Der Ost-West-Konflikt spitzt sich zu, Russland steckt in tiefen Schuldenbergen, die unzufriedene Bevölkerung hungert. Um nicht in der globalen Bedeutungslosigkeit zu versinken, mobilisiert das Land die in jahrzehntelanger Arbeit aufgerüstete Armee und bläst zum Angriff auf den kapitalistischen Westen. Was folgt, ist der dritte Weltkrieg, an dessen Ende gar der sowjetische Einmarsch in die USA steht.
An diesem bereits im Review zu „World in Conflict“ hinlänglich ausgebreiteten Ausgangsszenario ändert sich auch im offiziellen Add-On „Soviet Assault“ nichts. Im Gegenteil: Selbst die Story bleibt identisch und wird lediglich um die im Hauptprogramm nicht beleuchtete Sicht der Russen ergänzt.
Das Gleiche in Rot: „Soviet Assault“ erzählt den altbekannten Ost-West-Konflikt aus Sicht von Mütterchen Russland.FazitSoviet Assault erscheint sowohl in traditioneller Add-On-Form (knapp 15 Euro) als auch gemeinsam mit dem Hauptprogramm in der so genannten Complete Edition (ca. 30 Euro). Echtzeitstrategen, die bisher noch nicht mit World in Conflict in Berührung gekommen sind, schämen sich gefälligst für einige Minuten und lesen dann unseren Test . Der erklärt, wieso der Titel auch heute noch eine Genre-Offenbarung ist.
Wintermärchen für echte Männer: Panzer fahren im Schnee!Die Erfahrung, die World in Conflict-Fans und Neueinsteiger mit Soviet Assault machen werden, unterscheidet sich dezent. Altgediente „WiC“-Zocker spulen die sechs frisch implementierten Missionen auf Seiten der Sowjets linear herunter – eben so wie man das von Erweiterungspaketen kennt. Interessanter wird das Ganze für Spieler, die World in Conflict von Grund auf neu beginnen. Denn die erleben nicht etwa erst die ursprüngliche Kampagne und danach die Einsätze Mütterchen Russlands, sondern ein Gesamtpaket.
Heißt: Alte US- und neue Sowjet-Missionen werden kombiniert. Abwechselnd schlüpft der Spieler in die Rolle der Amerikaner und der Russen. Beide Seiten warten mit eigenen Charakteren und völlig unterschiedlichen Sichtweisen auf, die in Kombination ein stimmiges und voneinander völlig abweichendes Gesamtbild des Kriegsgeschehens vermitteln. Die neuen Sowjet-Einsätze wirken dabei kein bisschen aufgesetzt, sondern fügen sich harmonisch in die Storyline ein.
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Auch wenn der Preis ein bischen happig ist für das, was da geboten wird, finde ich, dass sich WiC mit dem Addon nun viel runder anfühlt. Die Kampagne ist um die sowjetische Perspektive ergänzt worden und wirkt dadurch viel stimmiger. Die Charaktere sind hervorragend vertont, und das Spiel wird immer wieder durch filmreife Inszenierungen in Spielgrafik unterbrochen. Erfreulich ist im übrigen auch, dass die Handlung ein wenig zum Nachdenken anregt, ohne viele Klischees auskommt und reich an Wendungen ist.
Die Grafik im übrigen ist zwar nicht verbessert worden, aber sieht mit der entsprechenden Maschine dahinter um Klassen besser aus, als die Konkurrenz.
Ohnehin war der Multiplayer-Part das Herzstück dieses Spieles - und er ist es auch nach wie vor. Spieler sind dort immer gern willkommen, und seit es Einsteigerserver gibt, fällt auch der Einstieg nicht mehr so schwer.
Ich hoffe, dass dieses Addon nicht das letzte Lebenszeichen von World in Conflict bleibt - es ist wirklich das einzige wegweisende RTS, das zur Zeit auf dem Markt ist.
Das es bei Ubi nun rauskam ist auch nicht gerade Glück für die Jungs.. könnte man doch vermuten, das Ubi das Teil nur gekauft hat um die Konkurenz ihres eigenen EndWar auszuschalten...
Was mich wieder zu EndWar bringt, welches als Revolutionär betitelt wurde doch eigentlich nichts anderes ist als ein schlechter WiC Klon mit Sprachsteuerung...
In diesem Sinne.. so fällt wohl mal wieder Qualität dem Marketing zum Opfer...