X2 (PC-Review)
(von David Skreiner)

Mit wertvoller Ladung und nur einigen mittelschweren Jägern als Geleitschutz nimmt Weltraumfrachter »Drache 5«, ein Transporter der argonischen Merkur-Klasse, Kurs auf das System namens Schwarze Sonne.

Wie aus dem Nichts tauchen plötzlich feindliche Schiffe auf, kommen näher, formieren sich zum Angriff. Der Frachterpilot schaltet auf Autopilot, nach wenigen Sekunden formieren sich Geleitschutz und Kampfdrohnen zum Gegenangriff. Schon zucken gleißende Laserstrahlen durchs All ...

Handlung? Naja, muss eben sein X2 bietet ein nahezu perfektes Freeform-Spielerlebnis in den Weiten des Alls. Vom kleinen Schiffsdieb arbeitet sich der Spieler hoch, kann mit Polizei-Lizenz auf Piratenjagd gehen oder (weitgehend friedlich) Handel treiben, kommandiert später ein ganzes Kampfgeschwader oder ein Imperium aus Fabriken und Handelsrouten ...

Die effektvoll inszenierten Filmsequenzen zu Spielbeginn erzählen eine etwas unglaubwürdige Story: Ein junger Mann knackt ein Raumschiff, wird nach einer spektakulären Flucht von den Behörden gewaltsam abgefangen und zu einer mehrjährigen Strafe verurteilt. Dergleichen passiert in Berlin-Neukölln offenbar recht häufig, allerdings mit Autos statt mit Raumschiffen.

Dieser junge Mann allerdings, ein gewisser Julian, wird vom Geheimdienst aus dem Gefangenentransporter geholt, in ein Raumschiff gesetzt und auf geheime Mission geschickt.

X2 - Die Bedrohung - Komplexer als das Universum

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Schon kurz darauf hat dieser Julian bereits völlige Handlungsfreiheit, darf das gesamte Universum durchreisen, Handel treiben, eigene Fabriken aufbauen oder auch Pirat werden. Derartiges passiert vermutlich selbst in Neukölln nicht oft. Falls er gerade Lust hat (und nicht auf der Fahndungsliste steht), kann sich Julian auch seinem Job zuwenden: Die Haupthandlung ist ein buntes Medley aus SciFi-Elementen und anderen vertrauten Versatzstücken: Bedrohliche Alien-Fremdlinge, verlorene Kolonisten auf der Suche nach einem Heimweg, die Suche nach einem verschollenen Verwandten und zum gegen Schluß hin Angriffe auf bizarre Alien-Großraumschiffe.
Allerdings sind die Zwischense-quenzen bestenfalls unteres Mittelmaß: Die marionettenhaft hampelnden Figuren passen nicht wirklich in das ansonsten gelungene und stimmungsvolle X2-Universum. Angesichts der unglaublichen Handlungsfreiheit, die X2 - Die Bedrohung bietet, dürften viele Spieler die Haupthandlung links liegen lassen, um sich Wichtigerem zu widmen. Schließlich hat X2 gerade abseits der Handlung viel zu bieten: Ein gigantisches, besiedeltes Universum, verschiedenste Völker, zahlreiche Raumschifftypen, interstellarer Handel, Raumfabriken, Piratenbasen und vieles mehr.

Gameplay fantastico!
Bislang galt die komplexe Weltraum-Sim »Elite« von David Braben aus alten C64 Zeiten als unerreicht: Als Pilot eines Raumschiffs erkundet man ein riesiges, gefährliches Universum, kämpft und treibt Handel, und hat dabei nahezu jede erdenkliche Freiheit. Man kann als raubender Pirat umherziehen, als Frachterpilot nach günstigenHandelsrouten suchen und muss immer wieder fremdartige Aliens bekämpfen ... Immer wieder versuchten diverse Spiele - zuletzt Freelancer von Digital Anvil - an dieses Gameplay anzuknüpfen, boten dann aber eher spaßige Weltraum-Ballereien als echte Spieltiefe: Mit dem letzten Endgegner der Haupthandlung löste sich auch die Motivation zum Weiterspielen in Luft auf, was nicht zuletzt am simplen Wirtschaftsmodell lag.

