Dawn of War - Winter Assault (PC-Test)
von Rene Grafe

Frieden ist eine Illusion im Warhammer-Universum und jeder Planet kann zum Schlachtfeld der hochgerüsteten Truppen werden. Dawn of War machte die komplexe Spielwelt salonfähig und mit der

Erweiterung Winter Assault soll der Slogan "Kämpfen bis zum Tod" eine neue Dimension erhalten.

Der Hammer des Imperators
Lorn V ist einer der unzähligen Planeten im unendlichen Universum, die nur deshalb überhaupt in den

Warhammer 40k: Dawn of War - Soulstorm - Vignette Fighta Bomba

Geschichtsbüchern erwähnt werden, weil viel zu viele intelligente Lebewesen ihr qualvolles Ende auf ihm fanden. Eine traurige Berühmtheit, die wie geschaffen für ein neuerliches Gemetzel scheint.

Wieder einmal rüsten sich die alten Gegner zu einer finalen Schlacht um Ressourcen, Untergebene und natürlich Macht. Doch dieses Mal beginnt eine bisher eher unwichtige Partei mit dem großen Schlachten, die Imperiale Armee! Diese Truppen sind der ganze Stolz des göttlichen Imperators und scheinen wie geschaffen für die Eroberung von Lorn V.

Doch die Truppen des Chaos sind bereits vor Ort - ständig begleitet von den Orks, die unter ihrem neuen Anführer ganz wild auf die Vergrößerung der Schädelsammlung sind. Und natürlich sind auch die Eldar wieder mit von der Partie, wie üblich eher im Hintergrund aktiv. Ihre wahren Ziele bleiben im Dunkeln, auch wenn sie bald für alle schmerzhaft sichtbar werden.

Die Imperiale Armee hat somit alle Hände voll zu tun, wenn sie Lorn V erobern will. Aber der Aufwand könnte sich lohnen, denn immerhin wartet die ultimative Kriegsmaschine auf den Sieger: Der Titan Dominatus! Eine schreckliche Kriegsmaschine, die noch mehr Blut, weitere Schlachten und unzählige Tote verspricht- Ziele, die im Warhammer Universum mehr als erstrebenswert sind.

Gelungene Aufwertung
Die offizielle AddOn zu Dawn of War hat aber noch mehr zu bieten als nur eine neue Fraktion. Natürlich wurden auch die bereits bekannten Parteien aufgewertet und mit jeweils neuen Einheiten versehen (siehe Kasten). Diese Neuerungen binden sich allesamt sehr gut ins Gesamtkonzept ein und bieten gerade im Mehrspielermodus neue taktische Möglichkeiten.

Dennoch ist es natürlich die Imperiale Armee, die besondere Aufmerksamkeit verdient. Bei Auswahl der Kampagne der

Warhammer 40k: Dawn of War - Winter Assault - Kämpfen bis zum Tod

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Gerechten können insgesamt fünf Missionen bestritten werden, die diese Fraktion näher bringen. Auffallend ist sofort, dass die Masse der Streitkräfte oftmals die Klasse der Gegner aufwiegt. Die Imperialen müssen in einer deutlichen Übermacht sein, um zu siegen. Dies gilt vor allem im Nahkampf, der großen Schwachstelle. Gerade einmal die mutierten Ogryns können kräftig austeilen und auch einstecken, die restliche Infanterie ist auf Distanzkämpfe spezialisiert.

Packshot zu Warhammer 40k: Dawn of War - Winter AssaultWarhammer 40k: Dawn of War - Winter AssaultErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Erwähnenswert ist noch der Kommandotrupp, der mehrere Anführereinheiten bündelt und durchaus für Unruhe auf dem Schlachtfeld sorgen kann. Prediger, Kommissar und Psioniker heizen dem Gegner mächtig ein, stehen aber sehr oft zu schnell allein da und ohne Untergebene sind die besonders fanatischen Kriegsjünger des Imperators nur noch die Hälfte wert.

Anders sieht es da im Bereich der Fahrzeuge aus. Eine Vielzahl von Panzern verstärkt die Armee und macht kurzen Prozess mit jedem Gegner - wenn die Entfernung stimmt. Basilisken zum Beispiel, eine Art Artillerie, bombt alles in Grund und Boden. Höllenhunde mögen es gern gut durch und brutzeln bedauernswerte Gegner voller Inbrunst. Der bereits vom Original bekannte Lemun Russ Panzer hat das breiteste Einsatzgebiet und stellt eine sinnvolle Ergänzung in jeder Lage dar. Die absolute Krönung an Kampfkraft und Zerstörungspotenzial vereint allerdings ein anderer Panzer in sich, der Baneblade. Nahezu unzerstörbar und mit nicht weniger als elf schweren Waffen ausgerüstet, kann er ganze Schlachten zu Gunsten der Imperialen entscheiden. Leider erreicht er die Schlachtfelder meist erst dann, wenn kaum noch etwas zu retten ist.

