Worms: Open Warfare (PSP Review)
von Oliver Dombrowski

Natur-Biologen aufgepasst! Alles, was man euch über Würmer erzählt hat, war erstunken und erlogen! Nix da mit durch die Erde buddeln, den Pflanzen Nährstoffe verschaffen oder von Vögeln gefressen werden. Die Wahrheit sieht anders aus - und es wird nicht leicht sie zu ertragen.

Nach dem Weltbild von Team17 sind Würmer knuddelige und fiese Geschöpfe, die sich mit einem unerhörten Arsenal an Waffen, von dem selbst ein US-Präsident träumen würde, die Rübe vom wirbellosen Wurmkörper ballern.

Diesmal sind die Rambo-Nudeln das erste Mal auf der PSP mit von der Partie, doch können die Wurmkriege auch für die Hosentasche überzeugen?

Spielfreude schon beim Einschalten
Worms: Open Warfare wird uns schmackhaft nostalgisch serviert. Versuchten noch kürzlich erschienene Nachfolger der Serie auf 3D-Ebene den Krieg fortzuführen, kehrt die erste PSP-Umsetzung zur von den Fans so geliebten 2D-Grafik zurück. Schon beim ersten Start wartet eine sehr angenehme Überraschung: Die irrwitzigen Eröffnungsvideos, wie wir sie schon aus älteren Teilen kennen, sorgen für Erheiterung. Kurzfilme über tollpatschige Würmer, die Bomben falsch entschärfen oder kilometerhohe Klippen herunterstürzen trainieren die Lachmuskeln.

Im Menü angelangt, steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung, um mit den knuffigen Würmern in den Krieg zu ziehen. Bevor es richtig losgeht, darf wie gewohnt das Team zusammengestellt werden.

Worms: Open Warfare - Spielspaß wie in alten Zeiten: Das bekloppte Würmer-Gemetzel gibt's jetzt auch für die Hosentasche!

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Hier lassen sich viele Details ändern, unter anderem die Sprache der Würmer - sogar einen Yorkshire Dialekt könnt ihr eure Würmchen sprechen lassen. Lacher sind grantiert, denn auch Fun-Sprachpakete wie der "Rasta" oder "Zwei rauchende Colts" sind zum Schießen komisch.

Auch individuelle Grabsteine und die Namen eurer Würmer könnt ihr wählen.

Packshot zu Worms: Open WarfareWorms: Open WarfareErschienen für DS und PSP kaufen: Jetzt kaufen:

Gewohnt gut
Mit Worms: Open Warfare bleibt Team17 dem alten Spielprinzip treu, was eingefleischte Fans sicherlich Freudentränen in die Augen treibt.

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Nach wie vor ist das Gemetzel rundenbasiert, bis zu vier verschiedene Teams können sich gleichzeitig in einem der zufallsgenerierten Levels die Schafe um die Ohren ballern. Die Umgebung kann durch Beschuss natürlich zerstört werden, was sicherlich nicht nur einen taktischen Zweck erfüllt.

Ist ein Wurm an der Reihe, hat er kurz Zeit sich gut zu positionieren, um dann aus einem unerhört verrückten Waffenarsenal sein Kriegswerkzeug auszuwählen. Hier sind wieder alle altbekannten Waffen dabei, von der Uzi über das geniale explodierende Schaf - welches erst fröhlich määhend über die Karte hüpft um dann zu zerbersten.Auch Ninja-Seil, Jetpack und Teleporter sind wir aus früheren Teilen gewohnt. Ein wenig vermissen wird man leider die Superwaffen, wie die heilige Granate oder den Stahlesel.

Windverhältnisse spielen beim Zielen eine große Rolle. Wer damit umgehen kann, wird selbst Würmer pulverisieren können, die nicht in seiner Schussbahn stehen. Auch viele Nachschub-Kisten und Medi-Paks werden über der Landschaft verteilt - genauso wie Minen.

Also Vorsicht was genau ihr einsammelt, es könnte gut sein, dass euer Wurm durch eine Explosion meterweit hoch geschleudert wird, um dann im Meer abzusaufen. Besonders brutale und lustige Aktionen werden mit einem genialen Replay belohnt, bei dem sogar die Stimmen verzerrt werden und Applaus zu hören ist. Alleine dieses Feature hat in der Redaktion zu Lachanfällen geführt.

Nur das Beste für die Fans
Die Worms-Reihe war schon immer ein gutes Beispiel dafür, dass es keiner 3D-Grafik der Superlative braucht um ein gutes Spiel zu machen. Im Gegenteil - als die Reihe um 3D-Optik "aufgewertet" wurde, beschwerten sich viele Spieler über mangelnde Übersicht und den Verlust des so geliebten Worms-Charmes. Anspruch hin oder her, wir sind überzeugt davon, dass die gute alte 2D-Grafik zum "Wormageddon" gehört wie der Ork ins WoW-Universum. Genau deshalb machte unser Spielerherz auch riesige Freudensprünge, als wir sahen, dass die PSP-Umsetzung den alten Weg geht. Auf Wiedersehen verwirrende 3D-Umgebung!

Doch damit nicht genug, die Grafik ist exakt die Selbe, wie man sie schon aus der Worms 2-Reihe kennt - und diese war mit Abstand die beliebteste unter den Fans. Urkomische Animationen der Würmer, ob Grimassenschneiden oder Seilspringen bei Langeweile - die kleinen Kerle muss man einfach gern haben.

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Von fluchenden Kollegen und Verhaltenstörungen
Würmer versenken hat schon immer im Multiplayer am meisten Spaß gemacht. In Open Warfare hat man dank der PSP die Möglichkeit, über W-LAN gegen seine Freunde anzutreten. Glaubt mir, nichts ist lustiger als seinem Kollegen beim Fluchen zuzusehen, während ihr seinen Lieblingswurm mit einer Bananenbombe oder ähnlichem in die ewigen Wurm-Gründe befördert. Des Öfteren macht sich auch ein Gefühl der Hilflosigkeit breit, da man die Spielzüge seines Gegenübers auf dem eigenen Display verfolgen kann. Macht euch also auf viele "Wehe dir!" oder "Bitte Nicht!" -Rufe gefasst.

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Wer nicht gerade einen Kumpel zum wireless-Würmer-Metzeln hat, kann sich gegen die KI probieren. Dieser kann man neuerdings ein Verhaltensmuster aufdrücken, welche sich tatsächlich im Spiel bemerkbar macht. So legen "anmaßend agierende" Würmer besonders viel Wert auf spektakuläre Explosionen, während "dumme" einfach nur in der Gegend rumballern. "Strategisch" eingestellte Gegner werden sich ihre Züge besonders gut überlegen. Sie planen jedoch allesamt sehr lang, was wir ja bereits aus den Vorgängern gewohnt sind.

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Wer nicht gerade einen Kumpel zum wireless-Würmer-Metzeln hat, kann sich gegen die KI probieren. Dieser kann man neuerdings ein Verhaltensmuster aufdrücken, welche sich tatsächlich im Spiel bemerkbar macht. So legen "anmaßend agierende" Würmer besonders viel Wert auf spektakuläre Explosionen, während "dumme" einfach nur in der Gegend rumballern. "Strategisch" eingestellte Gegner werden sich ihre Züge besonders gut überlegen. Sie planen jedoch allesamt sehr lang, was wir ja bereits aus den Vorgängern gewohnt sind.