Autor: Volker Schütz

Habt ihr die das jährliche Treffen unterm Weihnachtsbaum mit der buckligen Verwandtschaft satt? Die Streitereien, weil Onkel Erwin mal wieder bei Monolopy beschissen hat? Die hochtrabenden Reden des erfolgreichen Bruders und Mamas Aufforderungen, sich an ihm ein Beispiel zu nehmen? Dann seid ihr bei uns genau richtig. Wir machen euch 20 Vorschläge, um Heilig Abend nicht mit der Sippe oder nervigen Freunden verbringen zu müssen.

1. Proklamiert mit Grabesstimme: »Der Lichkönig untersagt es seinen Jüngern, die Geburtstage fremder Götter zu feiern.« Sicherheitshalber solltet ihr anfügen, dass er großzügige Ausnahmen für geschenkte Gamecards macht.

2. Verkündet, dass ihr dieses Jahr extra zum Festtagsessen plant, einen armen, kranken Afrikaner einzufliegen. Wenn gerührte Stille ob eurer Großzügigkeit einsetzt, fügt ihr an: »Immer nur Gänsebraten war mir zu langweilig.«

Weihnachtsausreden - 20 Ausreden für Weihnachtsmüde

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Öfter mal was Neues: Weihnachten unterm Fliegenpilz.
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3. Behauptet während des Fests, noch dringend eine Florian Silbereisen-CD für Opa kopieren zu wollen. Falls euch der halbgebildete Teil der Verwandtschaft fragt, warum ihr dazu beim Computer bleiben müsst, bringt einfach das Gleichnis vom Weihnachtsbaum. Auf den passen schließlich auch alle auf, obwohl er ganz von alleine brennt.

4. Meldet euch erst am 1. Feiertag und erklärt, dass ihr mit eurem Auto den ganzen Abend lang zwischen einem Streifenwagen, einem Hubschrauber und einem gigantischen Schwein eingeklemmt wart (und hofft dann, dass euch keiner beim Saufen auf dem Kinderkarussell gesehen hat).

5. Kommt erst Stunden nach der Bescherung und behauptet, dass euch ein Vogelschwarm auf dem Weg überfallen hätte, weil die Viecher dachten, eure Schuppen seien Sonnenblumenkerne.

6. Meldet euch einen Tag vor Weihnachten bei euren Eltern und erklärt gekränkt:»Hättet ihr mir wenigstens rechtzeitig Bescheid gesagt, dass ihr Heilig Abend ausgerechnet am 24. feiern müsst! Dann hätte ich mir Zeit nehmen können!«

7. Vergrault eure Verwandtschaft am christlichsten aller Feste mit einer kleinen Sammlung von Bush-Zitaten. Anbieten würden sich: »I think we agree, the past is over«, »Our enemies are innovative and resourceful, and so are we. They never stop thinking about new ways to harm our country and our people, and neither do we«, oder so einfach wie geschmacklos: »Make no mistake about it, I understand how tough it is, sir. I talk to families who die.«

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Befeuert schon mal den Ofen für die Weihnachtsgans: Team Rainbow.
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8. Redet eindringlich auf die Verwandtschaft ein, dass 3D-Shooter langfristig Gewaltbereitschaft abbauen. Schwört auf Satans Ehre, ihnen das Herz heraus zu reißen und ihre Leber als Christbaumschmuck zu verwenden, wenn sie euch nicht sofort zustimmen. Verschafft den Argumenten Gewicht, indem ihr unter manischem Gelächter eure AK47-Nachbildung poliert.

9. Verschenkt eine Wii mit vier Controllern. Nach fünf Minuten Tennis und dem Eintreffen des Roten Kreuzes erledigt sich das Problem von selbst. Kleiner Bonus: Ihr könnt sicher sein, eure vorweihnachtlichen Spenden gut angelegt zu haben.

10. Behauptet, ihr wäret dem König der Phisher auf der Spur und niemand außer euch könne ihn daran hindern, Santa Claus' Elfen als Sklavenarbeiter in seine Penisverlängerungsfarm nach Nigeria zu verschleppen.

11. Verkündet, ihr müsstet einem Eskimo-Chatter deutsche Weihnachtslieder beibringen, um seinen Stamm vor christlichen Fundamentalisten zu retten. Falls euch niemand glaubt, legt eine tiefgekühlte Mike Leon Grosch-CD auf Opas Schallplattenspieler.

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Die heiligen drei Könige beim Proben fürs Krippenspiel.
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12. Erklärt, dass der liebe Gott euch vielleicht in die Hölle schicken mag, wenn ihr um 19.00 Uhr nicht mit den Eltern Heilig Abend feiert, aber Nefarian definitiv mit eurem Raid den Boden von BWL wischt, wenn ihr euch eine Stunde nach dem Invite nicht blicken lasst.

13. Schickt eine SMS: »kann nicht kommen. bin auf der polizeiwache« (nur für Zielgruppe »Kifferwohngemeinschaft Kreuzberg«)

14. Schickt eine SMS: »kann nicht kommen. bin in einer anderen galaxie« (nur für Zielgruppe »Informatikerwohngemeinschaft Clausthal-Zellerfeld«)

15. Schickt eine SMS: »kann nicht kommen. bin in einer anderen galaxie, bleibe über die feiertage« (nur für Zielgruppe Forentreffen von www.aliensex.org)

16. Ihr könntet auch behaupten, ihr hättet euch beim Versuch, Schnee vom Polarkreis zu holen, verirrt.

17. Falls jedoch längere Fehlzeiten entschuldigt werden müssen, empfiehlt sich eine SMS: »bin beim geschenke verpacken in die kiste gefallen und unfrei zurück geschickt worden. holt mich in bad hersfeld ab«

18. Redet eurer buckligen Verwandtschaft ein, dass »Starfuckers« von den Nine Inch Nails ein Lied über die heiligen drei Könige sei und gottgefällige Menschen es nie unter 100 Dezibel hören würden. Den Rest regeln die grünen Weihnachtsfachmänner der Polizei.

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Onkel Helmut: Hier noch mit Gebiss.
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19. Bittet bereits während der Vorspeise die Anwesenden darum, Bescheid zu geben, falls sie das Gebiss von Onkel Helmut in der Gemüsebeilage entdecken. Sollte sich die Versammlung zur Hauptspeise immer noch nicht aufgelöst haben, teilt Onkel Helmut begeistert mit, dass es jetzt eigentlich nur noch im Gulasch liegen kann.

20. Erläutert bis ins letzte Detail, wie die Technik hinter einem MMORPG funktioniert. Sollte sich außer euch nach zehn Minuten noch eine weitere, nicht taubstumme Person im Raum aufhalten: Glückwunsch! Es gibt jemanden, der euch wirklich liebt. Frohe Weihnacht!