"Überraschend gut – und ziemlich blutig." - Peter Osteried

„We Are Still Here“ ist eine Liebeserklärung an den Horrorfilm der 1970er Jahre, eine Hommage an Lucio Fulci und zugleich ein Werk, das versucht, außerhalb üblicher Genre-Muster zu funktionieren. So ist die Geschichte ein wenig weiter aufgefächert als bei dieser Art Film üblich – oder zu erwarten. Ted Geoghegan fächert weiter auf und setzt dabei nicht nur auf atmosphärischen Grusel, sondern durchaus auch auf blutiges Handwerk. Gerade am Ende agieren die Geister ganz anders, als man das gemeinhin erwartet.

We Are Still Here - Haus des Grauens - Trailer (deutsch)

Das Finale ist ohnehin interessant und so ambivalent, dass man länger darüber nachdenken kann. Es ist eine Art Happyend, wenn auch ein sehr eigenartiges.

„We Are Still Here“ ist erfrischend in einer Zeit, in der Horror allzu oft nach selben Mustern abläuft, aus Remakes besteht oder nur Altbekanntes widerkäut. Man merkt diesem Film an, dass er ein Projekt aus Passion ist, die nicht nur vom Autor und Regisseur ausgeht, sondern Cast und Crew erfasst hat.

Der Film erscheint im Januar von Tiberius auf DVD und Blu-ray. Ein idealer Zeitpunkt für diesen winterlichen Horrorreigen, der mit kalten Farben und düsterer Stimmung für frischen Wind im heimischen Horror-Kino sorgt.

Hier geht es weiter mit der Kritik zu The Final Girls, einem Horrorfilm, der sich selbst nicht ernst nimmt.