Je nach Geschmack und eigenen Vorlieben gibt es da draußen mittlerweile so viele gute MMOs, wie Sand am Meer. Man kann getrost sagen: im großen weiten Web ist für jeden was dabei. Doch aus einer Richtung kommen immer wieder Beschwerden. Denn wo sind die guten Onlinegames für Auto-Liebhaber? Klar, mit Titeln wie „Real Racing 3“ und „Autoclub Revolution“ hat man durchaus Auswahl ... Aber so wirklich glücklich scheint damit niemand zu sein.

World of Speed - So mächtig ist das Tuning

Und genau hier kommen Slightly Mad Studios („Project CARS“) ins Spiel und präsentieren uns mit stolz geschwellter Brust ihr neuestes Baby: „World of Speed“. Schnell soll es sein. Alternativ. Hübsch. Gewaltig ... Öhm. Und alles andere, was gut klingt.

World of Speed - Brumm Brumm Quietsch: ein "Free to Play"-MMO der "Project CARS"-Macher

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Schick sieht es schonmal aus.
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Völlig überzeugt, was wir von diesem Spiel erwarten sollen, waren wir nicht. Von einem Online-Need-for-Speed, über einen Burnout-Ableger bis zum ewig andauernden „Gran Turismo“ konnten wir uns alles vorstellen. Bekommen haben wir am Ende ein bisschen von jeder Option.

„World of Speed“ ist kein klassisches Rennspiel und sicherlich keine Simulation. Es ist Free-to-play-Team-Action, wie sie momentan mit keinem anderen Titel zu vergleichen wäre.

In der Grundidee ist das Ganze ziemlich nett gemeint. In der Umsetzung jedoch noch etwas hakelig. Wenn wir mit unserem roten Team und in unseren schicken lizenzierten Wagen (beispielsweise dem Chevrolet Camaro SS) an der Startlinie stehen und gegen die blaue Mannschaft zu Felde ziehen, freuen wir uns auf actionreiche Kämpfe um den ersten Platz.

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Team versus Team. Hier ist jeder Platz wichtig.
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Doch das oberste Treppchen zu erreichen ist nicht die Grundidee in diesem Spiel. Man soll für sein Team Punkte einfahren. Rammt den Gegner aus der Bahn. Legt coole Drifts hin und fahrt geschickt im Windschatten des Vordermanns. So erreicht man in WoS den Sieg. Gleichzeitig punktet euer ganzes Team. Und am ende hat es sich - bestenfalls - für eure Gegner ausgepunktet.

Abwarten und Tee trinken. Noch ist nichts entschieden.Ausblick lesen

Die Idee dahinter ist - wie bereits erwähnt - recht reizvoll. Doch so richtig flüssig will es sich noch nicht spielen. Die sehr harte und etwas hakelige Lenkung macht es schwer, echtes Need-for-Speed-Feeling aufkommen zu lassen. Was für diese Art von Spiel um einiges vorteilhafter wäre, als die starke Ähnlichkeit zur Gran-Turismo-Steuerung.

So versucht man ein Gefühl für seinen Wagen zu bekommen, der Ideallinie zu folgen und wie ein echter Rennfahrer vorzugehen ... Während man immer und immer wieder in Häuserwände geschubst wird, sich quer stellt und die Kontrolle verliert. Das reißt einen ungemein aus dem Spielfluss und stört den Langzeitspielspaß.

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World of Speed.
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Ein Kampfrennen - keine Frage. Doch so richtig will sich die Steuerung einfach nicht mit der Idee des Spiels vertragen. Zwar halte ich es für durchaus interessant, im Team gegen andere Fahrer anzutreten (Und schließlich wurden sehr viel mehr Modi versprochen). Doch dann sollte das ganze Spiel stärker auf dieses rasante Tempo ausgelegt werden, statt verzweifelt so zu tun, als wäre es eine Rennsimulation.

Auf der anderen Seite hat der Titel große Vorteile. Die vielen lizenzierten Wagen. Die schönen, den Originalen gut nachempfundenen Strecken. Und vor allem eine durchgängig mehr als ansehnliche Grafik. „World of Speed“ ist ein Schönling, der auch den schlechtesten Fahrer noch belohnt. Schließlich ist es ein Team-Spiel.

Um das noch weiter zu untermauern, können eure Clubs ganze Regionen für sich beanspruchen, deren Umgebung dann mit eurer Flagge verschönert wird. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit seinen „Kollegen“ abzuhängen und dem gemeinsamen Hobby zu frönen: Autos. Der Community-Aspekt steht also stark im Vordergrund. Eine sehr nette Idee, der jetzt nur noch ein genauso nettes Gesamtwerk folgen muss.