Das MMO-Genre sei tot, behaupten viele Spieler und verweisen auf einen kaum unterhaltsamen Berg digitaler Unterhaltung, auf Welten, die keine sind und auf Spiele, in denen man kaum spielerische Elemente findet. Alles vollkommen richtig, findet unser Kolumnist, und glaubt doch immer noch an die Zukunft der persistenten Multiplayer-Unterhaltung. Warum? Lest am besten selbst.

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Kein Artikel erscheint zum Thema MMO, unter dem nicht irgendein Leser das Genre als tot deklariert, um dann meist noch zu elaborieren, dass World of Warcraft doch das einzige seiner Art sei, dass es zu spielen lohne. Der gleiche Tenor also, den die Masse zum Erscheinen jedes neuen Titels angestimmt hat und mit dem sie nicht ganz unbeteiligt war am Misserfolg des einen oder anderen.

Zumindest der Rubel rollt

Dabei geht es dem Genre längst nicht so schlecht, wie sich das für uns so kurz nach der Winterpause anfühlt. Nicht nur World of Warcraft läuft finanziell rund, auch Final Fantasy XIV, EVE Online, Star Wars: The Old Republic, The Elder Scrolls Online, Black Desert, Star Trek Online und viele weitere spielen Jahr für Jahr dreistellige Millionenbeträge ein.

Wiped! - Die MMO-Woche - Mehr Geld als Verstand

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Wer hätte das zum Release gedacht: Star Trek Online, das zum Release krass hinter den Erwartungen der Community zurückgeblieben war, gehört heute zu dem lukrativeren Spielen des Genres.
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Das mag dem einen oder anderen von uns nicht schmecken, mangelt es zumeist an spielerischer Tiefe und Innovation, doch in finanzieller Hinsicht geht es dem Genre prächtig und die ausbleibenden Neuerscheinungen helfen den oben genannten Titeln und sind allenfalls den langen Entwicklungszyklen geschuldet, denn tatsächlich sind aktuell mehr Titel in der Entwicklung als je zuvor und neben den unzähligen Indie-Studios versucht mit Amazon auch noch ein ganz neuer großer Player sein Glück mit einer Sandbox-Welt.

Gewusst wie...

Das heißt natürlich noch lange nicht, dass die ganzen neuen Titel auch gelingen werden. Im Gegenteil: Die Masse der Projekte, das wissen wir aus Erfahrung, wird entweder zwischenzeitlich eingestellt oder funktioniert am Ende nicht so, wie sich das die Entwickler in der Theorie ausgemalt hatten. Doch wenn sie scheitern, das ist mittlerweile auch klar, dann in den meisten Fällen am fehlenden Know-how.

Denn angesichts von Hunderten Millionen Spielern, der derzeit auf einen neuen Titel warten, ist die Investitionsfreudigkeit nach wie vor hoch und die Studios haben zum Start bisweilen mehr Geld als Verstand, hauen dann aber immer neue, komplexe Features ins Spiel hinein, die sie am Ende nicht mehr unter Kontrolle bekommen.

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