In einem Interview erklärte Regisseur James Mangold seine Herangehensweise an den abschließenden Teil der Wolverine-Spin-off-Reihe und wieso weniger Mutanten mehr für die Story bedeutet.

Logan: The Wolverine - Regisseur James Mangold erklärt, wieso es kaum Mutanten im Film gibt

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Logan: The Wolverine startet nächste Woche in den Kinos
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Logan: The Wolverine ist Hugh Jackmans Abschied von der Rolle, der er seine Karriere zu verdanken hat - eine Karriere, die vor 17 Jahren so richtig begann. Und da muss ein finaler Streifen all das sein, was er sich schon immer für Wolverine gewünscht hat. Das weiß auch Regisseur James Mangold, der mit Jackman bereits Wolverine - Weg des Kriegers gedreht hat.

Abkehr von der 08/15-Formel

Und das bedeutete vor allem eines nicht: Bigger, better, more. Nicht mehr Explosionen, nicht mehr Action und Zerstörungen, und vor allem nicht noch mehr Mutanten. In dieser Hinsicht verweigerte sich Mangold dem aktuellen Trend, der besonders von Marvel Studios getragen wird.

"Wir haben ein wenig damit herumgespielt", gesteht Mangold. "Aber eines der Dinge, über das ich mir bewusst war, ist die Tatsache, dass die 'Mehr ist mehr'-Philosophie mit ein Grund ist, warum es heutzutage soviele unterschiedliche Filme im Comicbereich gibt. Wenn wir das zuletzt einen Film über vier Superhelden inszeniert hätten, wären es dieses Mal schon sieben und das nächste Mal dann zwölf. Und dann ist da das Wettrüsten in Sachen visuelle Effekte und Besetzuung - und ich denke nicht, dass man damit mehr herausholen kann."

Da hat Mangold durchaus recht und nicht das erste Mal gegen diesen Trend gewettert. Schaut man sich die letzten Superheldenstreifen wie X-Men: Apocalypse und Marvel's The First Avenger: Civil War an, kann man als Otto-Normalkinogänger schon gar nicht mehr aufsagen, welche Superhelden überhaupt alles dabei waren. Hinzu kommt, dass je mehr Charaktere auftauchen, desto weniger kann der Einzelne strahlen und desto irrelevanter wird der Charakter.

"Rechnet nur mal nach, wenn man eine Laufzeit von 120 Minuten und sieben Schauspieler mit wichtigen Rollen hat, dann erhält jeder von ihnen genau sechs Minuten für sich und ihre eigene Storyline. Wenn man einen Film über zwei oder drei Charaktere macht, dann machen diese drei Charaktere den Film aus und man kann tiefer in sie eintauchen. Und genau das war unser Ziel."

Denn, und das war die Intention hinter Logan: The Wolverine, es sollte um das Thema Familie gehen.

In James Mangolds drittem und wahrscheinlich abschließenden Teil der Wolverine-Reihe wird Hugh Jackman ein letztes Mal den titelgebenden Helden mimen. Ebenfalls dabei sind Patrick Stewart als Charles Xavier a.k.a. Professor X, Stephen Merchant als Caliban, Dafne Keen als Laura Kinney / X-23, Boyd Holbrook als Donald Pierce, Richard E. Grant als Dr. Zander Rice und Doris Morgado als Maria.

Deutscher Kinostart des erwachsenen Actiondramas ist der 2. März 2017.