Packshot zu X2 - Die BedrohungX2 - Die BedrohungErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Phänomenale Spieltiefe und genug Langzeit-motivation für Hunderte vergnügliche Stunden bietet hingegen X2 - Die Bedrohung. Wenn man sich drauf einlässt. Der Einstieg ist nämlich recht bitter, erst nach einer längeren Einarbeitungszeit erkennt man die faszinierende Komplexität dieser Space Opera mit ihren unzähligen spielerischen Möglichkeiten. Das gesamte faszinierende Universum mit acht höchst unterschiedlichen Völkern ist von Beginn an zugänglich - allerdings ist es zu Spielbeginn kaum ratsam, in einen der gefährlichen Nebel zu

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fliegen oder tief in feindliche Sektoren vorzudringen. Als Kopfgeldjäger oder Pirat, Schmuggler oder Frächter, als Kommandant einer Raumflotte oder als Großindustrieller mit automatisierter Produktions- und Transportkette hat man im X2-Universum auch abseits der Haupthandlung reichlich zu tun.

Rund 140 Sonnensysteme treiben regen Handel mit 68 verschiedenen Waren, unzählige Schiffe sind pausenlos unterwegs. Man kann dutzende verschiedenartige Schiffe kapern oder kaufen, vom schwachen Aufklärungsjäger bis zum gewaltigen Schlachtschiff oder Träger.

Buchstäblich hunderte Schiffe kann man besitzen, rund 60 Zusatzmodule erlauben ausgiebiges »Tuning« der eigenen Vehikel. Um die Geldversorgung zu sichern, errichtet man eigene Kraftwerke und Fabriken, rund 60 verschiedene Arten stehen zur Verfügung. Wer einmal eine gewinnbringende Wirtschaft mit automatischen Handelsrouten und Patrouillen eingerichtet hat, kann auf Wunsch als Kapitän eines Kampfgeschwaders nach verborgenen Piratenbasen suchen, oder in einem fremden Raumsektor selbst als Pirat tätig werden ... Die Wirtschafts- und Handelssysteme der bisherigen Konkurrenz - etwa des vorhin erwähnten Weltraum-Shooters aus Redmond - wirken im Vergleich bestenfalls lieblos bis langweilig in Vergleich zu dieser spektakulären Spielwelt. Wer sich auf X2 einläßt, wird also reichlich belohnt: Auch nach einigen hundert Stunden hat man noch lange nicht alle Nuancen dieses gewaltigen und vielfältigen Universums entdeckt. Doch bis man dieses grandiose Spielgefühl so richtig auskosten kann, vergeht einige Zeit - man muss sich recht

mühsam einarbeiten.

Tutorial: Komplexität und Frust pur...zumindest anfangs
Wer den Vorgänger X gespielt hat, dürfte sich rasch zurechtfinden. Allen anderen, auch Genreveteranen und Freelancer-Fans, sollten sich schon mal mit dem Gedanken vertraut machen, einige Stunden fürsErlernen der Steuerung aufzuwenden. Die enorme Komplexität hat nämlich ihren Preis: Zu Beginn fühlt man sich vom miesen Tutorial alleine gelassen und erschlagen von den unzähligen Befehlen in verschachtelten Menüs.

Das Tutorial stellt die Leidensfähigkeit des Lernwilligen auf eine harte Probe: »Benutzen Sie die Tasten die Kamerakontrolle, um die Koordinaten zu verändern, und machen Sie auch Gebrauch von den Funktionstasten für die Sektorkarte ...« befiehlt etwa das dritte Tutorial - man soll die erste eigene Fabik errichten. Einen Großteil der für die insgesamt acht Tutorials benötigten Zeit dürften Einsteiger wohl damit verbringen, fluchend im Handbuch zu blättern. Oder das Tutorial neu zu starten: All zu leicht bleibt man schon bei der Einführung hängen; zudem werden die gescripteten Erklärungen nicht immer zum richtigen Zeitpunkt eingeblendet. Im Menü sucht man erstmal hektisch, aber vergeblich nach der Pausetaste - das Spiel läuft auch dann in Echtzeit weiter, wenn man gerade im Hauptmenü nach dem

