Made in USA - dieses Prädikat scheint mittlerweile Voraussetzung für ein von der Branche akzeptiertes und gefeiertes MMOG zu sein. Und während dort selbst unerfahrene Pfuscher mit Geldern überhäuft werden und asiatische Studios von der dort üblichen Akzeptanz profitieren, hinken Europa und insbesondere Deutschland um ein gutes Jahrzehnt hinterher.
Wenn die deutsche Wirtschaft schwächelt, muss nur der private Konsum angekurbelt werden und schon kommt alles wieder ins Lot. So lautet zumindest die aktuelle Devise unserer Bundeskanzlerin. Doch das ist leichter gesagt als getan. Gerade wir patriotischen Online-Zocker konsumieren ohnehin schon alles, was uns von den Hype-Wellen vor den Monitor gespült wird. Reicht das denn noch immer nicht?
Zockt für euer Land!
Nein, es reicht nicht - und es würde auch nicht reichen, wenn wir unser komplettes Erspartes in das virtuelle Vergnügen steckten, denn unser Konsum nützt dem Land so gut wie gar nichts. Nutzen haben jene Staaten, in denen die Branche Menschen beschäftigt, ob in der Entwicklung, im Support oder in der Verwaltung.
Doch diese Menschen, so scheint es, sitzen mittlerweile überall auf der Welt - insbesondere dort, wo es steuerlich günstig ist - in Irland, Kanada und in weiten Teilen Asiens. Deutschland gehört für die Branche zwar zu den stärksten Absatzmärkten der Welt - wir konsumieren, was das Zeug hält - doch gleichzeitig wird kaum Nennenswertes produziert, denn hier gibt es für die Unternehmen keine günstigen Bedingungen, keine Steuervorteile, keine Förderungen und schon gar keine Kredite.
Klotzen, nicht kleckern
Bei uns kommen echte Visionäre wie Bernd Lehahn, der seine geniale X-Reihe schon immer gerne zu einem MMO gemacht hätte, nur mühsam voran, weil sie jedes neue Spiel mit den Erträgen des letzten finanzieren müssen. Gleichzeitig dürfen in den USA ein paar ahnungslose Pfuscher mal eben 200 Millionen Dollar für ein farbenfrohes Design-Experiment verheizen, das schon vorab zum Scheitern verurteilt war.
SWTOR räumt auf der GDC Online ab.Aber nicht doch - was schreibe ich denn da - Star Wars: The Old Republic ist doch nicht gescheitert - die Umstellung auf Free-To-Play ist eine tolle Sache und dem enormen Erfolg geschuldet. So scheinen zumindest die Experten auf der aktuellen GDC Online zu urteilen, einer jener Veranstaltungen, auf der sich die Branche in den USA gerade selber feiert - einmal mehr weitgehend unter Ausschluss europäischer oder gar deutscher Vertreter.
Star Wars: The Old Republic - unangefochten das Online-Spiel des Jahres
Und irgendwie verwundert es kaum, dass dann auch ein ehemaliger und ein aktiver BioWare-Mitarbeiter im Komitee sitzen und der Star-Wars-Themepark bei den Game Developers Choice Online Awards gleich vier Titel abräumt: “Best Online Game Design”, “Best Online Visual Arts”, “Best Online Technology” und “Best New Online Game”.
Jeder dieser Titel klingt angesichts dessen, was tatsächlich geliefert wurde, wie eine einzige Farce und zeigt, wie weit die Verantwortlichen der MMO-Branche mittlerweile abgedriftet sind. Sie haben sich von den Spielern und deren Vorstellungen entfernt und machen mit ihrem Urteil nicht nur sich selbst lächerlich, sondern zerstören auch noch jeden Funken Hoffnung, dass in der Branche Qualität gewürdigt wird und uns eines der großen Studios da draußen gar mit einem ordentlich designten Spiel überraschen könnte.

























Übrigens ist
Übrigens ist es leider im Allgemeinen so geworden, dass hier Titelbilder von Artikeln keinen Bezug mehr zum Artikel haben.
Das ist das Trägerschiff aus Star Citizen, in der Tat. Das Spiel wird im Artikel erwähnt und bekommt diese Woche noch sein ausführliches Special - da sitze ich gerade dran.
