Seit Jahren zählt die „Dawn of War“-Serie zu den Highlights des Echtzeitstrategiegenres. Durch regelmäßige Addons, ist sie nach wie vor interessant und Stammgast in den Laufwerken vieler RTS-Fans. Nun erscheint mit „Soulstorm“ die dritte Erweiterung, die das ohnehin schon sehr umfangreiche Universum erneut mit zwei gänzlich neuen Rassen bereichert. Was euch das Spiel sonst noch zu bieten hat, erfahrt ihr in unserem Test!

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Epische, interstellare Kampagne!

Fans der Serie wissen es bereits, für alle anderen sei es an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt: Obwohl „Soulstorm“ ganz klar „Addon“-Charakter hat, lässt es sich – genau wie die letzte Erweiterung „Dark Crusade“ – auch ohne das Hauptprogramm spielen. In diesem Fall dürft ihr die Einzelspielerkampagne, Geplänkel und Mehrspielerpartien ausschließlich mit den beiden neuen Rassen bestreiten. Die Fraktionszugehörigkeit eurer Gegner bleibt davon unberührt.

Warhammer 40k: Dawn of War - Soulstorm - Addon mit Seele: Die dritte Erweiterung überzeugt.

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Die neuen Rassen auf dem Schlachtfeld!
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Nur wer aktiven Zugriff auf alle neun Parteien haben möchte, schaltet die anderen Fraktionen nach der Installation von „Soulstorm“, durch die Eingabe der entsprechenden CD-Keys frei. Einzelspieler freuen sich über die neue, und deutlich ausgedehnte Kampagne. Statt auf einen Planeten beschränkt zu sein, finden die Gefechte in Soulstorm auf insgesamt vier Welten und drei Monden statt.

Wie von den Vorgängern gewohnt, wählt ihr das Einsatzgebiet auf einer Übersichtskarte aus und stürzt euch anschließend in die spektakulären Echtzeitgefechte. Die Vielfalt der neuen Schauplätze erfordert natürlich auch eine größere Differenzierung der Mapszenarien. Tropische Dschungelgebiete und stark verschneite Eiswelten sind geradezu exemplarisch für das grafische Spektrum, das uns das aufgebohrte Dawn of War inzwischen zu bieten hat.

Abgesehen von der größeren Umgebungsvielfalt, die sich mit insgesamt 29 neuen Karten auch auf den Mehrspielerpart auswirkt, bietet Soulstorm keinerlei technische Verbesserungen. Noch immer kommt die eigens für die RTS-Serie entwickelte Grafikengine zum Einsatz, die wir bereits seit dem Release des Hauptprogramms kennen. Obwohl man sich hier und da ein paar detaillierte Texturen und einen höheren Detailgrad bei der Modellierung von Gebäuden und Einheiten wünscht, weiß die Präsentation auch heute noch zu gefallen.

Dark Eldar auf Seelenraubzug

Wer das Schlachtfeld nicht gerade in der höchsten Zoomstufe betrachtet, wird von den bunten und effektvollen Schlachten der interessanten Einheiten fasziniert sein. Den bis dato sieben unterschiedlichen Rassen gesellen sich in Soulstorm zwei weitere Fraktionen hinzu. Wer die Demo gespielt hat, konnte sich bereits mit den „Dark Eldar“ vertraut machen. Eine Besonderheit dieser Rasse ist eine dritte Ressource, die aus den Seelen erlegter Gegner und in einem speziellen Gebäude gewonnen wird.

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Obwohl die Grafikengine veraltet ist, kann sich die Präsentation noch sehen lassen.
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Habt ihr genug Seelen gesammelt, könnt ihr spezielle Fähigkeiten auslösen, die völlig unabhängig von Einheiten oder Gebäuden sind und den Verlauf einer Schlacht stark verändern können. So darf man Gegnern großen Schaden zufügen, deren Rüstungen schwächen, unsichtbare Feinde entdecken oder die gerade erst benutzten, teils sehr mächtigen Spezialfähigkeiten der Helden und Einheiten sofort wiederherstellen.

