Phil Spencer ist der frischgebackene Xbox-Chef, und damit für die Bereiche Xbox, Xbox Live, Xbox Music, Xbox Video und die Microsoft Studios zuständig sein. In einem Interview stellte er klar, wer bei ihm die oberste Priorität besitzt: Die Spieler.

Phil Spencer war zuvor Microsoft Studios Corporate Vice President. Und schon damals ließ er in Interviews und bei seinen Aussagen immer durchscheinen, dass dem Unternehmen trotz der multimedialen Ausrichtung die Spieler am Herzen lagen. In seinem ersten Blog-Eintrag als neuer Xbox-Chef, ließ er wissen, dass er enger mit der Community zusammenarbeiten möchte.

Spencer habe in den letzten 12 Monaten, also ungefähr seit der offiziellen Ankündigung der Xbox One, sowohl positives als auch negatives Feedback erhalten. Es sei ungeheuer wichtig, mit der Community in Kontakt zu stehen, nur so könne man das Verbraucherprodukt Xbox vermarkten und laufend verbessern.

Wie man am Beispiel Sony sehen kann, funktioniert diese Nähe zu den Fans ausgezeichnet gut, nicht nur, dass sich das Image von Sony merklich verbessert hat, auch hat die Ausrichtung zum Spieler deutliche Änderungen in Bezug auf die Zusammenarbeit Sonys mit Indie-Entwicklern erwirkt. So hat Sony nun über 1000 Indie-Entwickler, die aktiv an Software arbeiten, wohingegen Microsoft gerade mal 250 Indie-Entwickler verzeichnen kann.

"Wie ich schon sagte, habe ich eine Menge durch das Fan-Feedback gelernt", so Spencer. "Ich würde gerne daran glauben, dass jede großartige Idee von unserem Unternehmen stammt, aber das ist nicht der Fall. Wir stellen sicher, dass wir zuhören und offen für Feedback sind. Das macht uns alle besser. Da sind Leute da draußen, die Fans sind und sie haben eine Verbindung zu allem, was wir machen. Ich will einfach sicherstellen, dass wir ihnen zuhören."

Auf die Frage, was sich unter Spencer ändern werde, und was so verbleiben wird wie bisher, antwortet er, dass sich Microsoft auch weiterhin auf Spiele konzentrieren werde. Es sei das Kernpublikum der Spieler, die Microsoft für sich gewinnen müsse. Es sei schon klar, dass heutige Konsolen mehr drauf haben müssten, als reines Spiele abspielen. Daher möchte Spencer auch sicherstellen, dass Microsoft einen astreinen Unterhaltungsdienst bietet. Doch unter Spencer sollen Spiele und Spieler die oberste Priorität sein, was sich auch auf der kommenden E3-Messe in Los Angeles zeigen werde.

Was den preislichen Unterschied zwischen der PS4 und der Xbox One anginge, sehe Spencer Raum für beide Next-Gen-Konsolen. "Vor sechs Monaten sprachen die Leute vom Tod der Konsolen und darüber, ob diese Generation überhaupt wichtig genug wäre, sowohl für Sony als auch für uns. Nun sind wir beide hier, und haben beide unglaublichen Erfolg."

Mit Phil Spencer an der Spitze der Xbox-Sparte könnte sich nun tatsächlich einiges zugunsten der Spieler ändern. Was meint ihr?