Die Spiele, die auf den Titelbildern zu sehen sind, werden normalerweise auch irgendwo im Artikel erwähnt. Ab und an kommt es da aber tatsächlich zu Unstimmigkeiten, da unsere Grafiker irgendwann mal Feierabend machen und ins Wochenende gehen wollen.
Wiped! entsteht aus Gründen der Aktualität oder meiner Reisewut bisweilen aber auch mal in der Nacht von Freitag auf Samstag und ein Thema, das ich der Grafik noch als tragend angekündigt hatte, fliegt dann schon mal wieder raus oder rückt an hintere Stelle. Das bitte ich zu entschuldigen.
Übrigens ist
Übrigens ist es leider im Allgemeinen so geworden, dass hier Titelbilder von Artikeln keinen Bezug mehr zum Artikel haben.
? hä - und ja Star Citizen
Übrigens ist es leider im Allgemeinen so geworden, dass hier Titelbilder von Artikeln keinen Bezug mehr zum Artikel haben.
Mhm, ok. Stimmt. Hat man ja auch in Offline-Spielen, dass gegen Ende oft die Story abflacht. Berühmte Beispiele: Die Witcher Reihe und die Gothic Reihe. Beide liefern gute Spiele ab (Arcania ausgenommen, das ist kein Gothic, sondern der mutierte Sohn, den man auf dem Dachboden hält und mit Fischresten füttert). Aber sowohl die Witcher, als auch die Gothic Titel werden gegen Ende hin mau und gipfeln in eher lächerlichen Endbossen.
Und das sind ja nur zwei Beispiele, da gibts auf jeden Fall noch mehr.
In MMOs versteh ichs allerdings nicht, dass sich nicht langsam mal was richtig Gelungenes an Endgame rauskristallisiert.
Ich persönlich bin ja ein Fan der WoW-Raids und ein wenig sogar von den Daily-Hubs, da gibts einige wirklich schöne. Aber auch Welten-PvP wie in DAoC oder GW2 hat was Nettes. Dennoch sind auch diese Dinge alle ausbau fähig.
Naja, vll liegts ja einfach daran, dass eine "Eier legende Wollmilchsau" auch in Videospielen nicht existiert.
Das schnelle Geld. Sind die ersten paar Stunden Sahne, dann wird das
Das schnelle Geld. Sind die ersten paar Stunden Sahne, dann wird das auch von den meisten Pseudobetatestern so nach außen getragen und das Spiel verkauft sich. Bis die Leute dann in höheren Levelbereichen sind, ham sie schon Geld rausgehaun.
Das mag in Einzelfällen so sein. Die meisten Entwickler glauben allerdings wirklich an ihr Spiel und sind von einer beinahe bemitleidenswerten Ahnungslosigkeit befallen, wenn es um die richtige Einschätzung in Sachen Langzeitspielwert geht.
Kann man sich doch denken:
Das schnelle Geld. Sind die ersten paar Stunden Sahne, dann wird das auch von den meisten Pseudobetatestern so nach außen getragen und das Spiel verkauft sich. Bis die Leute dann in höheren Levelbereichen sind, ham sie schon Geld rausgehaun.
Richtig. Und warum das bei allen MMOs mit bekanntem Design so ist und sein wird, werde ich in einem der nächsten Artikel mal darlegen.
Das ist leider traurig und wird sich erst langsam ändern, solange müßen wir Fans von dieser Art der Unterhaltung immer mit Repräsalien und Ächtung damit leben.
Im November, laut der neuesten Ausgabe der Buffed-Zeitung.
Weil die ersten Stunden, Tage, Wochen sehr gut sind. Quasi das Age of Conan-Syndrom.
Nein, die gesellschaftliche Akzeptanz ist im Investment-Bereich sogar relativ uninteressant. Man schaut in der Branche auf Kennzahlen und Entwicklungswerte. Und dank Globalisierung erübrigt sich auch die Idee, dass man lokal suchen müsste.
Viel würden sich verwundert die Augen reiben, wenn sie wüssten, wie viel ausländisches Kapital in vermeintlich deutschen Firmen steckt. Mobile und Social treiben hier sicherlich als Vorreiter die M&A Aktivitäten an.
