Wir befinden uns in der Mitte des zweiten Jahrzehnts massiver Online-Unterhaltung. Die ganze Branche ist von Blizzard besetzt. Die ganze Branche? Nein! Einige von unbeugsamen Spielemachern bevölkerte Studios hören nicht auf, dem Monopolisten Widerstand zu leisten. Der erbitterte Krieg um die Gunst der Onlinezocker ist seit der letzten Woche neu entfacht. In der aktuellen Ausgabe von Wiped! berichten wir wie immer fast live von den wichtigsten Schauplätzen.
Stillstand ist Rückschritt! So mahnen zumindest führende Wirschaftsexperten seit Generationen. Blizzard Entertainments Vizepräsident Frank Pearce scheint allerdings gute Gründe zu haben, die Sache in Bezug auf sein Baby ganz anders zu sehen. Klar, mit konstant 11,5 Millionen zahlenden Kunden lebt man auch über ein paar Jahre hinweg wie die Made im Speck. Die fetten Jahre sind jedoch möglicherweise gezählt. Sie werden schon bald von noch fetteren abgelöst – wenn es nach dem Blizzard-Chef geht.
Frank Pearce möchte mit Cataclysm verlorene Spieler zurückholen.Vielleicht rutschte es ihm im jüngsten Interview nur so raus, wahrscheinlich war es aber Kalkül, dass Frank Pearce ganz nebenbei einen Anstieg der Spielerzahlen in naher Zukunft ankündigte. Fest steht, dass der Herr des Schneesturms mit seinem optimistischen Ausblick einen Sturm der Begeisterung bei den Fans und einen der Empörung bei den WoW-Hassern ausgelöst hat. Wenn erst der Zorn des Lichkönigs über China und Cataclysm über die westliche Welt hereinbrechen, will Blizzard seinen derzeit eingefrorenen Siegeszug fortsetzen.
Das könnte den Entwicklern und Fans fernab von WoW eigentlich egal sein – wenn sich Blizzard nur damit zufrieden gäbe, neue Spieler zu rekrutieren. Pearce spricht allerdings auch offen aus, was bei der Konkurrenz für schlaflose Nächte sorgen dürfte: Blizzard will gezielt ehemalige WoW-Zocker nach Azeroth zurückholen.
Noch dürfen sich WoW-müde Spieler ausruhen. Doch bald geht es wieder los...Mit diesem Plan erklärt der Gigant quasi der gesamten Branche den Krieg. In nahezu allen anderen Welten ist man nämlich längst auf die WoW-Abtrünnigen angewiesen – die Publisher finanziell, die Bewohner aus bevölkerungs- und spieltechnischen Gründen. Als Kataklysmus wird eine schwere Katastrophe verstanden – und irgendwie scheint es spätestens seit der Prophezeiung von Frank Pearce nicht mehr ganz so sicher, dass sich das Ereignis ausschließlich gegen Azeroth richten wird.
In der Branche wird derweil auf Hochtouren gearbeitet. Die einen bauen ihre Titel aus, stellen sie auf neue Fundamente, die anderen setzen auf neue Ideen. Sollte Cataclysm wirklich mit voller Wucht einschlagen, bleiben wohl zuerst jene Welten auf der Strecke, die direkt am Marktführer ausgerichtet wurden. Etwas sicherer könnten vorerst hingegen alle Titel sein, in denen der Spieler ganz neue Wege beschreiten kann.
Mass Effect 3XBox 360, PC, PS3: 9.3.2012 Vorschau lesen
SyndicatePC, XBox 360, PS3: 23.2.2012 Test lesen
The Witcher 2: Assassins of KingsXBox 360: 17.4.2012
Ne Danke.
Du glaubst doch ned wirklich, dass WoW tatsächlich soviele Subscriber hat wie immer gern angegeben wird und das von den 11.5 Mio es tatsächlich 11.5 Mio Spieler sind? Blizzard/WoW's Spielerzahlen werden sehr stark durch Asiatische Spieler verzerrt.
