Jeder von euch kennt Online-Spiele wie World of Warcraft, Aion oder Runes of Magic. Diese Spiele wurden von der USK mit der Kennzeichnung "freigegeben ab 12 Jahren" gekennzeichnet. Für die Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing von der SPD allerdings nicht gerechtfertigt. Anlässlich einer Fachtagung zu dem Thema forderte sie schärfere Altersbeschränkungen.

Sie verstehe einfach nicht, weshalb Spiele wie World of Warcraft für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben sind. Schließlich können solche Spiele abhängig machen. Daher forderte sie den Jugendschutz der zuständigen Länder auf, Online-Spiele künftig mit "ab 18 Jahren" zu kennzeichnen. Damit ihre Forderung unterstützt wird, nannte sie Zahlen aus einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen.

So wurden insgesamt 15.000 Schülerinnen und Schüler aus der neunten Klassenstufe mit einem Fragebogen befragt. Demnach soll jeder zehnte Jugendliche in seiner Freizeit drei bis vier Stunden am PC sitzen. Das sind 15,8 Prozent der Jungen und 4,3 Prozent der Mädchen. Drei Prozent der Jungen und 0,3 Prozent der Mädchen seinen laut der Studie abhängig nach Computerspielen. Zwar hat das Thema Sucht bei der USK eine hohe Priorität, doch während des Prüfvorganges kann die USK nur sehr schwer abschätzen, ob ein Spiel auch wirklich süchtig macht.

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware betonte auf der Fachtagung, dass das Problem erkannt wurde und man bereits effektive Kontrollmöglichkeiten anbietet, wie etwa Zeitbegrenzer. Der BIU mahnte außerdem die Politik, die Medienkompetenz der Jugendlichen zu fördern.