Mit Umsatzstärke lockt man Geldgeber am besten. Dazu müssen aber die Ideen und Produkte stimmen. Investoren, die ihr Portfolio gerne um einen vielversprechenden Partner erweitern, gibt es genügend.
Auf Unterstützung vom Staat würde ich, wenn möglich verzichten. Wohin führen Subventionen jeglicher Art? Im Grunde doch nur zu Abhängigkeiten. Man wird weniger gezwungen effektiv zu wirtschaften. Je höher der Druck, desto effizienter die Ideen. Sieh sich doch mal einer die ganzen Branchen in De an, die subventioniert werden. Oftmals aus wirtschaftlicher Sicht Schwachsinn. Bei strategisch wichtigen Branchen wie Rüstung, Energie, Nahrung OK. Aber sonst eher unnötig.
Viel interessanter ist dagegen gesellschaftliche Akzeptanz. Wenn ein Verständnis dafür herrscht, dass die Entwicklung von Spielen ein seriöses Handwerk ist, mit dem man durchaus gutes Geld machen kann, dann kommen auch Investoren. Aber leider haben Spiele immer noch eine eigenartigen Ruf. Ich will nicht sagen schlecht, weil es viele gibt, die Spiele als das sehen, was sie sind, aber es ginge noch erheblich besser.
/edit
Vergessen. Kleine Schritte in Richtung gesellschaftlicher Akzeptanz gibt es immerhin doch hin und wieder. Ich war Donnerstag doch schwer überrascht im Sportteil der WZ eine komplette Seite über Esport zu sehen:
www7.pic-upload.de/.../2esr62fvucx3.jpg
www10.pic-upload.de/.../nlyv17kuso83.jpg
Quelle der Bilder: taketv.net/.../viewtopic.php
du hast natürlich recht was die wahrnehmung und akzeptanz von videospielen angeht. das ist in japan und amerika schon etwas anders und dadurch wird die branche wohl auch stärker unterstützt und ein spielehersteller hat es leichter mal eine schwere krise zu überstehen ohne gleich in insolvenz zu müssen. was das angeht ist deutschland oder europa allgemein wirklich ein jahrzent oder mehr hinterher. aber es wandelt sich auch schon, die kids und dadurch auch die ganze gesellschaft, kommen ja schon garnicht mehr dran vorbei. ab einem gewissen alter hat in der schule fast jeder einen handheld oder andere spiele auf dem handy. die wachsen einfach damit auf, wie früher halt die ältere generation mit dem tv aufgewachsen ist, was mittlerweile ja auch selbstverständlich ist. die jungen generationen die jetzt selbst damit aufwachsen, werden dann später auch eine andere meinung und umgang mit diesem medium haben als die älteren generationen heute, die quasi keinen bezug dazu hat, bis auf paar ausnahmen vielleicht. die hören halt meißtens nur amoklauf und killerspiele in einem atemzug in den medien und haben keinen plan was sich da in den letzten jahren entwickelt hat. klar sind videospiele in erster hinsicht unterhaltung, ähnlich wie filme und bergen gewisse risiken (spiele/onlinesucht). es kommt halt immer drauf an wie das spiel gemacht ist und welchen anspruch und vision der entwickler daran hatte. ich finde es gibt durchaus einige spiele die ich ganz klar als kunst bezeichne, die mir etwas mitgegeben haben, mich zum nachdenken, oder einblicke in ganz andere epochen oder situationen gegeben haben. und dass alles viel intensiver zu erleben ist als in einem film oder buch zb. von daher lernt man schon einiges, auch was orientierungsinn und wahrnehmung angeht ist es erwiesen das zocken sowas verbessern kann. es kommt eben immer auf das spiel an und wie es gemacht ist. keine frage, für ein kind, was erstmal seinen körper und die welt verstehen lernen sollte, ist es natürlich am besten wenn es draußen spielt und sich ausprobiert und so die welt verstehen lernt. aber videospiele haben es mittlerweile schon verdient als eigenständiges medium ernst genommen zu werden, gerade hierzulande.
