X-Men: The Official Game (PS2 Review)
von Nedzad Hurabasic

In wenigen Tagen kommt mit X-Men: Der letzte Widerstand die dritte Folge der X-Men-Abenteuer in die Kinos und natürlich gibt es auch diesmal wieder eine entsprechende

Umsetzung für Computer- und Videospieler.

X-Men: The Official Game - E3 2006 Trailer7 weitere Videos

So verschlägt es die Heldentruppe gleich zu Beginn des Spiels wieder an den Schauplatz, an dem Kinofilm zwei endete: den Alkalisee. Dort fand auch eine der Mitbegründerinnen der X-Men, Jean Grey, den Tod. Oder doch nicht? Dieser und anderen Fragen geht das Team in den Gewölben der unterirdischen Anlage nach, wo sie im Auftrag von Professor Xavier Bauteile der Cerebro-Kopie sichern sollen. Wie sich schnell herausstellt, sind die X-Men aber nicht die einzigen, die auf diese Idee gekommen sind.

Wer erwartet, auf eine breite Auswahl von Superhelden zurückgreifen zu können, wird jedoch enttäuscht.

X-Men: The Official Game - Inhaltlich dünn und mit der heißen Nadel gestrickt. Schon wieder eine schwache Filmumsetzung?

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Mit Wolverine, Nightcrawler und Iceman stehen lediglich drei Protagonisten zur Verfügung und auch das immer nur abwechselnd, niemals zusammen. Von Zeit zu Zeit lassen sich zwar auch weitere Helden blicken, die eure Spielfiguren unterstützen oder umgekehrt Hilfe des Spielers benötigen. Bis auf wenige, kleine Ausnahmen kann deren Verhalten vom Spieler aber nicht beeinflusst werden.

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Das Spiel ist dabei in drei Akte aufgeteilt, die aus insgesamt 28 Missionen bestehen. Jede Mission ist in Punkto Gameplay auf die aktuell spielbare Spielfigur zugeschnitten.

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Die Funktionen und Steuerungselemente der drei Helden werden dem Spieler in den ersten Missionen nähergebracht. Dabei liegt es in der (Un-)Natur der Sache, dass die mutierten Supermenschen aufgrund ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten auch Aufgaben lösen müssen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Wolverine kann beispielsweise auf eher nahkampf-orientierte Fähigkeiten zurückgreifen und verteilt Schläge und Tritte, die durch seine ausfahrbaren Metallkrallen besonders effektiv sind. Er ist auch die am einfachsten zu beherrschende Spielfigur, bis auf einige Kombo-Angriffe, einen Wut-Modus und eine Selbstheil-Fähigkeit sind alle Fertigkeiten recht normal-menschlich.

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Viel interessanter und spannender sind die Funktionen des Nightcrawler, allerdings gestaltet sich auch die Steuerung dieses Spielcharakters etwas schwieriger. Sehr gut umgesetzt ist die Teleportations-Fähigkeit, die den Helden in die Lage versetzt, sich durch verschlossene Türen und von einem Punkt zum anderen zu versetzen und auf diese Weise seine Gegner unvermittelt von hinten anzugreifen.

Diese Angriffe lassen sich auch als Kombo-Attacken ausführen und sind daher besonders effektiv. Insbesondere hier wird auch deutlich, wie sehr die Level an die jeweiligen Charaktere angepasst wurden.

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Der Nightcrawler muss sich mithilfe seiner Teleport-Fähigkeit oft den Weg durch labyrinthartige Gänge bahnen, was aufgrund perspektivischer Probleme nicht immer einfach fällt. Teilweise muss der Spieler unter Zeitdruck agieren - die problematische Kameraausrichtung ist dabei gerade behilflich.

Auch für den Iceman gibt es spezielle, offene Missionen, in denen er auf seinen Eisbahnen durch die Lüfte gleiten und seinen Gegnern Paroli bieten kann. Dazu stehen ihm jedoch recht begrenzte Möglichkeiten zur Verfügung. Neben einem "Eisstrahl", mit dem auch Feuer gelöscht werden können, verfügt er außerdem noch über den "Hagelsturm" und kann zur Verteidigung einen Frostschild errichten.

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Wichtig ist bei ihm aber, stets in Bewegung zu bleiben, da sich seine Kraft daraus speist. Auch hier ist die Kameraausrichtung nicht immer einfach, zumal die Gegner aus allen drei Dimensionen angreifen können.

Leichte Wunden heilen bei allen drei Charakteren langsam von selbst, Wolverine und Nightcrawler können sich zudem auch selbst verarzten.

Nach jeder Mission gibt es eine Auswertung über die Effektivität des Spielers. Je nachdem, wie viele der im Level versteckten Gegenstände er findet, desto höher ist die Wertung - auch wenn teilweise nicht ersichtlich ist, warum es keine 100 Prozent gibt.

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Abhängig davon, welchen der drei Schwierigkeitslevel man gewählt hat, können bis zu fünf Mutationsgene gewonnen werden, mit denen sich die Fertigkeiten des jeweiligen Charakters verbessern lassen. Besonders eifrige Spieler können auch zusätzliche Kostüme und einige Trainingsmissionen (Cerebro-Akten) freischalten.

Ein Mini-Radar dient als Indikator für die Anwesenheit von Feinden und zeigt das nächste Missions-Ziel an. Zur Orientierung in den Leveln ist aber eigentlich keine Map nötig, schließlich ist das Gameplay absolut linear und lässt keinerlei Abweichung vom vorgesehenen Weg zu.

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Dafür stürzen sich aber teilweise zu viele Feinde auf einmal auf unsere Helden, vor allem Wolverine hat es dadurch ziemlich schwer, sich durch die Missionen zu kämpfen, fehlen ihm doch die Möglichkeiten Feinden durch Teleportation aus dem Weg zu gehen oder sie aus der Distanz zu attackieren.

Das kann bei Wahl höherer Spielstufen durchaus zu frustrierenden Momenten führen, wenn das Spiel zuvor nicht auf einer niedrigeren Stufe bewältigt wurde und die Spielfiguren bereits mit Mutationen aufgewertet wurden, die danach immer aktiv bleiben.

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Speicherstände kann der Spieler leider nicht eigenständig anlegen, sondern ist auf die Autospeicherfunktion des Spiels angewiesen und die kann nicht wirklich überzeugen. Wird das Spiel beendet, muss immer am Beginn der zuletzt begonnenen Mission gestartet werden. Dazwischen erzielte Fortschritte werden nur temporär für die jeweilige Spielsitzung gesichert.

Grafisch ist das Spiel als eher durchschnittlich einzustufen. Zwar sind die drei Helden durchaus gut animiert und ihre Darstellung sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.

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Allerdings sind die Szenarien, die sich größtenteils in Bunkern oder ähnlichen Gewölben abspielen, eher lauwarm als heiß und bieten nicht übermäßig viele Details für das Auge an. Wer auf lokalisierte Spiele steht, wird enttäuscht sein: Das Spiel wird komplett in englischer Sprache ausgeliefert, allenfalls einige Menüpunkte sind eingedeutscht.

Alles andere wurde im Originalzustand belassen, was für Spieler, die des Englischen nicht mächtig sind, Verständnisprobleme mit sich bringen könnte.

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Die Zwischensequenzen bestehen nicht - wie genreüblich - aus kurzen Videos oder Einspielern aus einem der Filme, sondern sollen in ihrer Art an Comics erinnern. Sie bestehen aus einer Aneinanderreihung von Bildern, die ineinander geblendet werden. Nicht wirklich überzeugend.

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