Guild Wars 2 - ein harter Schlag für den Giganten
Allzu bald dürfte Blade & Soul im Westen auch nicht zur Konkurrenz für WoW werden. Diesen Trumpf behält der südkoreanische Publisher NCsoft offensichtlich bewusst in der Hinterhand, denn hier im Westen holt man vorher noch mit der anderen Hand aus, um Blizzard eine schallende Ohrfeige zu verpassen. GuildWars 2, das ist auf den Betaservern mehr als deutlich geworden, rekrutiert einen Großteil seiner Fans aus dem Lager der WoW-Spieler.
Und wer sich erst mal die Nächte in Guild Wars 2 um die Ohren schlägt und dabei die ungewohnte Abofreiheit genießt, wird sich vier Wochen später kaum aus dem Haus bewegen wollen, um beim traditionellen Mitternachtsverkauf für eine neue, teure WoW-Packung Schlange zu stehen. In dieser Hinsicht kommt das Release der WoW-Erweiterung zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Doch auch das ist eine Lektion, die Blizzard lernen muss, denn bisher waren es ausschließlich die anderen, die sich nach dem Giganten richten mussten.
Star Wars: The Old Republic - Potential = Spieler x 100?
Immerhin rund eine Million WoW-Abtrünnige gehen auf das Konto von Electronic Arts und BioWare, die sich gegen Ende vergangenen Jahres auf die Macht verlassen haben. Die ist ihnen jedoch mittlerweile ausgegangen und so zählt Star Wars: The Old Republic heute nur noch “gut über eine halbe Million” Spieler - ein Armutszeugnis angesichts der extremen Investitionssumme vom 200 Millionen Dollar, die man auf diese Art niemals einspielen wird.
Es muss also umgestellt werden - und zwar auf free to play - zumindest auf ein Hybrid-Modell mit optionaler Monatsgebühr. Das würde, so glauben Unternehmensführung und Analysten gleichermaßen, die alte Republik wieder auf Vordermann und nicht nur alle alten Spieler wieder zurück-, sondern auch ungeahnte Mengen an Frischfleisch in die Reihen von Republik und Imperium bringen.
50 Millionen neue Spieler für SWTOR?Michael Pachter, der als angeblicher Branchenexperte und gefeierter Analyst mittlerweile Kultstatus erlangt hat, sieht da sofort zehn Millionen Spieler auf die alte Republik zukommen, wenn es nicht gar 50 Millionen werden - das Hundertfache der aktuellen Spielerzahl also. Diese ausgesprochen optimistische Einschätzung sorgt bei Kritikern zwar für Verwunderung, da Pachter im vergangenen Monat noch behauptete, es gebe nicht mehr als sechs Millionen Zahlungswillige, EA freut sie dafür umso mehr über den öffentlichen Sinneswandel.






