Und so lange wir hier Spezialisten haben wie Prof. Dr. Spitzer, der die wissenschaftlich unhaltbare Auffassung vertritt, Menschen unter 18 hätten weder vorm Fernseher noch am Rechner was zu suchen und schon gar kein Smartphone zu haben - und der Typ hat durchaus Anhänger! - geht auch gamingtechnisch noch was ganz Anderes vor die Hunde. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Hindernis, wenn es darum geht, dass unser Zockernachwuchs mal einen eigenen Geschmack entwickeln sollte, denn viele Jugendliche werden dazu gerade nicht ermutigt.
Wie läuft das denn ab? Eltern argwöhnen, so eine unproduktive Beschäftigung, lies doch lieber oder spiel doch lieber ein Instrument, ganz verbieten können wir es nicht aber stellen hohe Hürden auf. Nur wenn Du in der Schule einen Schnitt über X hast, nur wenn Du regelmäßig alle Deine Aufgaben im Haushalt erfüllst, nur wenn Du X leistest. Schafft Kind das, stürzt es sich auf alles wo es die Finger drauf kriegt, ohne kritisch zu hinterfragen, gefällt mir der Titel überhaupt? Wie könnte etwas nicht gefallen was man nur sehr eingeschränkt nutzen darf, sich verdienen mußte und von den Eltern als Zugeständnis erkämpfen und wo man immer gesagt kriegt "es ist eigentlich nicht in Ordnung"? So züchten wir uns Zocker heran, die kritiklos und mit schlechtem Gewissen alles konsumieren.
Für die allgemeine Qualität ist das sicher nicht förderlich und für die Spieleentwicklung in Deutschland erst recht nicht. Noch immer diskutiert man darüber, ob man Spiele mit Preisen bedenken darf, aus denen man nichts lernt. Das muß man sich objektiv erst mal reinziehen! WTF sollte man aus Spielen etwas lernen? Gut unterhalten soll man sich lassen, dann hat man ein gutes Spiel!
So lange man sich als erwachsene Frau noch vorhalten lassen muß, nicht "richtig erwachsen" zu sein und sich nicht "wie eine erwachsene Frau" zu verhalten nur weil man gerne zockt, sehe ich schwarz.
Gruß Missy
Beweise?
In der CDU sind die meisten Ignoraten versammelt die nach einem "Killerspiel"-Verbot schreien
.
Klar, z.B. Unterricht am Computer und mit Programmen und von mir aus auch Spielen, sowas muss in der heutigen Welt sein und wird eigentl viel zu wenig praktiziert.
Denn hier ist es wie mit allem, durch wenig Erfahrung und Wissen über den richigen Umgang kann es viel schneller zu exzessivem und falschem Gebrauch kommen.
Da könnte sich Deutschland mal ordentlich an der Nase packen und sich ein Beispiel an Staaten wie Süd Korea, Australien etc. nehmen, denn die haben neue Medien viel besser in das Lernen an weiterführenden Schulen integriert und teils auch schon recht sinnvoll in den "primary schools" (je nach Land und Schulsystem halt, ist schwer, da zu verallgemeinern).
Keine Ahnung, was du arbeitest, aber
Keine Ahnung, was du arbeitest, aber ich arbeite im pädagogischen Bereich und bin mir meiner Sache hier sehr sicher - Videospiele können Wissen vermitteln, ersetzen aber sicherlich nicht das "richtige Lernen" mit vernünftigen Ansätzen. Und vor allem sollten kleine Kinder eben wirklich nicht an den PC.
Kinder lernen durchs Spielen, das stimmt, aber dieses Spielen bezieht sich auf Dinge, die umfassend alle Sinne ansprechen. Videospiele sprechen lediglich das Auge und Ohr an und das sind die beiden Sinne, die im Lernprozess eines Menschen die untergeordnete Rolle spielen.
Das richtige Spielen war jetzt auch nicht auf PC-Spiele (oder Konsolen) bezogen. Ich habe mit Pädagogik nichts am Hut und glaube dir das auch. Beim Lernen geht es mir aber nicht nur um die Vermittlung von Wissen. Ich würde es mal eher praktische Anwendung nennen. Man kann theoretisch etwas so oft hören, wie man will. Richtig verinnerlicht hat man es erst, wenn man es ausprobiert hat (meine Meinung).
