World of Warcraft: Battle for Azeroth ist vieles: Ein neues Addon mit vielen Veränderungen, eine konsequente Nachfolge von „Legion“ und ein bislang eher langsames Setup für einen großen Knall. Was das alles für die Zukunft von World of Warcraft zu bedeuten hat, verrät euch der Test zu Battle for Azeroth.

In Battle for Azeroth bricht der Krieg zwischen Allianz und Horde aus:

World of Warcraft: Battle for Azeroth - Kriegsbringer Sylvanas - Animierter Kurzfilm4 weitere Videos
World of Warcraft: Battle for Azeroth im großen Test: Die Feuer des Krieges brennen schon vor dem Launch von Battle for Azeroth.

Allianz und Horde sind seit dem Start von World of Warcraft spinnefeind. Erst mit dem Addon „Warloards of Dreanor“ hat sich ein gemeinsamer Feind in der Eisernern Horde gefunden, der die Parteien etwas näher zusammengerückt hat. Doch schon mit „Legion“ war dieser Frieden wieder passé. Gezeichnet von den Angriffen der Legion geht es nun für Allianz und Horde in das lang ersehnte nächste Addon. Battle for Azeroth liefert zum Start genau das, was der Titel vermuten lässt. Vorzeichen auf einen Krieg, der für beide Seiten eigentlich nur schlimm enden kann.

In meinen Stunden mit World of Warcraft: Battle for Azeroth musste ich allerdings feststellen, dass das „War“ in „Warcraft“ und der „Battle“ der neuen Erweiterung noch nicht ganz da angekommen ist, wo die Spieler es sich vielleicht wünschen. Warum das Addon dennoch eine logische Konsequenz und Fortsetzung von „Legion“ ist, lest ihr im großen Test zu World of Warcraft: Battle for Azeroth.

Fulminanter Start

Für World of Warcraft: Battle for Azeroth und dessen Wertung müssen wir noch vor den Launch des Addons zurückkehren. Mit dem Pre-Event „Krieg der Dornen“ bereitete Blizzard die Spieler schon auf die Geschehnisse der nächsten Wochen vor. Ein Event, das den Fans zunächst aufgrund fehlender Inhalte – die Quest endete schon kurz nach Beginn und wurde dann erst nach und nach erweitert – vor den Kopf stieß, sollte zu einer der schwerwiegendsten Lore-Entscheidungen werden, die die Welt von Warcraft je gesehen hat. Sylvanas Windrunner zog ihre Horde zusammen, um die Heimat der Nachtelfen anzugreifen und unzähligen Unschuldigen ein viel zu frühes Ende zu bereiten. Ein Schritt, der ebenso viel für Aufregung gesorgt hat. Doch für die Spannung und Erwartungshaltung auf Battle for Azeroth hat es Wunder getan.

Zum Start des Addons waren die Server gut gefüllt.

Bei der Schlacht von Lordaeron, dem vorläufigen Finale der Pre-Quest, gab es dann noch weitere Entwicklungen, die große Schatten für die Schicksale der Allianz und Horde vorausgeworfen haben. Die Allianz mit Jaina Prachtmeer erneut erstarkt, die Horde mit einer scheinbar verrückt gewordenen Sylvanas zweifelnd, ob es nicht einen besseren Anführer in diesen schweren Zeiten geben könnte. Zwei Positionen, von denen gehofft wurde, dass sie in Battle for Azeroth noch weiter ausgebaut werden. Dementsprechend hoch war der Andrang am Abend des Launches. Doch wie sich gezeigt hat, ist die Hoffnung nicht ganz erfüllt worden.

Eine konsequente und logische Fortführung von World of Warcraft, die sich im Schatten von Legion allerdings noch ein wenig beweisen muss.Fazit lesen

Die Bedrohung für die Welt

In World of Warcraft: Battle for Azeroth verfolgt ihr nämlich genau zwei Ziele, egal, ob ihr auf Allianz- oder Horde-Seite steht. Es geht zunächst darum, für die eigene Fraktion Verstärkung im bevorstehenden Krieg zu sammeln. Die Allianz wendet sich zusammen mit Jaina an die Bewohner von Kul Tiras, einem Königreich aus Seefahrern, die – geführt von Jainas Mutter –noch den Verrat der Prinzessin aus Warcraft 3-Zeiten vertragen müssen.
Die Horde hingegen wagt einen Coup, um zunächst Hochlord Saurfang aus dem Verlies zu befreien, nur um wenig später auch eine Trollprinzessin zu finden, die ihnen die Reise nach Zandalar ermöglicht. Dort soll ebenfalls eine Flotte auf die Krieger warten, die im Kampf gegen die Allianz einen entscheidenden Vorteil bringen könnte.

Das Herz von Azeroth ist zunächst ein zentraler Teil des Levelns, wird aber schnell zur Nebensache.

Das zweite Ziel ist es, die neue Ressource Azerit zu gewinnen und zu verstehen. Diese wurde nach dem Fall des Titanen Sargeras in die Welt von Azeroth injiziert und lockt nun zahlreiche Forscher, aber auch Fieslinge an, die sich die Macht der Kristalle unter den Nagel reißen wollen. Euch als Champion der Horde oder Allianz wird das „Herz von Azeroth“ geschenkt. Das Item ersetzt die Artefaktwaffen aus „Legion“ und bringt euch mit jeder neuen Azerit-Stufe weitere Fertigkeiten in besonderer Ausrüstung. Um gleich etwas vorwegzunehmen: Das neue System motiviert enorm zu Beginn. Denn dann bekommt ihr zahlreiche Fertigkeiten spendiert, die das Leveln noch einfacher machen. Gegen Ende des Levelns werden die Azerit-Stufen aber nur noch schmückendes Beiwerk beim Grinden, was durchaus schade ist.

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