Eine dieser mysteriösen Fähigkeiten ist übrigens der „Soulstorm“, der Namenspate dieses Add-ons. Anders als die bekannten Attacken wie Psistürme oder orbitale Angriffe lässt sich der Seelensturm nach seiner Platzierung noch über das Schlachtfeld bewegen. Aber Vorsicht, er beschädigt auch eure eigenen Truppen! Etwas schade fanden wir, dass man gar nicht auf das Sammeln der Seelen von vernichteten Feinden angewiesen ist, sondern diese viel effektiver durch ein Gebäude in endloser Menge produzieren und dann z.B. mit dem "Tortured Slave", der Baueinheit der Dark Eldar, ernten kann.

Gelungene Erweiterung der Dawn of War-Serie, die auch ohne Hauptprogramm eine Menge zu bieten hat. Echtzeitstrategiefans greifen zu!Fazit lesen

Fanatische Schwestern mit fantastischen Einheiten

Dieser Sklave besitzt noch eine Besonderheit, denn wenn er ein Gebäude auf die Erde setzt, läuft die gesamte Konstruktion autonom ab und er kann sich sofort weiteren Aufgaben zuwenden. Ebenfalls neu sind die „Sisters of Battle“, eine schlagkräftige Armee die durch ihren Glauben beflügelt wird. Hier ziehen größtenteils Frauen in die Schlacht, die ihren Gegnern mit Waffen, Kettensägen, Granaten und vielem mehr ordentlich einheizen. Auch der „Glaube“ funktioniert nach einem Ressourcenprinzip.

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Viele Effekte wie das Glühen der Untoten oder Nebel, verfeinern die Darstellung.
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Bis zu vier Horchposten, die gleichsam bei den meisten Rassen zur Gewinnung von Anforderungspunkten genutzt werden, können mit einem Upgrade ausgestattet werden, das dem Glauben förderlich ist. Verfügen die Schwestern über ausreichenden Glauben, lassen sich an der Front spezielle Attacken einsetzen, mit denen beispielsweise heilige und besonders schlagkräftige Projektile abgefeuert werden können.

Eine weitere Besonderheit der „Sisters of Battle“ sind die Chorgesänge, die in jedem der Basisgebäude und ausgehend von dem Truppentransporter ausgelöst werden können. Diese Klänge haben den Effekt, dass sie alle Gegner im Umfeld einschüchtern, während sie die eigenen Einheiten zu besonderen Leistungen anspornen. Speziell bei der Verteidigung der eigenen Basis, kommt einem diese Option sehr entgegen. Flammenpanzer, die auf Wunsch zum kreisenden Rundumschlag ansetzen und somit wahrlich einen „Ring of Fire“ auf den Bildschirm zaubern, haben uns bei dem großen Einheitenangebot besonders gut gefallen.

Lufteinheiten im qualitativen Tiefflug

Wem die neuen Rassen nicht zusagen, der spielt weiterhin mit einer der sieben bekannten Fraktionen und freut sich über die Einführung von Flugeinheiten. Leider wirkt die Einbindung dieses gänzlich neuen Einheitentyps ein wenig unausgereift. Statt einem neuen Produktionsgebäude für Flugeinheiten, werden die Luftschiffe in den gewöhnlichen Fabriken produziert. Zudem verhalten sich die Flugeinheiten nicht so, wie man es erwarten würde.

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Neue Flugeinheiten beleben die Schlachtfelder.
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So verfügen die Imperialen Truppen beispielsweise über einen Bomber, der bei Inaktivität permanent still in der Luft steht und weder zum Tanken, noch zum Nachladen von Bomben zur Basis zurückkehren muss. Somit wird schnell klar, dass die „neuen Flugeinheiten“ lediglich hoch schwebende Panzer sind, die unabhängig von Gelände und Einheiten operieren.