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passenden Befehl sucht. Dann probiert man die Joystickbelegung aus, doch die läßt sich ingame nicht ändern, sondern nur im Setupmenü: Trial-and-Error ist angesagt. Beim altehrwürdigen Gravis Xterminator Dual Control sind die Tasten in Standardeinstellung völlig unlogisch belegt. »Nächstes Ziel?« Linker kleiner Finger vorne.

(weiter gehts auf Seite 43)

Tipps & Tricks für den Spielstart

- Andocken Zunächst gilt es, in das Dock der Station zu fliegen. Darin wird's eng: Man kann manuell ein die Haltebucht fliegen, unterwegs sind manchmal Waren zu finden. Mit ESC bricht man einfach ab und parkt automatisch ein. Dasselbe gilt für das Verlassen einer Station: Manuell rausfliegen oder per ESC-Taste direkt ins Weltall.

- Bergungsversicherung Bei jeder Landung wird der Spielstand gespeichert. Wer im Weltraum speichern will, muss für jeden Spielstand eine Bergungsversicherung abschließen. Klingt lästig, sorgt aber für reichlich Spannung ...

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- Handelspreise Die aktuellen Preise für Waren erfährt man mithilfe eines Scanners bzw. über den Verkaufspreis-Finder. Wer Scan-Satelliten in mehreren Sonnensystemen platziert, hat die beste Übersicht. Ohne Finder muss man sich damit behelfen, die vorrätige Menge an Waren abzufragen und anhand dieser Angabe den Preis zu

schätzen: Je geringer die Vorräte der Station, desto höheren Gewinn wirft die Ware ab.

- Polizeilizenz Nicht ganz billig, mäßige Belohnung - dafür verbessert sich die Beziehung zu der Rasse, deren Sektoren man schützt. Besonders nützlich bei zunächst misstrauischen Völkern wie etwa Paraniden oder Split.

- Autopilot Mäßig kompetente Steuerungssoftware für Raumschiffe, erst mit Upgrade wirklich flexibel. Immerhin kann man damit Hunderte Schiffe gleichzeitig befehligen, per Autopilot Handel treiben lassen oder auf Patrouille schicken.

- Automatischer Handel Frachtroute mit Autopilot, im Idealfall mit Jägerbegleitung. Wer den PC über Nacht laufen lässt, ist morgens zwar vielleicht reich, aber nicht mehr sehr beliebt (da das Spiel die Handels- und Flugleistung des Spielers stärker wertet als automatischen Handel) ... und hat wegen der häufigen Piratenangriffe womöglich seine gesamte Flotte verloren.

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»Vorheriges Ziel?« Linker Mittelfinger hinten. »Hauptmenü? Linker Ringfinger hinten. Rollen? Nur mit der Tastatur« Immerhin hat man das Wichtigste, nämlich die Flug- und Waffensteuerung (Maus, Joystick oder Tastatur), nach wenigen Sekunden kapiert. Die schlechte Abfrage des Joystick-Gashebels allerdings sorgt für heftiges Ruckeln, etliche Befehle sind nur per Tastatur erreichbar - am besten bleibt die Tastatur immer in Reichweite.

