Wie auch schon einige Konsolenhersteller zuvor, mahnt Nintendo nun öffentlich alle Unternehmen ab, die so genannte Mod-Chip-Umbauten an den Wii-Konsolen vornehmen oder sogar schon umgebaute Wii-Konsolen als fertiges Produkt verkaufen.

Der Markt von solchen Mod-Chip-Umbau-Anbietern ist unglaublich groß, die Vielzahl der möglichen Chips ebenso. Die bekannteste von diesen Chips ist der Wiikey. Für einen Preis von ungefähr 60 Euro kann man seine Wii zu den Anbietern einschicken, die diesen Chip dann einbauen. Nach dem Umbau können gebrannte Wii-Spiele ohne Probleme auf der Konsole abgespielt werden.

Nintendo bezieht sich bei seiner Abmahnung auf den Paragraph 95a im Urheberrecht, nach dem es verboten ist, Technologien, Vorrichtungen oder Bestandteile zum Verkauf bereit zu stellen, die den Schutzmechanismus des jeweiligen Gerätes umgehen.

Somit fordert Nintendo den Inhaber solcher Anbieter auf, den Lieferanten der Mod-Chips zu nennen und zugleich jegliche Lagerbestände dieser Mod-Chips zu vernichten. Zugleich sollen sämtliche Einnahmen durch dieses Geschäft dem Konsolenhersteller offen gelegt werden.