Ich stimme dir aber zu, dass Kinder an die frische Luft gehören und nicht vor den PC.
www.wissenschaft.de/.../310061
"Lehrer müssen nicht mit Videogames arbeiten, um diese pädagogischen Grundsätze anzuwenden", erklärt Gee. "Es reicht, wenn sie das Lernen in einen problembezogenen Kontext stellen. Gute Lehrer haben dies schon immer gemacht."
Der letzte Abschnitt fasst es ja dann ganz gut zusammen. Videospiel muss nicht unbedingt sein.
Und vor allem muss immer das Alter in Betracht gezogen werden. Es werden so oder so schon viel zu viele Kinder von ihren Eltern einfach nur an den PC gesetzt, oder vor den Fernseher/Konsole, wenn jetzt auch noch Behauptungen durchdringen würden, dass Videospiele das Lernen fördern, dann seh ich dunkle Zeiten kommen.
Klar ist das komplette Gegenteil, die polemische Verteufelung von Videospielen, auch nicht das Goldene vom Ei, aber wenn ich mir eins der beiden Übel aussuchen müsste, würd ich eher letzteres in Kauf nehmen, denn dann hat man immerhin noch halbwegs bis gut entwickelte Kinder, die sich dann ab einem gewissen Alter, auf Grund ihres geistigen Leistungsvermögens, eine eigene Meinung zum Thema Videospiele bilden können.
www.wissenschaft.de/.../310061
Ehm, Kinder lernen eben nicht wirklich was über Videospiele.
Keine Ahnung, was du arbeitest, aber ich arbeite im pädagogischen Bereich und bin mir meiner Sache hier sehr sicher - Videospiele können Wissen vermitteln, ersetzen aber sicherlich nicht das "richtige Lernen" mit vernünftigen Ansätzen. Und vor allem sollten kleine Kinder eben wirklich nicht an den PC.
Kinder lernen durchs Spielen, das stimmt, aber dieses Spielen bezieht sich auf Dinge, die umfassend alle Sinne ansprechen. Videospiele sprechen lediglich das Auge und Ohr an und das sind die beiden Sinne, die im Lernprozess eines Menschen die untergeordnete Rolle spielen.
Gruß Missy
Kommt halt wieder die Frage auf, warum bei Filmen keiner schreit, dass man aus (z.B.) James Bond nichts lernt?!
Und so lange wir hier Spezialisten haben wie Prof. Dr. Spitzer, der die wissenschaftlich unhaltbare Auffassung vertritt, Menschen unter 18 hätten weder vorm Fernseher noch am Rechner was zu suchen und schon gar kein Smartphone zu haben - und der Typ hat durchaus Anhänger! - geht auch gamingtechnisch noch was ganz Anderes vor die Hunde. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Hindernis, wenn es darum geht, dass unser Zockernachwuchs mal einen eigenen Geschmack entwickeln sollte, denn viele Jugendliche werden dazu gerade nicht ermutigt.
Wie läuft das denn ab? Eltern argwöhnen, so eine unproduktive Beschäftigung, lies doch lieber oder spiel doch lieber ein Instrument, ganz verbieten können wir es nicht aber stellen hohe Hürden auf. Nur wenn Du in der Schule einen Schnitt über X hast, nur wenn Du regelmäßig alle Deine Aufgaben im Haushalt erfüllst, nur wenn Du X leistest. Schafft Kind das, stürzt es sich auf alles wo es die Finger drauf kriegt, ohne kritisch zu hinterfragen, gefällt mir der Titel überhaupt? Wie könnte etwas nicht gefallen was man nur sehr eingeschränkt nutzen darf, sich verdienen mußte und von den Eltern als Zugeständnis erkämpfen und wo man immer gesagt kriegt "es ist eigentlich nicht in Ordnung"? So züchten wir uns Zocker heran, die kritiklos und mit schlechtem Gewissen alles konsumieren.
Für die allgemeine Qualität ist das sicher nicht förderlich und für die Spieleentwicklung in Deutschland erst recht nicht. Noch immer diskutiert man darüber, ob man Spiele mit Preisen bedenken darf, aus denen man nichts lernt. Das muß man sich objektiv erst mal reinziehen! WTF sollte man aus Spielen etwas lernen? Gut unterhalten soll man sich lassen, dann hat man ein gutes Spiel!