Kompromisslose Fehlerbehebung
Neben der Aufwertung von Einheiten und Fraktionen haben THQ und relic auch am Spielablauf gefeilt. Die zwei neuen Kampagnen sind bereits in der ersten Schwierigkeitsstufe deutlich schwerer als das Original.

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Selbst Profis werden schon auf Stufe zwei mehrere Anläufe benötigen, um die überraschenden Wendungen in den Missionen zu meistern.

Auch die Kritik der Spieler, dass nicht alle Fraktionen in der Kampagne spielbar waren, wurde erhört. Neben den beiden Kampagnen, die Ketzer und Gerechte teilen, ist es nun sogar innerhalb einiger Missionen möglich, die Fraktion zu wechseln. So sind die in einer Zweckallianz verbündeten Eldar und Imperialen getrennt spielbar - natürlich mit jeweils anderen Missionszielen. So kann der Spieler entscheiden, wem er zum Triumph verhilft. Dies hat auch Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf, was den Wiederspielwert deutlich erhöht.Bebende Schlachtfelder
Bereits im Original Dawn of War gab es in Sachen Grafik und Sound kaum etwas auszusetzen. Dies trifft glücklicher Weise ebenfalls auf Winter Assault zu, auch deshalb, weil die Entwickler dem typischen Stil von Warhammer 40.000 treu geblieben sind. Die Dialoge zwischen Orkboss Gorgutz und Chaosgeneral Crull

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bedienen die Klischees beider Fraktionen und so ist es kein Wunder, dass Blut- und Schädelrausch die eigenen Einheiten fest im Griff haben. Die Effekte und Explosionen heizen die Stimmung zusätzlich an und manchmal fällt es schwer, innerhalb der bildschirmfüllenden Detonationen den Überblick zu
behalten, zu mal dieAnzahl der Truppen im Vergleich zum Original erhöht wurde. So und nicht anders könnte Krieg in der fernen Zukunft aussehen, wenn er sich denn nicht vermeiden lässt. Im Bereich Mehrspieler dürfte auch Winter Assault wieder sehr beliebt sein. Nicht umsonst prangt das WCG 2005 - Logo für Dawn of War deutlich sichtbar auf der Verpackung.

Allerdings könnte in einigen Bereichen noch etwas Feinabstimmung nötig sein, denn die Fahrzeuge der Imperialen erscheinen etwas zu mächtig.Neue Einheiten

Chaos: Khorne Berserker

Im Chaos-Tempel gebaut beherrschen diese Elitekämpfer den Nahkampf beinahe perfekt. In Kombination mit Besessenen Chaos Space Marines nicht aufzuhalten.

Orks: Ork-Bosse in Mega-Rüstung
Aus dem Ork-Lager entstammen diese Bosse, die sehr viel Schaden aushalten können. Sie teilen auch ordentlich aus, sind aber sehr langsam und für die schnellen Überfallattacken der Orks nur bedingt geeignet.Space Marines: Ordenspriester
Auf Heilung spezialisiert helfen diese Priester, die eigenen Einheiten schnell wieder aufzupäppeln. Außerdem sind sie auf Fernkämpfe spezialisiert. Kurz hinter der eigenen Angrifflinie besonders effektiv.

Eldar: Feuerdrache
Dem Aspektportal entstammen diese Nahkampfeinheiten, die ihrem Namen alle Ehre machen. Ihre Strahler teilen enorm aus, egal gegen welchen Gegner. Eine ideale Ergänzung für die eher verstohlenen Eldar.Space Marines: Ordenspriester
Auf Heilung spezialisiert helfen diese Priester, die eigenen Einheiten schnell wieder aufzupäppeln. Außerdem sind sie auf Fernkämpfe spezialisiert. Kurz hinter der eigenen Angrifflinie besonders effektiv.

Eldar: Feuerdrache
Dem Aspektportal entstammen diese Nahkampfeinheiten, die ihrem Namen alle Ehre machen. Ihre Strahler teilen enorm aus, egal gegen welchen Gegner. Eine ideale Ergänzung für die eher verstohlenen Eldar.