Eigentlich sehr interessant, dass fast niemandem aufgefallen ist, dass die Wii U, die von vielen nicht als Next-Gen-Konsole angesehen wird, mehr Spiele in der Pipeline hat, die in nativen 1080p und mit 60 FPS laufen, als die tatsächlichen Next-Gen-Konsolen von Sony und Microsoft.

Wii U - Die Wii U hat mehr kommende Titel in 1080p und 60 FPS als PS4 und Xbox One

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Bayonetta 2 ist eines der Spiele in 1080p*60FPS
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Cinemablend hat sich die Mühe gemacht, mal auf die Release-Listen für die Wii U, die PS4 und die Xbox One zu schauen und dabei interessante Fakten entdeckt. Gerade die Fanboys der PS4- und Xbox-One-Lager scheinen sich vor allem auf zwei Punkte zu stürzen: Auflösung und Frames per Second. Alles unter 1080p und 60 FPS ist in ihren Augen nicht Next-Gen und damit nicht ihres Geldes würdig.

Geht man also rein nach diesen Punkten, so geht die Wii U, die gerne als technischer Flop abgetan wird, als klarer Sieger aus diesem Vergleich hervor.

So gäbe es auf der Wii U einige Spiele, bei denen sicher ist, dass sie sowohl eine native Auflösung von 1080p als auch eine Framerate von 60 FPS aufweisen: Super Smash Bros. U, Bayonetta 2, Rayman Legends und Mario Kart 8.

Auf der PS4 würden nur eine Handvoll Spiele erscheinen, die tatsächlich in 1080p und mit 60 FPS laufen: DriveClub und Resogun. Killzone: Shadow Fall fiele da aus dem Raster, weil das Spiel im Einzelspieler-Modus lediglich mit 30 FPS läuft, während die 60 FPS im Mehrspieler-Modus durch Kompromisse im visuellen Bereich erkauft werden.

Auf der Xbox One gebe es sogar lediglich Forza Motorsport 5, welches bereits mit 1080p und 60 FPS bestätigt wurde.

Multiplattform-Titel wie Call of Duty: Ghosts wurden nicht berücksichtigt, da sie angeblich auf allen Next-Gen-Plattformen in 1080p und 60 FPS laufen. Ebenso wurden auch Spiele-Ports nicht berücksichtigt, wodurch Titel wie The Legend of Zelda: The Wind Waker HD für die Wii U und auch Flower für die PS4 wegfallen.

Rein nach diesen Gesichtspunkten betrachtet, würde die Wii U also als klarer Sieger hervorgehen. Interessanter Vergleich, auch wenn viele Punkte ignoriert wurden. Denn natürlich zählen nicht einfach die reine Auflösung und die Framerate, wenn es um Next-Gen-Tauglichkeit geht. Hier scheinen sich die Fans zu sehr von reinen Zahlen und Schlagwörtern blenden zu lassen. Auch ist es eine andere Sache auf der einen Seite einen 2,5-D-Plattformer zu entwickeln und auf der anderen Seite einen 3-D-Titel mit aufwendigem Shading und High Dynamic Range Rendering.

Im besten Falle entscheidet sowieso nicht der technische Aspekt über Sieg und Niederlage, sondern die spielerischen Qualitäten der gebotenen Spiele.