So lange man sich als erwachsene Frau noch vorhalten lassen muß, nicht "richtig erwachsen" zu sein und sich nicht "wie eine erwachsene Frau" zu verhalten nur weil man gerne zockt, sehe ich schwarz.
Gruß Missy
Das ist
Das ist grundsätzlich so, dass die Thematik der Videospiele in Deutschland nicht sonderlich massentauglich ist.
ich versteh es auch nicht. in deutschland werden hinter amerika und japan mit die meißten umsätze in der branche gemacht, der absatzmarkt für spiele ist riesig hier. das land ist eigentlich ein hightech und exportland, das in fast allen branchen für qualität steht und die produkte oft marktführend sind und einen sehr guten ruf genießen. an kreativität, technischem verständnis und know how dürfte es gewiss nicht mageln, aber solange das nicht gefördert wird und den herstellern eher noch steine in den weg gelegt werden, wird sich daran wohl nichts ändern. wirklich schade dass kaum ein deutscher entwickler noch groß eine rolle spielt im internationalen markt und schon so viele studios dicht machen mussten bzw. ums überleben kämpfen.
Ich frag mich auch grad, was das jetzt mit einer spezifischen Partei zu tun hat.
Das ist grundsätzlich so, dass die Thematik der Videospiele in Deutschland nicht sonderlich massentauglich ist.
Und eure SPD Idioten sind nicht ignorant? :)
Man sollte sich eine sehr sehr große Scheibe von Kanada abschneiden. Aber so lange die ignoranten Idioten der CDU an der Regierung sind wird das leider nix...
Deutschland ist eine Exportnation. Da bekanntlich die übermäßigen Exporte für die Eurokrise mitverantwortlich sind, sollten wir Deutschen doch erstrecht Spiele aus dem Ausland konsumieren. Ideallerweise Griechische, da diese ja zu wenig exportieren...
Als auf, wo ist Ihr Darkfall Account? Etwas mehr Werbung bitte!
Es gibt einfach zu viele WoW Nachahmer, die einfach nicht verstanden haben das eine 1:1 Kopie von Blizzards Meisterwerk die Spieler nach einiger Zeit wieder in die Arme vom Branchen Primus zurück treibt.
Allerdings sind neue Konzepte Mangelware, und natürlich kostet ein MMORPG sehr viel Geld in der Entwicklung und auch im laufenden Betrieb.
Ich befürchte das wir daher auch die nächsten Jahre noch mit WoW und Co. unser Auslangen finden (müssen), bis Titan auf der Matte erscheint, obwohl auch da befürchte ich eine "Vercasualisierung".
ich glaub das war kein lob, eher das gegenteil
Hab jetzt seit 2 Jahren oder so nicht mehr gespielt, aber immernoch ist da ordentlich Arbeit am Laufen durch Modder etc.
Man muss gute Spiele nicht immer in MMOs verwursten. Läuft doch heut zu Tage dann eh nur noch auf von Publishern gesteuerten Mist hinaus. Wie man ja ganz gut an dem Beispiel SWTOR sieht, das im Artikel genannt wird. Die Spieler strafen ein Spiel zu Recht ab, aber die Publisher feiern sich selbst, wie auch immer man sich danach noch im Spiegel betrachten kann.
Aber natürlich völlig zurecht, kaum ein anderes MMOG war in den letzten Jahren erfolgreicher und hat neue Maßstäbe an Innovationen und Langzeitmotivation gesetzt. Wer sonst wenn nicht SWTOR hat so einen Preis verdient?
Wird das Skyrim-MMO auch sowas wie Hard-/Heroicmodes und Markengrind haben?
Grüße
X als MMO war gleich nach X2 angekündigt. Ka was draus geworden ist. Dann nur mit
X als MMO war gleich nach X2 angekündigt. Ka was draus geworden ist. Dann nur mit einem Schiff und die Idee kam bei einigen Fans garnicht so gut an. wenn ich mich recht erinnere.
Deswegen das Beispiel im Artikel. Bernd Lehahn hat mir im Gespräch versichert, dass er liebend gern ein MMO entwickeln würde - im Genre, in dem man sich bei Egosoft mittlerweile besser auskennt als irgendwer sonst. Selbst CCP könnte von den Marktabläufen in X noch etwas lernen, statt täglich zu einer festen Uhrzeit neue Waren zu spawnen.
