Star Citizen - Sci-Fi-Stadt Frankfurt

Natürlich werden mit der Entscheidung von CCP nicht alle VR-Bemühungen der Branche verschwinden, doch werden vermutlich vor allem jene Titel erfolgreich sein, bei denen die VR-Anbindung optional ist. So wie bei Star Citizen, dessen treuesten Fans in der vergangenen Woche ein kleines Stelldichein in Frankfurt hatten. Eines, bei dem das Thema VR auf jeden Fall keine sonderlich Rolle spielte.

Dabei ging es durchaus um Technisches. Um den Bau gigantischer virtueller Städte durch eine clevere KI zum Beispiel, die sämtliche Gebäude miteinander verknüpft, die Verteilung der Räume plant, NPC aufstellt und jede Einrichtung mit einer Funktion versieht, ohne dass die Entwickler dabei noch einmal Hand anlegen müssten.

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Ich kauf mich reich!

Technisch, so wird in Frankfurt einmal mehr klar, hat Chris Roberts die Nase ziemlich weit vorn. Kein Spiel da draußen ist ambitionierter als Star Citizen. Und doch stellt sich wieder einmal die Frage, wann und ob das alles überhaupt mal halbwegs solide veröffentlicht werden kann, wie sich die hübschen Städte in die virtuelle Galaxis einfügen werden und welchen Sinn die Gebäude schließlich im wirtschaftlichen Gesamtkontext bekommen. Nimmt sich Roberts tatsächlich ein Beispiel an der Sandbox-Wirtschaft in Egosofts X3-Reihe? Zu wünschen wäre es.

Und dann wären da noch die Fragen der Finanzierung. Nach der Veröffentlichung, so erklärte Roberts, könne man Star Citizen als Paket erwerben und sich Credits dazukaufen oder sie im Spiel verdienen. Außerdem gebe es noch andere Angebote, darunter Abonnements für Leute, die Community-Inhalte unterstützen wollten.

Die Sorgen, Star Citizen könnte zu einem gewaltigen Pay-to-win-Projekt werden, konnte oder wollte Roberts auf dem Event anscheinend nicht aus der Welt räumen. Und auch der Deal mit Intel, bei dem man “zeitlich limitiert” eine exklusive Sabre Raven für seinen Star-Citizen-Hangar bekommt, wenn man eine bestimmte SSD-Festplatte des Herstellers kauft, dient nicht gerade als vertrauensbildende Maßnahme.

Chronicles of Elyria - unter den Rock geschaut

Vertrauen soll wohl auch der aktuelle Trailer zu Chronicles of Elyria aufbauen, einem Indie-MMORPG, dem bisweilen vorgeworfen wird, nichts zu bieten, was man nicht schon dutzendfach gesehen und gespielt hätte. Und so nimmt sich das Team um Vye Alexander sechseinhalb Minuten Zeit, die Kritiker mit den Besonderheiten des Spiels und den Fortschritten, die man während der Pre-Alpha vorzuweisen hat, vertraut zu machen.

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Dazu zählt Unterwäsche ebenso wie die Möglichkeit, in eine andere Gewichtsklasse zu geraten. Mit anderen Worten: Man kann fett werden. Überhaupt müssen sich Spieler von Chronicles of Elyria darauf einstellen, dass es hin und wieder mal ungemütlich werden kann, denn eine gute Geschichte, so versichert der Executive Producer, bringe Menschen in unangenehme Situationen und führe sie über ihre Grenzen hinaus. Na, das kann ja heiter werden.

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