Die gamescom rückt näher und die Stadt Köln wird mit Werbung für Spiele ausgestattet. Auch auf den Straßenbahnen der Stadt wird Spiele-Werbung aufgebracht. Eine davon sorgt jetzt für eine politische Grundsatzdiskussion: Die Werbung für World of Tanks zeigt Panzer und anderes Kriegsgerät auf einem Schlachtfeld. Für einige Kölner und die Grünen-Politikerin Kirsten Jahn ein Stein des Anstoßes.

World of Tanks - Skandal um Panzerwerbung auf Kölner Straßenbahnen

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Werbung für World of Tanks kommt in Köln nicht all zu gut an: Man empfindet sie als kriegsverherrlichend und gewaltfördernd.
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Die Werbung auf den Straßenbahnen der Kölner Verkehrsbetrieben zeigt Panzer auf einem Schlachtfeld - mit ihnen wird Werbung für die gamescom und das Spiel World of Tanks gemacht. Wie das Magazin köln.de berichtet, zeigen sich einige Kölner Einwohner echauffiert. Die Werbung würde kriegsverherrlichend sein; auch andernsorts ist das Thema Krieg und Kampf offenbar ein umstrittenes, wenn es um Europas größte Spielemesse geht.

Für Battlefield 3 wurde ein originaler Mig-21-Kampfjet nach Köln gebracht, der sicherlich eine der Hauptattraktionen der Messe sein wird. Allein diese Tatsache sorgt bei der Grünen-Politikerin Kirsten Jahn offenbar für Unbehagen. köln.de zitiert ein WDR-Interview, in dem Jahn sagt, dass die Werbung für Spiele mit Kriegsmaterial eine Grenze überschreiten würde:

„Ich finde es überhaupt nicht gut, dass eine Plattform für Werbung mit Kampfjets geschaffen und somit eine Verharmlosung von Kriegsspielen ermöglicht wird. Dieser Kampfjet ist nie gebaut worden um Spiele zu bewerben, sondern um Menschen zu töten - und das ist das Erschreckende an der Sache. Es wurde eine Grenze überschritten zwischen dem, was Jugendliche sehen sollten und was nicht.“

Die „World of Tanks“-Werbung wird allerdings auf den Straßenbahnen bleiben. Diese ist wohl von der Kölner Außenwerbung in Absprache mit der KVB angebracht worden, nachdem das Spiel geprüft wurde. Da keine Beanstandung der USK vorlag (Spiele ohne USK-Zulassung durften schon letztes Jahr nicht auf der gamescom gezeigt werden), sah man keine Bedenken, das Spiel zu bewerben. Man sei sich durch die Reaktionen der Bevölkerung allerdings der Wirkung einer solchen Werbung bewusster geworden und hätte nun ein neues Feingefühl dafür entwickelt, womit man Werbung treibt und womit besser nicht.

Dass die Kölner Bevölkerung hier so echauffiert reagiert, könnte durchaus an den Negativschlagzeilen in den letzten Wochen liegen, die gerade von Kriegsspielen im Nachgang zu den Terroranschlägen in Stockholm gemacht wurden.

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