Zum einem, ist die Bevölkerung in Asien um einvielfaches höher. 2/3 der WoW Spieler sind Asiaten, wobei EvE und die meisten anderen MMOs nur im "Westen" (USA, Europa, max. noch Russland) erhältlich sind.
WoW hat vlt 4 Mio Spieler aus USA/Europa zusammen. Das Abrechnungsmodell in Asien ist ein komplett anderes! Dort sind klassische Abonoments wie bei uns im Westen (wo man festen Betrag im Monat bezahlt) die Seltenheit! In Asien ist es üblich Spielzeit zu kaufen!
Was bedeutet das für die MMO Spielerzahlen konkret? Blizzard zählt nach aktivierten Accounts. Das heißt, jeder der sich ein Account erstellt, zählt automatisch als "Subscriber/Abonoment".
Da aber in Asien ein Account knapp 2$ kostet und man nach der erstellung immer Spielzeit kauft (z.B. 200 Spielstunden für 4$), kann das bedeuten, dass ein Account Jahrelang aktiv bleibt, solange Spielzeit drauf ist, auch wenn der Spieler seit 12 Monaten nicht mehr eingeloggt hat.
Das zusammen mit der Tatsache dass man nur die aktivierten Accounts zählt, verzerrt die Zahlen massiv und somit sind diese angaben von 11.5 Mio nicht Aussagekräftig.
Aber nicht falsch verstehen:
Andere MMO Publisher haben genau so verfälschte Zahlen, besonders jene die auch im asiatischen Raum ihre Spiele anbieten. Von daher, ist der Vergleich WoWs angaben an spieler mit EvEs Spielerzahlen total Bannane wie wenn man Äpfel und Birnen vergleichen würde.
Einzig aussagekräftig wären zahlen, der Spieler die in den letzten 60 Tagen aktiv waren, aber das machen die wenigsten Betreiber weil sie genau wissen, dass diese Zahlen sehr viel niedriger (um 50-60% niedriger) sind als "aktivierte Accounts".
Man benutzt die aktivierten Accountszahlen nur um den eindruck zu erwecken, viele Leute würden es spielen, weil größere Zahlen schöner und erfolgreicher aussehen als die tatsächlichen.
Ich finde es nichtmal wirklich "komplex", einfach langwierig ist es.
Natürlich ist es relativ zu den meisten andern MMOs komplex, aber nichts, was wirklich fordernd wäre.
(Außer man koordiniert ne Coporation mit tausend Mitgliedern, aber das nenn ich mal Ausnahme)
Die Sandbox ist ganz ok, die Wirtschaft ist super.
Aber sonst?
=> Excel!
ActivisionBlizzard muss man zugute halten, die MMOs in den Massenmarkt gebracht zu haben.
Aber eine hohe Kundenzahl bedeutet nicht automatisch eine hohe Qualität, siehe Bildzeitung.
WoW wird in den nächsten Monaten voraussichtlich Kunden verlieren, Star Craft dürfte einige abziehen und spätestens wenn Diablo III erscheint muss Activision offen sichtbar die Server zusammenlegen - da werden die serverübergreifende Inis nicht mehr ausreichen den Mangel an Spielern zu kaschieren *fg*.
das spiel ist so geil, so anders und ich
Ne EvE online zu spielen kommt mir zu extrem wie mit Excel Tabellen zu spielen vor. Bääh zu viel menus und zu wenig action. Wenn das Spiel so geil wäre wie du es meinst, müsste es nicht schon längst in millionen bereich sein? Btw fast jeder hat 2 accs oder mehr, daher von 300k würde ich sagen sind wirklich nur 150-200k Spieler.
aber schade irgendwie, das wow immernoch medial so gepushed wird. generell finde ich es fragwürdig menschliche exploitbarkeit generell unangesprochen stehen zu lassen...
und immer schön "werbung" zu streuen.
Und es haben sicher nicht 98 % der Käufer das Spiel noch aktiv.
das spiel ist so geil, so anders und ich als ewiger wow zocker, hab sehr lange dieses spiel gespielt.
nur die fehlende synchonisation, vor allem bei so nem komplexen game, schreckt ab
Mal wieder gibts ne extrawurst für WoW...