Ein Troll kann nur gewinnen

Für solche Trolle steht bei der ganzen Angelegenheit nicht mehr auf dem Spiel als ein gutes Computerspiel. Wenn sie dessen Veröffentlichung sabotieren, können sie sicherlich damit leben, zudem sie sich später eben damit brüsten können, als Gegner des Ganzen auf der richtigen Seite gestanden zu haben.

Für Roberts hingegen geht es um nicht weniger als sein Lebenswerk und seine berufliche Existenz, da ist eine kühle und professionelle emotionale Distanz unbedingt geboten, auch wenn das in einer derart gläsernen Produktion sicher nicht immer einfach ist. Terminliche Verbindlichkeiten gehören bei einem solchen Projekt auf jeden Fall intern behandelt und unter Verschluss.

Wer als Projektchef einen Termin für ein Update nennt, muss auch davon ausgehen, dass man ihn steinigt, wenn man sich um Monate verspätet. Chris Roberts ist lange als Heilsbringer gefeiert worden und hatte Narrenfreiheit. Langsam ist allerdings die Zeit gekommen, dass er sich auf Widerstand einstellen und strategisch cleverer agieren muss, sonst zerreißen ihn die Trolle bald in der Luft. Doch genug von den Trollen, widmen wir uns lieber mal anderen Wesen.

Dark and Light - ach, wie süß!

Zum Beispiel den Goblins. Die werden in den meisten Welten nicht minder widerlich dargestellt als ihre großen Vettern, die Trolle. Nicht so allerdings in Dark and Light. Dort wird dem gemeinen Goblin eine ziemlich interessante Rolle zuteil, die weit über einen Auftritt als Anfängermob hinausgeht.

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Denn die niedlichen Goblins lassen sich, nachdem sie einmal besiegt wurden, prima quälen und schließlich abrichten. Sie dienen dann, wie so manches Wesen in Dark and Light, als niederes Fußvolk im Kampf um die Herrschaft über die hübsche Fantasy-Welt von Ganareth. Außerdem sind sie prädestiniert zum Bedienen von Ballisten, wie das jüngste Video aus dem Early-Access-Game zeigt, das sich aktuell erfreulich schnell entwickelt und manch älteren Konkurrenten in Sachen Qualität und Umfang bereits hinter sich gelassen hat.

Albion Online - Joseph im Anmarsch

Großem Konkurrenzdruck ist Albion Online derweil nicht ausgesetzt. Dafür ist das MMORPG einfach zu speziell, bedient einen ziemlich eigenen Fankreis und konnte so zum Release so manche Erfolgsmeldung schreiben. Seit einer Weile ist es allerdings etwas ruhiger geworden um das Spiel aus Berlin, auf Twitch findet es längst nicht mehr das Publikum, das es einst hatte und manche Clans klagen über die Inaktivität vieler Mitglieder. Das Phänomen ist nicht neu für ein MMORPG und bedeutet für gewöhnlich: Es ist zu wenig Content im Spiel.

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Höchste Zeit also für die erste Erweiterung nach Release. Die soll am 27. September aufgespielt werden, trägt den eigenwilligen Namen “Joseph” und beschert uns kein herbstliches Tiefdruckgebiet, sondern allerlei Annehmlichkeiten wie eine Verbesserung der Benutzerführung, eine Quick-Cast-Mechanik und dergleichen mehr. Vor allem aber bringt Joseph eine Arena ins Spiel, in der zwei Gruppen zu je fünf Spielern gegeneinander antreten.

Kaum verwunderlich, dass ein solches Element für jede Menge Diskussionsstoff innerhalb der Community sorgt. Einige Fans befürchten, dass sich Albion Online, eigentlich mal als Sandbox-Game angekündigt, nun Schritt für Schritt weiter in Richtung instanzierter Inhalte bewegt. Mit anderen Worten: Wer braucht schon ein Dota-Minigame innerhalb eines MMORPG? Doch geben wir Joseph eine Chance, vielleicht wird die Arena ja ein Knaller.

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