Für die geschätzte Hälfte aller MMOG-Fans hat das Warten bald ein Ende, denn Guild Wars 2 hat endlich einen offiziellen Release-Termin bekommen. Und Gott sei Dank wird das Spiel im Westen entwickelt und nicht in Asien - dann müssten wir nämlich noch länger warten, bis die Westernisierung abgeschlossen ist - ein in der Branche irrsinnig beliebter Begriff für einen Vorgang, der dringend abgeschafft gehört.
Es ist noch nicht lange her, dass das Prügel-MMO Blade & Soul in Südkorea in die Open Beta gestartet ist und schon räumt man einen Rekord nach dem anderen ab. Das Spiel sei beliebter als Diablo III und League of Legends, berichtet die südkoreanische Presse einhellig und feiert NCsofts Neuzugang schon jetzt als neuen König auf dem MMO-Thron.
Prädikat: besonders westernisiert
Klingt gut - insbesondere weil wir seit TERA Geschmack an jenem Action-Gameplay gefunden haben, das das Genre zumindest spielerisch zu revolutionieren scheint und gelangweilte Veteranen vor dem Sekundenschlaf bewahrt. Doch wann, lautet die berechtigte Frage, werden wir hier im Europa in den Genuss von Blade & Soul kommen?
Dazu möchte sich NCsoft nicht so gerne äußern. Später auf jeden Fall als in Asien. Immerhin muss der Titel ja noch westernisiert werden. Ach richtig - asiatische Spiele sind in ihrer Rohform für Europäer ja nicht spielbar. Doch wie kommt man in Entwicklerkreisen eigentlich zu dieser Annahme? Wer hat sich das ausgedacht und spielt der Westen wirklich so anders?
Die Geburtsstunde der Asiagrinder
Die Ursprünge des Westernisierungswahns liegen irgendwo in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts. Damals gab es eine Reihe wirklich guter MMOGs aus Fernost, die hier allerdings nur von einigen wenigen Insidern gespielt wurden. Mit der Verbreitung der DSL-Flatrates und dem damit einhergehenden Mega-Erfolg von World of Warcraft allerdings, drängten plötzlich unzählige Nachahmer aus Asien auf den Markt - mit zumeist schnell zusammengeschusterten, minderwertigen Plagiaten asiatischer und westlicher Qualitätstitel.
Und während die junge Spielergemeinde zumindest von dem einen oder anderen westlichen Titel gehört hatte, waren die asiatischen Ursprünge weitgehend unbekannt. Die Folge: man schmiss alle Produkte aus Fernost in eine Schublade und schrieb fett “Asiagrinder” darauf - eine Bezeichnung, die man noch heute immer wieder hört und die in den meisten Fällen auch zutrifft - doch längst nicht in allen.
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Viel Luft nach oben
Der Unterschied zwischen guten asiatischen und westlichen Spielen lag nämlich vorwiegend darin, dass asiatische Spiele nach oben hin kein Ende hatten - man die Maximalstufe kaum jemals erreichen würde und es selbst für Extremspieler immer noch Ausrüstung gab, von der man nur träumen konnte. Für den westlichen Abenteurer, der unbedingt alles haben muss, also ein unzumutbares Grindfest.
Für den Asiaten hingegen war es eine Option, die man sich offen hält, damit immer noch Luft nach oben bleibt und die Möglichkeit, seinen Stärkevorteil gegenüber anderen Spielern ein wenig weiter auszubauen, denn im Gegensatz zu den meisten westlichen MMOs setzten die Asiaten beim Endgame traditionell auf möglichst groß angelegte Auseinandersetzungen zwischen Spielern und darauf, dass man nicht nur gewinnen, sondern auch etwas verlieren kann.
























Wie wäre es einfach auch mal von diesem starren Bewertungssystemem abrücken, ein Game das kein PvP
Wie wäre es einfach auch mal von diesem starren Bewertungssystemem abrücken, ein Game das kein PvP bietet ist halt eben eins für reine PvE Spieler, und man vermerkt das am Ende- fertig, kein unnötiger Punktabzug[...]
