Nachdem sich unser Kolumnist am vergangenen Wochenende auf der ESL One unter das Gamervolk gemischt hat, um die Entwicklung von Dota 2 und E-Sport im Allgemeinen zu erleben, ist es jetzt wieder an der Zeit, einen Blick in die MMO-Ecke zu werfen. Dort sorgen die üblichen Verdächtigen für Schlagzeilen, die wir auch diesmal wieder für euch sortiert und kommentiert haben.

ARK: Survival Evolved - Gigantomanie

Nicht nur im Alphabet ganz vorne dabei ist auch diesmal wieder ARK: Survival Evolved. Das Dino-Survival-Game kommt auch nach der großen E3-Ankündigung rund um den neuen Modus samt spielbarer Tierwelt nicht zur Ruhe. Aktuell ist die riesige Karte um den Redwood Forest erweitert worden. Außerdem wurden der kalte Norden noch einmal ordentlich ausgebaut.

Nicht minder gewaltig ist dann auch der jüngste Vertreter in der wundersamen Fauna von ARK. Der Titanosaurus macht seinem Namen alle Ehre und ist tatsächlich eine der größten Kreaturen, die je durch ein Spiel dieser Art gewandelt ist, zudem er natürlich zähmbar ist und eine komplette Kriegsbasis auf seinem Rücken tragen kann. Wenig Wissen allerdings gibt es darüber, wie sich die kleine Echse auf offiziellen PvP-Servern so macht, die für gewöhnlich unter allzu großen und mächtigen Dinos leiden.

Star Citizen - die Flotte wächst

Derweil geht es bei Star Citizen weniger um die schiere Größe als um die Anzahl der Raumschiffe, die zum Spielbeginn durchs All düsen werden. Eine Million wird es davon nun mindestens geben, wahrscheinlich kommt bis zum Release noch eine Unmenge dazu. Und während sich Chris Roberts über die 116 Millionen Dollar freut, die man mit dem Verkauf virtueller Vehikel für die Space-Opera schon im Vorfeld eingespielt hat, fragen sich Kritiker einmal mehr, wie ausgeglichen das Spielerlebnis sein kann, wenn der zahlungskräftige Teil der Spielerschaft mit Kriegsgerät in ein MMO startet, das sich gewöhnliche Spieler erst hart erarbeiten müssen.

Wiped! - Die MMO-Woche - Ehre, wem Ehre gebührt

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1,3 Millionen Unterstützer besitzen eine Million Schiffe. Wenn das mal keinen Streit gibt...
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Immerhin geht es aktuell spürbar voran mit der Entwicklung von Star Citizen selber. Nachdem Update 2.4 erstmals einen Hauch von Persistenz ins Spiel gebracht hatte, steht nun ein volles System auf dem Programm, das eine Milliarde Kilometer umfasst samt prozedural generierter Planeten. Und weil die CryEngine eigentlich gar nicht entwickelt wurde, um derart viele Objekte zu simulieren und mit Star Citizen an ihre Grenzen kommt, schreibt man sie aktuell nach eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen um. Wozu hat man denn ein Studio im hübschen Frankfurt, einer Stadt, die nach dem Brexit ohnehin noch so manchen Publisher anlocken dürfte?

Conan Exiles - bleibt wegen Reichtums geschlossen

Das gilt natürlich nicht für Leute von Funcom, die sich in Norwegens Hauptstadt ziemlich wohl fühlen, auch weil sie es in Zeiten der Not immer wieder geschafft haben, dort zusätzliche finanzielle Mittel an Land zu ziehen. Die jüngste Finanzspritze hat sogar dermaßen viel Druck von den Schultern der Entwickler genommen, dass man kurzerhand die komplette Planung umgeschmissen hat.

Der für September angesetzte Start des Early-Access-Programms für Conan Exiles ist gestrichen. Als neuen Termin hat man den Januar das kommenden Jahres ins Auge gefasst. Was für Ungeduldige kaum nachvollziehbar ist, bedeutet tatsächlich eine Menge Zeit für Joel Bylos und sein Team, Conan Exiles “zu einem besseren Spiel” zu machen. Denn das muss es vor allem auch im Vergleich zu ARK: Survival Evolved sein, um im Early Access nicht sofort von den Spielern niedergemacht und in die Versenkung geschickt zu werden, aus der es nie wieder auftauchen würde.

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