Mit dem zweiten Add-on zu Dawn of War II machen die Entwickler Zugeständnisse an die ewigen Nörgler. Mehr Echtzeitstrategie, eine Einzelspieler-Kampagne für die Orks sowie eine weitere spielbare Rasse. Es wird das Spiel vielseitiger machen. Und damit noch besser, als es ohnehin bereits ist.

Warhammer 40k: Dawn of War 2 – Retribution - Space Marines gegen Chaos2 weitere Videos

„Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaagh!“, schreien wir – zumindest innerlich – heraus, als THQ das zweite Add-on zu Dawn of War II vorstellt. Warum? Die bislang im Einzelspielermodus spielbaren Space Marines vom Orden der Blood Ravens, mit denen wir uns in den ersten Kampagnen durch Tyraniden, Verrätern des Imperators und sonstiges Getier gesteuert haben, sind zwar schussgewaltig, abgezockt und diszipliniert. Aber das Feuer, der Esprit, die Dynamik des Improvisierten und der Witz, die haben bislang in der Story gefehlt. Dawn of War II: Retribution ändert das.

Warhammer 40k: Dawn of War 2 – Retribution - Waaaaaaaaaaaaaaaaagh!

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Grunz Grunz ich bin ein Ork
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Was sehen wir? Grün! Und dann rot. Denn es sind Orks, die sich auf dem Bildschirm tummeln und ihre Gegner abschlachten. Im Gefolge von Freibeuter-Captain Bloodflag führe ich den chaotischen Kampfhaufen durch die Vulkanlandschaft. Es brodelt und zischt, und überall stehen diese Eldar herum mit ihren seltsamen Waffen und brabbeln hochnäsiges Zeug.

Da hilft nur eine Menge Blei – und dafür habe ich meine anderen Ork-Piraten mit an Bord: Mekboy „Mister Nailbrain“ mitsamt Raketenwerfer, einen Kommandoboss für spezielle Aufgaben und den Nahkampfboss Brikkfist.

Mehr Einheiten ja, Basenbau nein

Viele Nörgler gab es beim Hauptspiel. Und das trotz der exzellenten Kritiken und der klugen Verknüpfung von Rollenspiel- und Echtzeitstrategie-Elementen – und damit der Abkehr des im Genre so gepflegten Prinzips der Massenproduktion von Einheiten. Schon beim ersten Dawn of War funktionierten die Add-ons prinzipiell ohne Hauptspiel. DoW II: Retribution macht da keine Ausnahme.

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Basen werden keine gebaut, dafür gibt es mächtig auf die 12
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Viele haben schlicht andere spielbare Rassen aus dem Warhammer-40.000-Universum vermisst. Wieso konnte ich in der Kampagne nicht Eldar Warp-Spider einsetzen? Wo waren meine Schwärme von Genestealern, die menschliche Kolonien überrennen? Und warum hatten die Orks keine eigene Story?

In beiden Punkten legt Relic jetzt nach. In der Einzelspielerkampagne etwa konzentriert sich nicht mehr alles auf die Charaktere. Wir bewegen wieder größere Ansammlungen von Einheiten über die Karten und können während der Partie auch neue bauen. Eine komplette Rückkehr zum Basenbauprinzip gibt es jedoch nicht.

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Die Orks bekommen ihre eigene Einzelspielerkampagne
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Auch auf den zweiten Kritikpunkt haben die Entwickler reagiert - und ehren die stinkenden Grünlinge als weitere spielbare Rasse im Einzelspielermodus. Produzent Jeff Lydell sagt: „Es gibt auch viele Fans der anderen Rassen und Armeen – also haben wir uns entschieden, den Spielern die Freiheit zu geben, die Perspektive der Kampagne selbst zu wählen.“ Im Klartext: Die Orks sind wieder da, mit einer eigenen Einzelspielerkampagne.