Doch ein MMO finanziert sich eben nicht einfach mal so mit den Einnahmen, die man mit einer Solo-Spielereihe für die Randgruppe erzielt. Und was die Sparkasse von nebenan sagen würde, wenn man mit einem tollen Konzept für ein Onlinespiel vorstellig werden würde, das einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingt, kann sich jeder denken.
X als MMO war gleich nach X2 angekündigt. Ka was draus geworden ist. Dann nur mit einem Schiff und die Idee kam bei einigen Fans garnicht so gut an. wenn ich mich recht erinnere.
DSA als MMO wäre interessant, aber dann eher umfangreich wie UO bzw die ersten 3 Teile und nicht den Drakensang Abklatsch. Die Verkaufszahlen waren da eher nicht so hoch, weils alten Fans wie mir eher zu flach war ( wenn auch schön anzusehen ) aber nicht flach genug für die Masse.
Piranha bytes Im Stil von Gothic ja. Aber dann müsste man den Jungs wohl 3 mal soviel zeit geben wie normal um wirklich "alle" Bugs zu finden ;)
Ich bin auch etwas vorsichtig, was diesen Titel betrifft - hier scheint das optisch ansprechende Video einen verfrühten Hype zu entfachen. Das Team ist klein und der Chefentwickler zegte bislang eher die Tendenz zu Lobby-Games mit Pay-To-Win-Einschlag.
Ein paar eindrucksvolle Szenen für einen Trailer sind in einer modernen Engine schnell gebastelt, sagen allerdings noch gar nichts darüber aus, ob am Ende überhaupt ein Spiel dabei rauskommt.
Ich habe den Titel auf jeden Fall auf dem Radar, möchte aber nicht dafür verantwortlich sein, wenn hier jemand unstillbare Sehnsüchte aufbaut, zwei Jahre wartet und dann furchtbar enttäuscht ist...
Da muss ich wohl im Urlaub gewesen sein, lese sonst alle Wiped durch. Und an Enttäuschungen hat man sich als MMO fan ja leider schon gewöhnt. Freue mich schon auf den Star Citizen Beitrag.
Spieleschmieden hierzulande sind nur noch ein Schatten
Spieleschmieden hierzulande sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und werden, von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen, nur noch durch den Presse-Heimatbonus hochgepusht.
Ja das sah aber vor paar Jahren noch etwas anders aus, da gab es einige gute Entwickler im Bereich Strategie und RPGs aus Deutschland. Schade dass es sich so zum negativen entwickelt hat und viele Entwickler in die Insolvenz musste. Denn gerade RPGs aus deutschen Landen haben meißtens ziemlich genau meinen Nerf getroffen. Ich finde gerade die RPGs aus Japan und den Staaten irgendwie einfach zu weltfremd.
Wieso glaubt ihr das ihr es besser macht als andere und wodurch glaub ihr euch von anderen MMO's absetzen zu können.
Denn wenn ich Ehrlich bin so richtig überzeugt bin ich von dem was ich bis jetzt gelesen und gesehen habe nicht.
Es gibt durchaus einige gute Spiele, die ich mir als MMO vorstellen könnte. Frank sprach ja schon das X-Universum hat. Besonders die beiden Erstlinge habe ich damals monatelang gespielt. Im Vergleich zu Eve steuert man dort sein Raumschiff selbst. Zudem gibt es recht komplexe Wirtschaftskreisläufe und durch den Bau verschiedener Raumbasen genügend Motivation für Weltraumstrategen.
Aber auch das "Schwarze Auge" hätte viel Potential für ein MMO, ähnlich wie "Morrowind". Leider scheiterte Radon Labs mit seiner Drakensang-Serie an den durchwachsenen Verkaufszahlen, besonders beim 2. Teil, obwohl gerade Drakensang ein außergewönlich schönes und liebevoll gestaltetes RPG war. Das jetztige Browsergame unter gleichem Namen hat im Grunde nichts mehr mit den beiden Vorgängern gemeinsam.
