10 Jahre Xbox 360 - Eine Konsolengeschichte wie eine Achterbahnfahrt

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01) Die Geschichte der Xbox 360:

Herzlichen Glückwunsch zum zehnten Jubiläum, Xbox 360. Microsofts zweite Konsole hatte starken Einfluss auf die Entwicklung der letzten Konsolengeneration und viele Spielgewohnheiten. Wir blicken auf das letzte Jahrzehnt zurück.

Ausgangspunkt war selbstverständlich das erste Konsolenexperiment der Amerikaner, das trotz guter Ambitionen nicht vollends glücken wollte. Für einen Neuling auf dem Konsolensektor, der abseits von WindowsCE in Segas Dreamcast nie etwas Bemerkenswertes in dieser Branche geleistet hatte, schnitt die aller erste Xbox gar nicht mal schlecht ab. Gemessen an dem, was möglich war, selbstverständlich. Sonys PlayStation 2 hatte nicht nur einen zeitlichen Vorsprung, auch bei den Drittlizenznehmern schwammen die Japaner obenauf. Und wer nicht bei Sony daddelte, der tat es eben bei Nintendo oder Sega. Nur war Sega kurz vor der Einführung der Xbox aus dem Ring getreten – theoretisch war wieder Platz im Drei-Mitbewerber-Schlachtfeld.

Diesen Platz füllten die Redmonder vorbildlich. 20 Millionen abgesetzte Einheiten nach vier Jahren? Keine schlechte Bilanz für einen Einsteiger und auf Augenhöhe mit Nintendos GameCube. Nur eben enttäuschend, wenn man Marktanteile vergleicht. Sonys Wunderkiste spurtete mit großen Schritten Richtung 100-Millionen-Grenze und würde diesen Wert später locker übertreffen.

Für eine Firma wie Microsoft, die auf dem PC in praktischer Alleinherrschaft über die Welt der Standard-Anwender-Betriebssysteme bestimmte, nicht hinnehmbar. Microsoft hatte Ambitionen. Eine Änderung im Konzept musste her.

Am 22. November 2005 rissen die Redmonder die Reißleine am Konzept Xbox. An diesem Tag erschien der offizielle Nachfolger mit dem blumigen Namen Xbox 360. Der Erstling hatte dadurch beinahe augenblicklich abgedankt.

Die zweite Xbox

Xbox 360? Warum nicht Xbox 2? Weil eine 2 an einer Xbox nach weniger Fortschritt klingt wie bei einer ausstehenden PlayStation 3. 360 gegen 3, das liest sich viel besser, klingt am Ende sogar nach mehr Feinarbeit hinter der plumpen einstelligen Zahl. Marketing at it's finest!

Eine von vielen Maßnahmen, die der Marke Xbox eine neue Ausrichtung verpassen sollten. Die Devise hieß: weniger PC-Philosophie, mehr Konsolen-Gefühl – und das wirkte sich an vielen Stellen aus. Etwa bei der Festplatte, die im Vormodell noch standardmäßig verbaut war. Bei der Xbox 360 plötzlich ein optionaler Massenspeicher, während altmodische Memory-Cards in den Vordergrund rückten, wie sie bei der Kundschaft der Konkurrenz akzeptiert wurden. Nicht zuletzt würde die Xbox 360 dadurch preisgünstiger werden. 299 Dollar für brandaktuelle Technik und HD-Ready-Grafiken klangen verlockend, wenn man denn zu den wenigen gehörte, die bereits so einen Fernseher besaßen. Das Bündel mit einer 20 Gigabyte Festplatte ging für einen Hunderter mehr über den Ladentisch.

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