Nachdem Watch Dogs im vergangenen September noch eine MA15+-Freigabe in Australien erhalten hat, wurde diese Freigabe nun im Zuge der Neuprüfung aufgrund "zusätzlicher Inhalte" in eine R18+-Freigabe umgewandelt.

Watch Dogs - Freigabe in Australien von MA15+ auf R18+ abgeändert

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Watch Dogs erhielt im Zuge der Aufpolierung nun auch Inhalte sexueller Gewalt
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Eigentlich hätte Watch Dogs pünktlich zur Veröffentlichung der beiden Next-Gen-Konsolen PS4 und Xbox One erscheinen sollen. Doch Ubisoft verlegte den Veröffentlichungstermin weit nach hin und nutze die Zeit, um etwas Feinjustierung zu betreiben, und um "die Details auszuarbeiten, damit wir ein unvergessliches und außergewöhnliches Erlebnis bieten können", wie das 'Watch Dogs'-Team in einem Statement verlauten ließ.

Und so wie es aussieht, hat das Entwicklerteam die zusätzliche Zeit auch dazu genutzt, ein paar neue Inhalte einzufügen, die sexueller Gewalt sind, denn das Freigabe-Gremium in Australien erteilte dem Spiel bei der Neuprüfung nun eine R18+-Freigabe, quasi das Pendant zum deutschen USK:18. Ursprünglich hatte Watch Dogs im vergangenen September noch eine MA15+-Freigabe erhalten, das dem deutschen USK:16 entspricht.

In der Begründung heißt es: "Das Spiel enthält Bezüge auf sexuelle Gewalt, die nicht mit der Bestimmung innerhalb der MA15+-Klassifizierungskategorie übereinstimmen, die lautet, dass 'sexuelle Gewalt, angedeutet oder anderweitig , nicht erlaubt ist'".

Angeführt wird vor allem eine spezifische Szene im Spiel, die sich um Menschenhandel dreht. Ein Charakter inspiziert die Frauen, mit denen gehandelt wird, berührt deren Brüste, spreizt ihre Beine, und holt dann eine weitere Person in den Raum, der voller Filmequipment ist, woraufhin - wie später angedeutet wird - eine Vergewaltigung stattfindet. Nach der Tat verlässt der Mann das Bett und man sieht ein blutverschmiertes Laken. Später wird die vergewaltigte Frau als 19-jährige Rumänin identifiziert.

Offensichtlich soll Ubisoft nach der Vergabe der neuen Freigabe das Gremium darum gebeten haben, das Ganze erst nach dem 17. März öffentlich zu machen, um wohl kommerzielle Ziele nicht zu torpedieren.

Ubisoft gab zudem ein Statement ab: "Das Gesamte Entwicklerteam hat hart gearbeitet, um Watch Dogs zu polieren und einem Feintuning zu unterziehen, um eine wahrhaft unvergessliche Open-World zu bieten. Daneben hat die zusätzliche Zeit dem Team erlaubt, ein wenig zusätzliche Inhalte einzubauen. Gemäß den australischen Einstufungsrichtlinien, hat Ubisoft die upgedatete Version mit den zusätzlichen Inhalten beim Australian Classification Board (ACB) neu eingereicht. Die Entscheidung, die Freigabe des Spiels von MA15+ auf R18+ anzuheben, wurde durch das ACB getroffen."

In Deutschland dürften sich diese Änderungen wohl kaum mehr auf die Freigabe auswirken, denn hier hat das Spiel bereits die USK:18 erhalten. Denkbar wäre höchstens, dass die USK hier die zusätzlichen Inhalte ebenfalls bemängelt und entweder deren Entfernung oder Abänderung verlangt.

Watch Dogs ist für Wii U, seit dem 27. Mai 2014 für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One erschienen. Jetzt bei Amazon kaufen.