WILDLIFE PARK TEST (PC)
(von Christian Pfeiffer)

Tiger brüllen, Affen kratzen, Gazellen springen und Kinder lachen. Ein geglückter Zoobesuch stärkt die Familienbande und die putzigen, gefährlichen oder majestätischen Tierchen verzaubern Jung und Alt.

Der deutsche Entwickler Novatrix beauftragt Sie in der Simulation »Wildlife Park« mit dem Aufbau eines eigenen Tierparks, der den Besuchern glückliche Nachmittage bescheren soll.

Das Tolle am Zoo ist, dass Eltern und Kinder gemeinsam Spaß haben. Gleiches dürfen Sie auch beim Kauf dieses Spieles erwarten: Aufgrund eines schnellen Einstiegs, attraktiven Settings und vor allem dank Gewaltfreiheit bietet sich »Wildlife Park« als optimales Spiel für die ganze Familie an. Da bauen Papa und Sohn nur allzu gerne am neuen Bärengehege, während sich die Damen des Hauses lieber um den niedlichen Schimpansennachwuchs kümmern.

Weiße Tiger inklusive Grundsätzlich steht der Wirtschaftsaspekt eher im Hintergrund, hier darf man sich zeitweilig ausschließlich um die Einrichtung der Gehege und das Wohlergehen der possierlichen Zoobewohner kümmern.

Mit über 45 verschiedenen Arten bietet Novatrix Ihnen nur allzu gute Bekannte aus dem echten Leben: Raubkatzen aller Couleur, kuschelige Teddybären, die ganze Affenbande vom Gorilla bis hin zum

zum Schimpansen, die sanftmütigen, aber zugleich faszinierenden Delfine und viele weitere Tiere. Ein paar exklusive Arten lassen sich ebenfalls im eigenen Tierpark ansiedeln: Weiße Tiger haben ab sofort nicht nur Siegfried und Roy, und wer will, kann als zusätzliche Attraktion weiße Haie kaufen. Damit Ihren künftigen Besuchern der Nachmittag auch Spaß macht, müssen ihnen die Tiere ein paar Kunststückchen bieten und dürfen nicht nur lethargisch in der Ecke hängen. Letzteres passiert schnell, sobald sie sich vernachlässigt oder unwohl fühlen. Dann gilt es, den Ursachen für das befremdliche Verhalten auf den Grund zu gehen. Wird stets frische Nahrung gereicht? Fehlt es im Gehege an besonderem Spielzeug? Möchten die Tiere gerne Baden gehen? Oder fühlen sie sich aufgrund von zu wenigen Artgenossen einfach nur einsam? Eine Vielzahl von Faktoren bestimmt das Verhalten unserer animalischen Freunde.
Auf die Pflege kommt es an Also gilt es die benötigen Gegenstände, Artgenossen oder Pflanzen zu kaufen und gegebenenfalls das Personal des Parks aufzustocken.

Eine einzelne Tierärztin ist für den ganzen Park nicht ausreichend, ein Pfleger mit zehn zugewiesenen Gehegen hat zu viel zu tun, als dass er alle seine Schützlinge gleichmäßig und gerecht versorgen könnte. Als Spiel-Modi werden eine 24 Missionen lange Kampagne inklusive Tutorial geboten, sowie das freie Endlosspiel. Während im ersten Fall konkrete Ziele erfüllt werden müssen, bauen Sie im zweiten einfach nach Lust und Laune drauf los.

Terrain und Klimazone - Pinguine fühlen sich in der Wüste relativ unwohl - ausgewählt, Startsumme bestimmt und das Vergnügen beginnt.Überholte Grafik-Engine
Neben dem erfrischenden, kurzweiligen und einfach Spaß machendem Gameplay lassen sich aber auch Kritikpunkte aufzeigen. In der Technik versagt »Wildlife Park«.

Die Grafik basiert auf einer 2D-Engine, die schon vor mehr als fünf Jahren kaum noch jemanden vom Hocker gehauen hätte. Das Spiel muss es sich sogar gefallen lassen, wenn es als noch einen Tick technisch rückschrittlicher als das vor knapp zwei Jahren erschienene »Zoo Tycoon« von Microsoft bezeichnet wird. Zwar wurden alle Tiere mit wirklich vielen Animationen versorgt, hübsch anzusehen sind diese leider in den meisten Fällen nicht. Der Soundtrack glänzt mit gepflegter Langeweile und immer wiederkehrenden anspruchslosen Tracks.

Entgegen kommt die schwache Technik sicherlich Benutzern älterer PCs, denn die Hardware-Anforderungen halten sich in Grenzen.