Auch die Jungs & mittlerweile auch Mädels von Pyranha Bytes hätten mit Gothic und Risen eine gute Grundlage für ein storybasierendes MMO im Stile von TSW, nur wird es auch da an den finanziellen Mitteln scheitern. Sicher werden jetzt nicht wenige Gothic-Fans der ersten Stunde erschrocken dreinblicken, aber ein MMO muß ja nicht wie WoW sein. :o)
Wenn man dem Spieler z. B. eine Seeschlacht austragen läßt, warum soll er dann nicht online nach Mitspielern suchen können oder gegen andere Piratenkapitäne kämpfen können?
Ich glaube, wenn man sich gedanklich vom WoW-MMO-Einerlei entfernt, entdeckt man viele Spiele, die eine Widergeburt als MMO verdient hätten. Bullfrogs Syndicate, Dungeon Keeper mit von Spielern erstellten Verliesen und darin plündernden Spieler-Heldengruppen, die Forgotten Realms (Baldurs Gate, Icewind Dale) etc. Meine Wunschliste wäre jedenfalls sehr lang!
Vielleicht wäre es für deutsche Entwickler eine gute Gelegenheit, sich für eine Art deutsches Kickstarter einzusetzen. Hier gibt es so viele begeisterte Gamer und Talente haben wir hier auch, nur am Geld mangelt oftmals. Wir sollten unser aller Lieblingshobby nicht ganz und gar den Asiaten und Amerikanern überlassen. Dann müßte man sich auch nicht mehr über mangelhafte Übersetzungen beschweren und der Support wäre mal in deutscher Sprache verfügbar und nicht nur als grausige Google Translate Übersetzung. Na, wie klingt das?
Tim ;)
Black Desert hatten wir schon vor einigen Ausgaben vorgestellt. Es befindet sich zudem noch in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung und wirklich handfeste Infos sind rar und z.T. nicht mehr als Gerüchte oder grobe Ideen - es ist für uns nicht einfach, mit asiatischen Entwicklern zu kommunizieren und ein Publishing liegt noch in weiter Ferne.
Ich bin auch etwas vorsichtig, was diesen Titel betrifft - hier scheint das optisch ansprechende Video einen verfrühten Hype zu entfachen. Das Team ist klein und der Chefentwickler zegte bislang eher die Tendenz zu Lobby-Games mit Pay-To-Win-Einschlag.
Ein paar eindrucksvolle Szenen für einen Trailer sind in einer modernen Engine schnell gebastelt, sagen allerdings noch gar nichts darüber aus, ob am Ende überhaupt ein Spiel dabei rauskommt.
Ich habe den Titel auf jeden Fall auf dem Radar, möchte aber nicht dafür verantwortlich sein, wenn hier jemand unstillbare Sehnsüchte aufbaut, zwei Jahre wartet und dann furchtbar enttäuscht ist...
Hat sich zwar mittlerweile gebessert und man freut sich über Gothic, Crysis und andere Titel, die mit der Konkurrenz mithalten, aber insgesamt natürlich immer noch viel zu wenige Umsetzungen.
Allerdings sind wir in Sachen Browsergames ganz vorne dabei. Bigpoint und Co. sind eben deutsche Unternehmen.
Spieleschmieden hierzulande sind nur noch ein Schatten ihrer selbst und werden, von ganz wenigen Ausnahmen mal abgesehen, nur noch durch den Presse-Heimatbonus hochgepusht.
CCP ist das Risiko eingegangen neue Kunden (Konsolen-Shooter)
CCP ist das Risiko eingegangen neue Kunden (Konsolen-Shooter) zu erschließen. Von dicken $$$ bzw. ISK in den Augen träumen sie und hoffen darauf.
Sie sahen die Dollar die Sony ihnen vor der Nase gewedelt hat
Da liegst du aber sowas von daneben:
CCP ist das Risiko eingegangen neue Kunden (Konsolen-Shooter) zu erschließen. Von dicken $$$ bzw. ISK in den Augen träumen sie und hoffen darauf.
Hehe. Schon mal an einen Job in der Politik oder als Community Manager bei einem MMO nachgedacht ? *g*
Schade dass die Isländer nur die Dollarzeichen gesehen haben und auf die Leute verzichtet haben die sie überhaupt zu dem gemacht haben was sie sind: die PC-Spieler