Zudem bleiben in den Tutorials die meisten Funktionen aktiviert - leicht bleibt man beim Experimentieren hängen. Wie bekommt man die beiden Zusatzmonitore wieder weg, die beim Druck auf einen Joystickknopf plötzlich erscheinen? (Taste F5.) Wieso funktioniert plötzlich die Steuerung nicht mehr? Oh, man kann also ein Schiff auch im kleinen Zusatzmonitor steuern. Interessant, aber wie kommt man zurück? (Mehrmals F4 drücken). Versehentlich das automatische Andocken (Shift-D) aktiviert? Das lässt sich mit »u« abschalten. Und was sind »Gravidar« und »Ekliptikprojektor«? (3D-Karte und eine Erweiterung). Hilfe! (Taste H). Ich will hier raus! (Shift-Q). Von der komfortablen, für viele Simulationsfans eindeutig zu simplen Freelancer-Steuerung ist X2 jedenfalls meilenweit entfernt. Wochenendzocker und Gelegenheitsspieler bzw. Moorhuhn-Fans werfen vermutlich bereits im Tutorial das Handtuch - ohne auch nur zu erahnen, was sie sich dadurch entgehen lassen. Denn all der Ärger ist nach einiger Zeit wie weggeblasen - spätestens dann, wenn man die Komplexität dieser grandios inszenierten Weltraum-Odyssee zu schätzen lernt. Bis man aber zum Beispiel ein schweres Trägerschiff duirch feindliche Sektoren steuert, dabei simultan mehrere Fabriken samt Frachterflotte verwaltet und hunderte Raumschiffe befehligt, nicht zu vergessen die verschiedenen Geschütztürme an Bord oder die frei schwebenden Geschützplattformen im All, bedarf es einigen Handbuchstudiums und vieler Stunden Übung.Installation
Zwei verschiedene Codes und ein eigener Kopierschutztreiber? Ganz schön aufwändig. die Installation lief auf unseren Testsystemen dennoch völlig reibungslos. Für den Aufwand und die Tatsache, dass sich der Kopierschutz nicht mit CD-Image-Treiber verträgt, sollte man Verständnis zeigen. Egosoft hat wohl kaum die Absicht, den Weg vieler guter Entwicklerteams zu gehen, deren Kopierschutz nicht lange genug standhielt.

Grafischer Leckerbissen
Von öde tiefschwarzer Endlosigkeit keine Spur: X2 bietet phänomenal farbenfrohe und rundum stimmige Grafik. Gleißend helle Sonnen baden Schiffe, Satelliten und gewaltigeRaumstationen in strahlendem Licht und tiefschwarzen Schatten. Verschiedenfarbige Nebelwolken und bizarre Planeten, Asteroidenfelder und Sprungtore sorgen für spektakuläre Eindrücke - um so mehr, wenn auf dieser beeindruckenden Bühne dann heftige Weltraumschlachten zwischen ganzen Flotten ablaufen. Die opulente Grafik sorgt allerdings auch für einen gewissen Leistungshunger:

Auf DX-7-Karten kann man sich Bumpmapping und Schatten gleich abschminken. Immerhin kann man auch auf einem PC mittleren Alters (1400MHz/GeForce3Ti) mit guter und flüssiger Grafik spielen. Wer alle Effekte aktiviert, soltle schon einen modernen PC mit flotter CPU besitzen, damit das Spiel auch in größeren Raumschlachten nicht ins Ruckeln gerät.

Geld wie Heu
Nehmen wir also an, dass unser Held die Haupthandlung ignoriert. Was tun? Zunächst empfiehlt sich der Transport von Fracht. Wer einmal eine lukrative Handelsroute

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aufgespürt hat, kann für 5000 Credits pro durchquerten Sprungtor neutrale Frachter und Großraumer mieten, mit Handelswaren vollladen und am Zielort mächtig Reibach machen ... und irgendwann vielleicht selbst mit einem massiven Raumfrachter der TL-Klasse durch die Galaxis zockeln.

(weiter gehts auf Seite 47) Strategien in »X2 - Die Bedrohung«

HÄNDLER benötigen den Schnäppchen- bzw. Handelspreis-Finder. Energie wird so gut wie überall benötigt: Preise von bis zu 12 Credits (Einkauf) bzw. ab 20 Credits (Verkauf) sorgen für spärlichen, aber steten Geldfluss, der irgendwann ein größeres Schiff mit mehr Frachtraum und den Umstieg auf lukrativere Fracht erlaubt.