Zehn Jahre in der Zukunft

Retribution versetzt mich zehn Jahre in die Zukunft. Zehn Jahre nach den Vorfällen des ersten DoW-II-Add-ons „Chaos Rising“, in denen das Imperium im Sub-Sektor Aurelia ohne Pause um die Kontrolle gekämpft hat. Nun sind die Blood Ravens von feindlichen Rassen eingekesselt. Ich entscheide, wen ich spielen will.

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Mindestens eine neue spielbare Rasse soll es in DoWII: Retribution geben
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Neben der Ork-Kampagne wird Entwickler Relic noch „mindestens eine“ weitere neue spielbare Rasse in DoWII: Retribution einführen. Welche, wollte Jeff nicht verraten. Unsere Nachfragen wurden nur mit einem wissenden Lächeln beantwortet. Unter uns: Kollegen munkeln von der Imperialen Armee. Ob es beim Release in der ersten Jahreshälfte 2011 dann wirklich so kommt – nagelt uns nicht darauf fest.

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Sicher ist: Meine kampfesgeilen Lieblinge sind auf jeden Fall dabei. Obwohl die mit Warzen übersäten Grünhäute eigentlich gar nicht liebenswert sind. Kleine, gemeine Augen. Große, gelbe Zähne und Mundgeruch. Sie scheuen jedwede Organisation. Außer, sie wittern einen bereits erwähnten, anständigen Waaaaaaaagh!, also Krieg.

Je mehr Truppen ich über die Karte steuere, desto stärker werden auch die individuellen Einheiten. Sie schwingen ihre Äxte, sie ballern mit Waffen, die von Mekboys aus den Überresten feindlichen Kriegsgeräts zusammengezimmert wurden. Sie sind einfach herrlich chaotisch, meine Orks.

Truppenbau per Teleporter

Neben dem fetten und stinkenden Warboss, dem Kommando für die schnellen, tödlichen Nahkampfangriffe sowie dem Draufgänger mitsamt Jetpack kann ich bei DoW II: Retribution auch normale Boyz über die Einzelspielerkarten manövrieren. Deren Ausrüstung passe ich während der Missionen der Situation an. Dazu kommen Dreadnoughts, Ork-Panzer und andere Kriegsmaschinerie. Schon jetzt steigt das Adrenalin, wenn ich Menschen in Marine-Rüstung so richtig mit glühenden Kugeln den imperialen Allerwertesten perforiere.

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Neue Einheiten werden nicht gebaut sondern herangewarpt
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Verstärkung für dezimierte Trupps und neue Fahrzeuge baue ich nicht in einer Basis, sondern bringe sie über fest installierte Teleporter auf die Karte. Dazu gibt es wie im ersten Dawn of War wieder strategische, einnehmbare Positionen, die Ressourcen einbringen. Nach den absolvierten Missionen kann ich mit Punkten neue Einheiten freischalten, die dann per Teleporter im weiteren Verlauf der Kampagne verfügbar sind.

Im Mehrspielermodus werden wie schon bei „Chaos Rising“ wieder einige neuen Einheiten verfügbar. Welche? Auch das hat uns Relic noch nicht verraten. Zum Multiplayer-Part gibt es zwar noch nicht viele Informationen - aber das ist auch logisch, denn die großen Neuerungen stecken in der Einzelspielerkampagne. Die führt zurück zur Tradition des ersten Dawn of War.

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DaWII ist dynamischer als andere Echtzeitstrategiespiele
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Mit Verlauf der Missionen wächst meine Armee, weil ich wieder selbst Einheiten bauen und Trupps nach meinem Geschmack und je nach Einsatzart mit Upgrades ausstatten kann. Ich bin aber nicht wie in vielen anderen Echtzeitstrategiespielen an meine gebauten Basen gebunden. Auf der einen Seite verliert der Spieler dadurch Entscheidungsfreiheit, auf der anderen macht es das Spiel auf eine andere Art dynamisch, weil ich meine Armee ständig vielseitig zusammenstellen muss, um auf die unterschiedlichen Situationen vorbereitet zu sein.