Jungfernfahrt für einen Hoffnungsträger, ein neues Kapitel für eine unendliche Geschichte und ein Gigant, der weiter wächst. Drei von vielen Themen, die unser Kolumnist in dieser Woche für uns ausgegraben hat. Und dann wäre da noch der Publisher, Spieler mit dem Gefühl von Stolz und Leistung belohnt - für ein kleines Entgelt, versteht sich.

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Update vom 17. November

Nach heftiger Kritik hat EA die Mikrotransaktionen mittlerweile aus dem Spiel entfernt. Allerdings nur vorläufig, denn sie sollen überarbeitet wieder ins Spiel kommen. Kritiker werfen EA vor, durch diesen Schritt die Verkäufe zusätzlich ankurbeln zu wollen, ohne tatsächlich einsichtig zu sein.

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Wenn man die Kolumnen der letzten Wochen verfolgt hat, könnte man tatsächlich annehmen, ich sei zum EA-Basher geworden, suchte mir den Publisher gezielt heraus, um ihn zu verunglimpfen. Tatsächlich jedoch bin ich nur der Überbringer von Nachrichten. - Geschrieben werden sie von anderen. Und die Jungs von Electronic Arts sind da aktuell ganz besonders fleißig.

Teil 2 ist noch besser!

Das liegt natürlich vor allem an Star Wars: Battlefront 2, über dessen aktuellen Erfolg man sich natürlich riesig freut. Ein Erfolg, der erneut zeigt, wie gespalten die Gamer-Community eigentlich ist. Obwohl ich mittendrin stecke in Clans, Spielergemeinden, Streaming-Communitys und einem Freundeskreis, in dem ziemlich viel gezockt wird, ist das neue Battlefront II nirgendwo ein Thema.

Besonders aufgefallen ist mir dieses Phänomen auch schon bei Destiny 2. Während der erste Teil noch eine Handvoll Leute in meinem Freundeskreis dazu ermutigte, hier und da etwas davon zu erzählen oder zu posten, herrscht um den Nachfolger komplette Funkstille. Nun bricht Star Wars Battlefront II alle Rekorde und ich kenne tatsächlich niemanden, der es spielt. Ach ja - und erinnert sich noch jemand an Titanfall 2? Nicht?

Wenn es also nicht die Hardcore-Gamer-Liga ist, in der diese Verkaufsschlager gezockt werden, wo dann? Die Antwort liegt nahe: in den Wohnzimmern der Casual-Zombies, die jeden Euro, den sie übrig haben, in einen der Titel pumpen müssen, die sie irgendwo auf den Werbeplakaten in U-Bahnhöfen oder an Bushaltestellen erspäht haben. Sie machen sich nicht schlau, sie hinterfragen nicht und sie interessieren sich auch nicht für Diskussionen wie diese.

Der Erfolg gibt ihnen recht

Sie konsumieren - und zwar blind was auch immer ihnen die Industrie vorsetzt. Umso besser, wenn da noch eine Nummer am Titel hängt, die schon zeigt, wie genial das Game sein muss, besser noch als der Vorgänger. Ganz ehrlich: Mich gruselt es vor dieser Sorte Gamer. Mit ihrer sinnlos verballerten Kohle, ihrer Anspruchslosigkeit und Oberflächlichkeit ruinieren sie die Branche.

Sie überzeugen die Publisher vollends davon, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da wird schon mal, wie bei Activision neulich, ein Patent auf einen Algorithmus angemeldet, der auf die menschliche, gerne auch kindliche Psyche abzielt und gezielte Pay-to-win-Begehren beim Spieler erzeugt. Gedanken um Qualität und Spielspaß? Lohnt nicht mehr, solange man genügend ausgebuffte Methoden findet, das Spiel und den normalen Fortschritt zu strecken, um die Kunden möglichst lange und satt abzuziehen, bevor die bemerken, was da Sache ist.

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