Gemeinsam mit der Pflanzenwelt erblüht in diesen frühsommerlichen Tagen auch die Games-Branche und der Stapel an Infos, den uns unser Kolumnist in dieser Woche mitgebracht hat, erlaubt keine langen Worte der Einleitung. Entsprechend geht es gleich zur Sache - zur besseren Übersicht in alphabetischer Reihenfolge.

Ashes of Creation - Champagner wird fließen

Und nicht nur im Alphabet steht Ashes of Creation ziemlich weit vorne, sondern auch auf Kickstarter. Mit aktuell beinahe 2,5 Millionen Dollar Einnahmen bei noch beinahe einer verbliebenen Woche, wird das MMORPG schon jetzt als bis dato erfolgreichstes Projekt seiner Art auf der Crowdfunding-Plattform gefeiert.

Angesichts der bisherigen Erfahrung mit Kickstarter-Kampagnen gehen Experten davon aus, dass sich der Crowdfunding-Zähler irgendwo bei drei Millionen Dollar einpendeln wird. Bemerkenswert ist, dass die Unterstützer durchschnittlich 177 Dollar in Ashes of Creation gesteckt haben. Ein stolzes Sümmchen, denn selbst Star Citizen brachte es nur auf rund 83 Dollar pro Kopf.

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Das Fieber neu entfacht

Das ist durchaus erstaunlich, weil Experten schon das Ende des Kickstarter-Fiebers prognostiziert hatten, zeigt jedoch umso mehr, dass die Studios jetzt weniger auf das Kleingeld der Masse setzen, als auf eine Kern-Community, in der bereitwillig das Vielfache des branchenüblichen Anschaffungspreises in die berühmte Katze im Sack investiert wird, mit dem Unterschied, dass man im vorliegenden Fall erst in einigen jahren in den Sack hineingreifen kann.

Trotzdem ist der vorläufige Ashes of Creation ein gutes Zeichen für das gesamte Genre, zeigt es doch, dass durchdachte Kickstarter-Kampagnen nach wie vor erfolgreich sein können und dass immer noch Interesse an einem hochwertigen MMORPG besteht. Dass Ashes of Creation zumindest optisch hochwertiger wird als manch anderer Indie-Vertreter, das belegen immerhin schon mal die hübschen bewegten Bilder. Zudem - wer kann einem Spiel schon widerstehen, in dem man selber in die Haut eines Monsters schlüpfen kann?

Dark and Light - Frankensteins Element

Hübsche Bilder gibt es auch von Dark and Light, dessen geplanter Early Access unlängst bis auf “später in diesem Jahr” verschoben wurde, weil man das, was man bislang gebastelt hat, noch ordentlich auf Hochglanz polieren müsse. Und das kann ja nicht verkehrt sein, oder? Immerhin rückt das Team hin und wieder neue Infos zum Spiel und seinen Mechaniken heraus.

Aktuell sind es die Elementarbegleiter, über die das Team berichtet, so etwas wie Pets, voll einsatzfähig und mit individuellen Eigenschaften versehen. Welche das sind, richtet sich wohl nach den Bausteinen, aus denen sich das Elementar zusammensetzt, den Kernen. Die stammen aus den erlegten Feinden - falls man sich also gefragt hat, aus welchem Grund Spieler auf die Jagd gehen sollten - voilà.

Elite: Dangerous - für Muttern

Die Gründe, aus denen Spieler zur Videobearbeitung greifen und einen Machinima-Streifen basteln, sind da schon vielfältiger. Manch einer tut es für Ruhm und Ehre, andere zur Demütigung ihrer Feinde und wieder andere für die werte Frau Mutter. So auch Turjan Starstone, der sich allein der Mittel bediente, die ihm die Space-Simulation Elite: Dangerous eröffnete.

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Damit sicherte er sich nicht nur den ersten Preis des CTRL-ALT-SPACE-Kurzfilmwettbewerbs, sondern auch so manches Tränchen seiner neuen Fangemeinde. Die trauert nun mit dem kreativen Machinima-Künstler um dessen Mutter, die es auf diese Weise nach ihrem Tod noch zu einer Legende gebracht hat. Und wer weiß, vielleicht ist ja auch David Braben derart berührt von der Geschichte der toten Lady, dass er eine Raumstation nach ihr benennt - es wäre nicht das erste Mal.

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