Machen wir doch ohnehin schon so - sofern das PvE stimmig ist, ziehen wir nichts ab (siehe unseren Test zu Age of Conan: Rise of the Godslayer).
Wenn ein Publisher vorab allerdings vollmundig mit Eroberungen, Belagerungen, Welten-PvP und derlei Optionen wirbt und diese Dinge im Spiel nicht so funktionieren, wie man das erwarten darf, dann muss das auch bestraft werden.
Sie klappern eine Liste ab was ein Game haben muss, und wenn es das nicht hat gibts Punktabzug, und dann sich wundern wenn sich alle Games gleichen weil sie versuchen dieser Liste gerecht zu werden.
Bestes Beispiel ist für mich PvP. Jedes Game das kein PvP bietet kriegt gleich erstmal mächtig einen reingwürgt.
Wie wäre es einfach auch mal von diesem starren Bewertungssystemem abrücken, ein Game das kein PvP bietet ist halt eben eins für reine PvE Spieler, und man vermerkt das am Ende- fertig, kein unnötiger Punktabzug, der nur dazu führt das ein Einheitsbrei MMO das alles bietet (auch wenn es das vielleicht eher mässig tut) mehr Punkte erhält als eines, das bewußt den einen oder anderen Aspekt des Standards audblendet und sich eben an eine ganz bestimmte Zielgruppe richtet.
Gruß
Omni
Zusätzlich zu diesen Themen bin ich überzeugt, dass MMOGs einen entscheidenden Faktor verloren haben: Entdeckung. Wenn ihr euch an euer erstes MMOG erinnert, denkt ihr sicher oft an die Entdeckung neuer Gebiete. Vor allem an die Entdeckung des Unbekannten. Heuzutage ist das derart systematisch, dass man nie Probleme hat und alles im Vorhinein erwartet.
Selbst WoW (!) hat viele dieser Momente. Dieser Werwolf im SIlberwald beispielsweise, der zufällig kleine Spieler umgebracht hat, die es nicht kannten. Die verstreuten Drachen, gegen die man als einzelner eh nie eine Chance hatte. Es ist zwar nicht viel, aber genau diese Momente machen ein "Spiel" erst zu einem "Abenteuer". Abenteuer bedeutet nicht, jedes Gebiet exakt 10 Level lang zu besuc hen, die Quests abzugrasen und am Ende dazustehen, ohne jemals überrascht worden zu sein.
der toaster ist aber leider westernisiert, man bekommt den toast instant und hat keine gscheite levelkurve .....
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Wer sich mal etwas schlau über "The Repopulation" machen möchte. Seit kurzen gibt es auch eine kleine deutschsprachige Community. Viele Artikel wurden bereits ins dt. übersetzt. www.therepopulation.de
Waaas? Ist der auch hier drueben erhaeltlich? Gibts den auch in pink?!
Nächste Woche bringt Severin einen neuen Toaster raus, ich find auch Scheiße, dass es hier nicht drin steht.
Das ist kein Magazin sondern eine Kolumne >,< , vllt googlest du mal was das ist, das ist naemlich weder ein Spieletest noch eine Releaseuebersicht,,,. Arm.
Eine Westernisierung bringt immer einen gewissen Fluch mit sich. Ich habe bereits einige Asia-Grinder gespielt und es ist einfach eine ganz andere Spielweise, als der europäische der amerikanische Spieler gewohnt ist. Man erkennt aber an Tera und wird an B&S und Age of Wulin sehen, wie eine Westernisierung das Spiel ruinieren kann. Auch ein Grund für die Hinhaltetaktik von NCSoft bei B&S ist sicherlich, dass man das Ergebnis von Tera begutachten möchte.
Zu ArcheAge kann man nur sagen, dass XLGAMES genau überlegt und taktiert, sowohl bei der Wahl des Publishers für NA, EU und RU als auch bei der Überlegung, wie man bei einer "Westernisierung" vorgehen sollte.
