selbst Microsoft-Mitarbeitern übel aufstößt, dann wissen wir, dass etwas schief läuft.

So schreibt Boris Schneider-Johne, Produkt Manager bei Microsoft Deutschland, in seinem privaten Blog (dreisechzig.net): "Wenn ich nur zwei Tage nach dem Release eines neuen 360-Spiels in den Foren des Entwicklers die 'frohe Nachricht' lesen muß, ein Patch sei schon in Arbeit, dann stellen sich bei mir die Nackenhaare auf. Vielleicht war es doch ein Fehler von Microsoft, das "Patchen" von Konsolenspielen zu vereinfachen. Die große PC-Krankheit "Erst ausliefern, dann gucken ob's läuft" scheint bei einigen Teams wirklich böse einzureißen."

Wie denkt ihr darüber? Schreibt uns oder diskutiert hier im Forum und in in den Kommentaren!