Bereits der Vorgänger der neuen XBox360, die XBox, war für Microsoft alles andere als ein lohnendes Geschäft. 125$ Verlust pro Einheit summieren sich auf satte vier Milliarden Verlust bis zum heutigen Tage. Nun wird klar, dass auch der Nachfolger mit dem gleichen Problem zu kämpfen hat. Experten haben ausgerechnet, dass die Standard-Version der XBox360 (kabelgebundener Controller, keine Festlatte) pro Exemplar mit minus 71$ zu Buche schlägt, beim Premium-Paket (kabelloser Controller und integrierte Festplatte) sind es sogar 126$ pro verkaufter Einheit.

Die Gründe für diese Subventionierung sind altbekannt. Das vorrangige Ziel von Microsoft ist es, die Nummer eins im Konsolenmarkt zu werden - koste es, was es wolle. Den Aufbau einer Marke, der mit der Ur-XBox begonnen wurde, lassen sich die Redmonder also einiges kosten. Frühestens das nächste Modell (XBox1080, XBoxVista oder XBox3?) wird wohl Gewinne beim Hardware-Verkauf einfahren. So lange legt Microsoft bei den Konsolen drauf und wird versuchen, so viel Verlust wie möglich durch den Verkauf eigener Software zu kompensieren. Denn schon immer wurde im Konsolenmarkt der Gewinn über die Spiele eingefahren, nicht über den Abverkauf der Geräte.