Wir als deutsche ArcheAge Community haben unsere Vorschläge für ein vernünftiges Spielerlebnix weiter gegeben. Und das sieht eigentlich nur eine Übersetzung vor. Die Welt von ArcheAge bietet für jeden etwas. Sei es ein mehr asiatisches Chardesign (Das Volk der Hariharan, die singenden Lande usw.), mehr auf die westliche Mythologie angepasst (Elfen, Zwerge usw.) oder einfach nur das europäische Mittelalter (Nuianer, Marianopel usw.) Es muss bei ArcheAge nichts ausser der Sprache angepasst werden. Es ist weder ein Grindfest noch in sonstiger Art ein klassissches "Asia-MMO". Und nur, weil die Mehrheit der Spieler nur halbgare Informationen über das Spiel hat, wird nach einer Westernisierung geschrien (oder sie auc wehement verneint). Die bald kommende CBT5 wird das Zünglein an der Waage sein und das weitere Wohl und Wehe von ArcheAge mitbestimmen. Ich bin gespannt.
Greet
Fido
PR & Media
ArcheAge-Online.de
Ich hasse es wenn sie es dem Westen Anpassen was auch der Grund ist warum ich mich oftmals mit der Koreanischen Sprache beschäftige.
Ich zocke die meisten Asia-Games in ihrem Herkunftsland und komme da gut zurecht.
Da ich jetzt schon der totale AA Fan bin würde ich XLGames abknallen wenn sie es wem Westen anpassen würden, denn wenn dem so wäre würde ich 100% auf meine Deutschen mitmenschen verzichten
(was ich bei dem ganzen Kiddy Gedöns ja meistens eh murr) und da Spielen wo es einfach Spaß macht... Korea, China oder Japan. Denn ganz ehrlich wer ein bisschen was im Hirn hat wird auch dort keine Probleme haben, außer das es noch Herausforderungen gibt.
Also ich weiss echt nicht ob ich das unter Lernresistenz oder Realitätsverweigerung einordnen soll.
Was mir persönlich fehlt ist ein gutes Themepark-MMORPG, welches nach oben skalliert. Und zwar ohne auf massives Contentrecycling ala Hardmodes zurückzugreifen. WoW Classic und BC war so, danach haben sie's aufgegeben und die ganzen anderen Klone kopierten das auch noch. Und sind zurecht auf die Nase gefallen.
Ich habe auch derzeit keine Hoffnung, dass so schnell ein MMORPG erscheint, welches mir gefallen wird.
Grüße
Westernisierung sollte höchstens eine Übersetzung der Sprache anbieten, dabei aber optional auch die Originalsprache beinhalten. Schon bei Anime-Filmen ist es eine Unart, daß manchmal die japanische Tonspur fehlt. Wenn ich ein Anime sehe, dann müssen die Protagonisten japanisch reden, weil es viel besser in die Geschichte paßt und es hilft, sich besser in die Situation hinein zu versetzen. Wenn es als Zusatz eine deutsche Tonspur oder dt. Untertitel gibt, dann ist das völlig in Ordnung. Nur man kann nicht einfach etwas wegrationalisieren, weil man die Leute für doof hält.
Wenn ein Künstler ein Gemälde in Schwarz-Weiß zeichnet, kann man es im Nachhinein auch nicht einfärben, weil die meisten Leute lieber farbige Bilder ansehen. Spiele sind ja auch Kunst und sollten nicht radikal verändert werden, denn sonst verlieren sie ihre Botschaft, ihren Charakter, ihre Seele.
Ein "westernisiertes" Spiel verliert meist sogar schneller seine Spieler, als wäre es einfach so geblieben, wie es war.
Auf jeden Fall wieder ein hoch interessanter Artikel, der hoffentlich einigen Zwangsverbesserern die Augen öffnet. Niemand hat etwas dagegen, wenn ein MMO verbessert wird, z. B. neue Inhalte erhält oder mehrere Sprachen angeboten werden. Aber im Kern sollte die Entscheidung über Veränderungen IMMER bei den Original-Entwicklern liegen.
