Da sind wir also angekommen im neuen Jahr und manch einer mag sich fragen, was uns nun konkret an genießbarem MMO-Futter erwartet, welche Spiele es aus den vielen Early-Access-Programmen schaffen, welche möglicherweise auf der Strecke bleiben und wie es überhaupt um das marode Genre bestellt ist. Höchste Zeit für die alljährliche, große Inventur.

Für einige von uns war das Jahr 2016 eine herbe Enttäuschung, brachte es die Welt der elektronischen Unterhaltung doch keinen Schritt weiter. Spielerisch fade Tech-Demos für überteuerte VR-Geräte, Fortsetzungen künstlich hochgejubelter Spielereihen, dazwischen zumindest ein paar nette Indie-Titel für zwischendurch.

Viel Geld, wenig Spaß

Echte Fortschritte, grandiose Ideen und spielerische Innovation fanden wir 2016 kaum oder mussten schon bereit sein, die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen der Early-Access-Projekte zu suchen, von denen ein großer Teil ohnehin nie vollendet wird, weil man sich und den Umfang einer solchen Entwicklung auf die eine oder andere Art überschätzt hat.

Dabei sollte es am Geld wahrlich nicht scheitern, war 2016 doch das fetteste Jahr in der Geschichte spielbarer Medien. 91 Milliarden Dollar schaufelten wir insgesamt in die Kassen der Publisher, 34 Milliarden davon wanderten allein in PC-Games und Mikrotransaktionen. 34 mal 1000 Millionen - unvorstellbar viel Geld und ein Trauerspiel, wenn man bedenkt, wie wenig uns Spielern als Gegenleistung aufgetischt wurde.

Wiped! - Die MMO-Woche - 2017

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Frohe Weihnachten! Für die Publisher gab es 2016 eine schöne Bescherung - für uns Spieler weniger.
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Quo vadis?

Doch was ist mit all dem Geld geschehen? Haben Activision, Electronic Arts, Ubisoft und Konsorten uns Spieler überhaupt noch auf dem Radar? Ist es für Firmen wirtschaftlich überhaupt noch sinnvoll, innovative Experimente zu wagen, wenn der Großteil der Zocker sein Taschengeld offenbar völlig hirnlos in virtuellen Schund ballert und lieber großen Namen und fetzigen Werbetrailern folgt als einem guten Konzept?

Umso interessanter die Frage, was uns denn nun im kommenden Jahr wirklich erwarten wird. Geht das MMO-Genre weiter den Bach runter? Serviert man uns weiterhin faden Einheitsbrei, WOW- und DotA-Klone? Wir haben eine kleine Liste an Spielen in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt. Spiele, auf die wir uns 2017 freuen können, dürfen oder sollen, auf dass wir die 34 Milliarden der Industrie noch einmal toppen:

Albion Online - Sand im Getriebe

Eigentlich hätte Albion Online schon im vergangenen Jahr fertig werden sollen. Doch eine Open-World-Sandbox lässt sich eben nicht ganz so einfach entwickeln und die Idee von einer Welt mit PvP, Housing und dynamischer Wirtschaft hat dem internationalen Team des Berliner Indie-Studio sicherlich so manche schlaflose Nacht beschert.

Der Clou: Obwohl Albion Online auf allen erdenklichen Geräten inklusive Telefonen läuft, hat es wenig mit den üblichen Handy-Games gemeinsam. Nach Entwicklerangaben läuft das MMO aktuell tatsächlich in der finalen Beta. Wie lange die nun tatsächlich noch andauern wird, lässt sich zwar nicht prognostizieren, doch ist ein Release im Laufe des Jahres relativ sicher.

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