PIRATEN installieren erst mal einen Fracht-Scanner und bessere Waffen, um geeignete Opfer identifizieren und überwältigen zu können. Starke Schutzschilde sind dringend zu empfehlen, da die KI-Piloten Raumschiffe nicht nur geschickt angreifen, sondern auch oft rammen. Mit etwas Glück rettet sich ein Pilot, dessen Schiff Sie gerade angreifen, per Schleudersitz: Raumpiraten kapern dann das Prisenschiff und verkaufen den Piloten in die Sklaverei.

ERZSCHÜRFER benötigen ein Schiff, das möglichst viele XL-Container aufnehmen kann, zum Beispiel einen Transporter (TS). Darüber hinaus muss das Schiff eine geeignete Halterung für das mobile Bohrsystem verfügen, eine Art Anti-Asteroiden-Laser. Dazu kommen noch Mineralien-Scanner und Mineralien-Kollektor, um lohnende Asteroiden

aufspüren und verwerten zu können. Sehr nützlich ist auch ein Upgrade für den Autopiloten, damit das Schürfer-Schiff herumtreibende Ressourcen automatisch einsammelt. Manche besonders großen Asteroiden eignen sich allerdings eher für Minen als Sprengungen.

INDUSTRIELLE investieren ihre Einkünfte zunächst am besten in ein Sonnenkraftwerk - der ideale Einstieg in die Produktion. Ideal sind Orte, die von Verbündeten bewacht werden, reichlich Energie liefern und noch nicht mit Sonnenkraftwerken überhäuft sind. Läuft die Produktion, sorgen Frachter mit automatischen Handelsrouten für konstanten Geldfluss, während sich der Spieler nach geeigneten Standpunkten für weitere Fabriken und Minen umsieht. Zur Verteidigung sollte man je nach Sicherheitslage einige Schiffe auf Patrouille schicken und stationäre Geschütze bereitstellen.Als Ergänzung oder Alternative bietet sich der Bau von Raumfabriken an: Ausreichend Bares vorausgesetzt, kann man an beliebigen Orten im All Fabriken und Kraftwerke errichten und diese mit automatischen Waffensystemen oder Patrouillenschiffen sichern. Bis es soweit ist, beherrscht man die wichtigsten Befehlssequenzen bereits wie im Schlaf - zu Spielbeginn hat man nämlich nur einen leichten Jäger, der je nach Schwierigkeitsgrad mit einigen Tuningmodulen ausgestattet ist. Wirklich genial entfaltet sich das Spiel ab dem Moment, wo jedes bisherige vergleichbare Spiel an seine Grenzen stieß: Dieses Universum ist phantastisch! Anfangs freut man sich über jede gelungene Landung. Wer sich erst mal mühsam mit der Steuerung vertraut gemacht hat, feiert schon bald die erste echte Erfolge: Ein gekapertes Schiff! Die erste eigene Fabrik! Fortgeschrittene bauen gar galaxieweite Produktions- und Handelsnetze auf oder etablieren sich als Pirat und Raumkraut-Schmuggler. Genial!Als zusätzlichen Bonus stellt Egosoft einen Script-Editor bereit, die Dokumentation dazu ist in Vorbereitung. Wer das Verhalten seiner Flotte bis ins kleinste Detail vorgeben will, kann sich auf Wunsch dieses mächtigen Editors bedienen.

Der Editor erlaubt automatisierte Abläufe für Schiffe ebenso wie massive Eingriffe ins Spiel (oder, für Ambitionierte, eigene Mods). Vorsicht ist angebracht, da Bugs in selbst geschriebenen Scripts den Spielspaß gründlich verderben könnten.

Mit einigen Befehlszeilen könnte man beispielsweise sämtliche Sonnenkraftwerke im X2-Universum zerstören und dadurch die Wirtschaft komplett lahm legen ... weitere Infos zum Editor gibt's im Egosoft-Forum.