Hört sich an wie Everquest *gg*
Dinge die gerne in diesem Prozess geändert werden sind nunmal Levelkurven, Questxp und Dropchancen. In Spielen die sich in Asien größerer Beliebtheit erfreuen ist es oft genug so das man für Quest fast garkeine EP bekommt, stattdessen stehen die Leute Tagelang auf irgendwelchen Spots und grinden die Mobs (deswegen heißt es ja auch "Asiagrinder"), bei Drops ist es dann genauso, da Dropen einige Gegenstände so selten das man die Langsamm respawnenden Monster Wochenlang abfarmen muß.
Ich hab auch meine Zweifel das sich in Europa oder den USA großflächig Spieler finden lassen die sich Tagelang zum Stupiden Mobs hauen auf irgendeine Landfläche stellen oder eine Ini 20x besuchen bis der Boss überhaupt mal irgendwas dropt. Insofern halte ich eine Anpsassung durchaus für Sinnvoll, das die Anpassungen in die Hose gehen ist dann eher ein Zeichen dafür das die Verantwortlichen einfach keine Ahnung haben was man wie Anpassen muß damit das auch passt.
Blizzardisierung!
Seit WoW erwartet doch jeder, dass er alles bekomt und das auch sofort.
Ohne WoW wäre die MMO-Welt eine bessere *fg*
Oder auch "Milliarden Fliegen können nicht irren - fresst mehr Scheiße!"
und das ist doch nicht nur bei mmos zu finden
es kaufen dann einfach mehr leute ein Spiel
dadurch größerer Profit.
Es gibt einfach zu viele Spiele,
arbeit wird auch nicht weniger.
der Markt ist einfach übersättigt.
habe 1 Jahr EuRo gespielt, da wird man nicht an die Hand genommen wie bei SWTOR oder was auch immer, zum vergleich swtor habe ich 6 wochen gespielt
es war einfach nur langweilig einen Faden zu folgen.
Wo ich mir allerdings manchmal eine Westernisierung wünsche ist beim Graphikstil oder eine reduzierung der Effekte xD. Die schrecken mich nämlich meist von asiatischen Spielen mit eigentlich gutem Spielprinzip ab.
Ich sag schon seit Jahren, dass das "Leveln" ein veraltetes System ist, wenn einem Entwickler nichts mehr anderes einfällt. Bei TSW scheints auch ohne Spaß zu machen, wenn man es nur richtig umsetzt. Schade, dass ArcheAge in der Hinsicht wieder die alte Schiene fährt, aber in allen anderen Bereichen scheint es alles richtig zu machen. Jetzt muss nur noch ein Publisher her, der die oben erwähnte Westernisierung nicht anstrebt und nur eine gute Übersetzung des Spiels und vernünfte Server anbietet, dann kann das Spiel kommen.
Bei solchen Aussagen wird mir echt der Samen flockig. Meine Fresse, schaut doch mal über den Tellerrand und seht, was andere Entwickler so treiben. Wenn ich sehe, das solch uninspiriertes Getier an einem TES-MMO sitzt, krieg ich Falten am Sack. >.<
Bei ArchAge bin ich noch skeptisch... Es hat zwar sehr gute Möglichkeiten in der Sandbox und macht auch Spaß, nur kommt es mir so vor als gäbe es zu viel CC. Wenn es bei Release möglich ist einen Feind einfach mal im Stunlock zu halten, würde es mich wohl nicht lange halten, obwohl es super Möglichkeiten bietet.
irgendwie bekomme ich dabei lust mal wieder in eve zu investieren
(aber was macht ein bierbrauer als lead designer *pfeif*)
als alter Neocron und Everquest veteran, fühlt man sich heute in mmorpgs nurnoch unterfordert! gutes beispiel ist Aion, schon in der ersten deutschen version passte einiges nicht mehr so richtig und jetzt levelt man mitlerweile so schnell wie in WoW! damals hieß das 6mon leveln, viele leute kennen lernen und 3mon endgame...heute heißt das 1mon leveln, nichtmal ne handvoll leute kennen lernen, paar tage random dungeons und raids machen, aufhören!
schade, dass bei uns so viel neid und alles sofort haben wollen mentalität vorherrscht!