Headstart, Beta, Megapatch - als Spieler wird man derzeit umworben wie selten zuvor. Hunderte Onlinegames buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Doch die Freizeit ist begrenzt und das Budget auch. Wie lange kann die Branche ihr Angebot noch ausbauen, bevor das Kartenhaus in sich zusammenbricht? Wiped! hat die Nachrichten der Woche analysiert, etwas Feldforschung betrieben und ist zu einer erstaunlichen Erkenntnis gelangt.
In der Schule wurde mir einst beigebracht, dass Angebot und Nachfrage bei jeder Art von Gut miteinander in Zusammenhang stehen. Erhöht sich die Nachfrage bei unverändertem Angebot, wird bald der Preis steigen - wie an der Tanke zu Beginn der Ferien. Im Umkehrschluss sinkt der Preis, wenn die Nachfrage konstant ist und mehr Anbieter mit immer neuen und günstigeren Produkten um Kundschaft werben. Die schwächsten Unternehmen bleiben dabei auf der Strecke und verschwinden vom Markt.
Zocker stellen Wirtschaftstheorien auf den Kopf
So die Theorie. Tatsächlich scheinen derlei Gesetzmäßigkeiten jedoch keinen Einfluss auf die Unterhaltungsbranche zu haben. Würden die beschriebenen Regeln gelten, dürfte es die meisten Studios und Publisher gar nicht mehr geben, denn während die Zielgruppe nur recht langsam wächst, drängen ständig neue Unternehmen auf den Markt und das Angebot ist in den letzten Jahren geradezu explodiert.
Und trotzdem steigen die Umsätze. Je mehr Unternehmen vom Kuchen naschen, desto größer scheint der zu werden. Die Nachfrage nach Onlinegames geht also mit steigendem Angebot keineswegs zurück, sondern ganz im Gegenteil - sie steigt parallel dazu an. Haben wir hier tatsächlich das ökonomische Perpetuum mobile entdeckt? Ja - allerdings mit gewissen Einschränkungen.
Endorphine Online
Die Grenze bildet auch hier nämlich der finanzielle Spielraum der Zielgruppe. Onlinespiele kosten Geld, doch sie gehören unbestritten zu den preisgünstigsten Hobbys überhaupt. Ein Kinobesuch mit durstiger Freundin entspricht locker der Monatsgebühr von drei Onlinespielen. Preisbewusste Zeitgenossen stecken ihr Geld also lieber in Onlinespiele, spielen zwei davon dann selber und schenken das dritte ihrer Angebeteten.
Der potentielle Kunde ist also noch lange nicht am Ende seiner Möglichkeiten angekommen und könnte durchaus noch mehr in die Branche investieren, wenn er denn genügend Lust darauf hat. Und genau hier kommt der entscheidende Faktor ins Spiel: die Motivation. Ein gutes Spiel hilft bei der Ausschüttung von Glückshormonen und die wirken wie eine Droge - je mehr man davon hat, desto mehr möchte man spielen.
Brauhaus, wandernde Inseln, Tierkämpfe: Rundgang durch Pandaria



Bilderstrecke starten: Klicke auf ein Bild (50 Bilder)
WoW-Killer = Oxymoron
Und genau das stellt dann die bekannten Theorien von Angebot und Nachfrage auf den Kopf, denn je größer das Angebot an wirklich spaßigen Titeln, desto größer auch die Lust der Spieler auf mehr. Wer dauerhaft nur Murks zockt, der hat bald keine Lust mehr überhaupt noch zu spielen. Wer aber durch ein gutes Spiel gerade richtig angeheizt ist, hat kein Problem damit, auch noch mehr Geld in andere Titel zu stecken, um noch mehr Spaß und Abwechslung zu haben.
Den “WoW-Killer”, auf den Branchenexperten seit Jahren warten, wird es also niemals geben. Von jedem guten Titel, der neu auf den Markt kommt, profitieren gleichzeitig auch die etablierten Spiele. Die die Flaute der vergangenen Jahre war viel schädlicher für den Markt als die bevorstehende Spieleflut, die aller Voraussicht nach den Umsatz der Branche noch einmal gewaltig nach oben treiben wird.
























Viel Mehr interessiert mich was zur Zeit mit Guild Wars 2 los ist. Seit Freitag läuft die Beta,
Viel Mehr interessiert mich was zur Zeit mit Guild Wars 2 los ist. Seit Freitag läuft die Beta, aber man kommt kaum rein, ständige Abstürze und nun heißt es. "Ihr Account ist bereit, aber es findet zurzeit keine Beta statt"...aha.
Server heillos überlastet, Stresstest in dem Sinne also erfolgreich :D Also zumindest Samstag war ab so ca. 11 Uhr Vormittags langsam Schicht, meistens Disconnects, spielen war prinzipiell nur in den "Überlauf-Servern" möglich (was aber ohnehin keinen Unterschied zu den "normalen" Servern gemacht hat, sehr gute "Warteschlangen-Lösung"). Sonntags ab 14 Uhr gings bei mir aber problemlos, ob ANet die Server aufgestockt hat, oder viele Spieler entnervt aufgegeben haben, I don't know.
Man darf nicht vergessen dass GW2 noch in tiefem Beta-Status steckt, der in keiner Weise mit anderen "Public Betas" 2 Wochen vor Release anderer Spiele verglichen werden sollte, nur weil eine breite Masse an Vorbestellern mitmachen durfte. Ich hoffe du hast das als Feedback ins Forum gepostet, wie es sich für einen braven Tester gehört? :-)
Viel Mehr interessiert mich was zur Zeit mit Guild Wars 2 los ist. Seit Freitag läuft die Beta, aber man kommt kaum rein, ständige Abstürze und nun heißt es. "Ihr Account ist bereit, aber es findet zurzeit keine Beta statt"...aha.
community.tera-europe.com/.../tera-brief-an-die-community.html
"Dennoch wird die europäische Version des Spiels geringfügige Abweichungen zur nordamerikanischen und koreanischen Version beinhalten. Die einzige Gefahr für die Einstufung 12+ ist das Blut, welches bei der Tötung bestimmter Monster gegen den Bildschirm spritzt. Dieser Effekt wird in geringem Maß in der europäischen Version geändert."
Geringes Maß bedeutet: der Schieberegler kommt wieder und ggfls. (wahrscheinlich) wird das Blut, welches in den Bildschrim spritzt (eh total für den Arsch) schwarz gefärbt.
Zum Thema Nexon und EA:
Nexon - Service wie EA und Netzwerksicherheit schlechter als Sony *rfg*
Anstatt also die Kiddies solch ein MMO einfach konsumieren zu lassen, ohne darüber mit ihnen zu diskutieren, ist meiner Meinung nach verantwortungslos. Es gibt sehr viele schöne Spiele; z. B. Botanicula, die auch spielenswert sind und weitaus besser für ein Kind geeignet sind als diese 08/15-MMOs, die immer noch nach dem alten WoW-Prinzip funktionieren, nämlich killen, sammeln, aufheben.
Die Blut-Diskussion ist an sich schon lächerlich, weil sich ein gutes MMO bestimmt nicht dadurch definiert, wieviel Liter Blut pro Mob auf den Boden fließen. Ich als Erwachsener kann darüber nur verständnislos den Kopf schütteln.
„Von jedem guten Titel, der neu auf den Markt kommt, profitieren gleichzeitig auch die etablierten Spiele.“
„… es ist sehr wahrscheinlich, dass mehr frustrierte Spieler ihre Version wieder abbestellt haben, als es überhaupt Spieler der PEGI 12 Zielgruppe in TERA gibt.“