Keine Bugs, aber ...
Das wenig hilfreiche Tutorial ist nicht die einzige merkwürdige Designentscheidung, auch das Menü wirkt auf den ersten Blick abschreckend bis abstoßend. Der Aufbau des hochkomplexen Menüs ist dabei durchaus logisch und

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durchdacht! Allerdings ist es wohl nur noch als unzeitgemäß zu bezeichnen, dass sich ein actionlastiges Echt-zeitspiel nur über Tastenkombi-nationen und tief gegliederte Menüs vollständig steuern lässt. Auch beim Sound hapert's: Die Musik klingt großteils gut uns stimmig. Doch kein noch so klitzekleiner Soundeffekt verrät etwa, dass eine Rakete abgefeuert wurde - also matscht man im entsporechenden Tutorial lust- und wahllos auf Tasten herum, bis man erstaunt feststellt, dass die Rakete schon längst im Zielanflug ist.

Dazu kommt, dass bei vollem Schub das gesamte Cockpit pausenlos heftig hin- und herzuckt:

Dieses starke, kopfwehträchtige Schütteln ließ sich trotz mehrmaliger Joystick-Kalibrierung nicht verhindern, mit einem Ersatzjoystick (Saitek Cyborg 3D Gold) trat dasselbe Problem auf. Auch in den Egosoft-Foren berichten User davon, dass die Vollgas-Position des Joysticks von X2 als ständiger Wechsel zwischen Voll- und Teillast interpretiert wird. Bleibt zu hoffen, dass Egosoft wie gewohnt keine Mühen scheut, um auf die Wünsche und Beschwerden der Fans einzugehen.

Die Story-Sequenzen allerdings dürften irreparabel sein, kein Patch wird hier etwas ändern können: Mit dem unnatürlichen Körperbau und den Pinocchio-Animationen derCharaktere wird man leben müssen. Gut, dass man die Story komplett ignorieren kann. Links zu »X2: Die Bedrohung«:

Website des Publishers mit Infos und Forum
--> [magic.url protocol="http" domain="www.egosoft.com" url="www.egosoft.com"]www.egosoft.com[/magic.url]

X2 Scripting Info (englisch)
--> [magic.url protocol="http" domain="www.xscripting.com" url="www.xscripting.com"]www.xscripting.com[/magic.url]

Gute Fanpage mit Schiffsinfos, Walkthrough usw.
--> [magic.url protocol="http" domain="www.lloth-syndikat.de" url="www.lloth-syndikat.de"]www.lloth-syndikat.de[/magic.url]

X2 Online Universe
--> [magic.url protocol="http" domain="www.online-universe.net" url="www.online-universe.net"]www.online-universe.net[/magic.url]
[magic.url protocol="http" domain="www.x2ol.net" url="www.x2ol.net"]www.x2ol.net[/magic.url]

Clans und Fanpages
[magic.url protocol="http" path="/RaidersDE" domain="raiders.port5.com" url="raiders.port5.com/RaidersDE"]raiders.port5.com/RaidersDE[/magic.url] /index.html
[magic.url protocol="http" path="/" domain="www.blacksun-clan.de.vu" url="www.blacksun-clan.de.vu/"]www.blacksun-clan.de.vu/[/magic.url]

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Fullthrust-badlander
[magic.url protocol="http" path="/home.php4" domain="www.fvp-online.de" url="www.fvp-online.de/home.php4"]www.fvp-online.de/home.php4[/magic.url]
[magic.url protocol="http" path="/" domain="www.ihf-clan.net" url="www.ihf-clan.net/"]www.ihf-clan.net/[/magic.url]
[magic.url protocol="http" path="/" domain="www.sti-clan.de" url="www.sti-clan.de/"]www.sti-clan.de/[/magic.url]
[magic.url protocol="http" path="/ess/" domain="www.weixelbaumer.ch" url="www.weixelbaumer.ch/ess/"]www.weixelbaumer.ch/ess/[/magic.url]

Vergleich: | Freelancer | X2 ------------------------------------------------
Grafik ** *** Sound ** * Story ** * Zwischenszenen *** * Langzeitmotivation * *** Komplexität ** **** Ballerspaß *** **

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Links zu »X2: Die Bedrohung«:

Website des Publishers mit Infos und Forum
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X2 Scripting Info (englisch)
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Gute Fanpage mit Schiffsinfos, Walkthrough usw.
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X2 Online Universe
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Clans und Fanpages
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