Warhammer 40.000: Dawn of War (PC-Test)
(von Patrick Streppel)

Kriegerische Zukunft: Im Jahr 40.000 steht das menschliche Imperium mit den Orks, den Eldar sowie den Mächten des Chaos im Clinch - eine Auseinandersetzung, die im Tabletop-Spiel von Games Workshop Tausende von Fans

begeistert. THQ verwandelte das komplexe Warhammer-Universum gemeinsam mit den Homeworld-Machern Relic Entertainment in ein bombastisches Echtzeit-Strategiespiel, das vor allem Science Fiction- und Mehrspieler-Begeisterte schnell ins Herz schließen werden.

Warhammer 40k: Dawn of War - Platinum TrailerEin weiteres Video

Vom positiven Star Trek-Flair ist bei Warhammer 40.000 nichts zu spüren: Obwohl der Imperator ein blutrünstiger, egozentrischer Diktator ist, der sich nur wenig um das Leben seiner Untergebenen schert, ist der Glaube an das Imperium der einzige Halt für die vielen verlorenen Seelen auf den Schlachtfeldern dieses düsteren Universums. Die Menschheit muss nicht nur gegen eine Reihe außerirdischer Rassen, sondern auch gegen die Abtrünnigen Chaos-Truppen um ihr Überleben kämpfen. Für Fragen oder Zweifel bleibt keine Zeit.

Anbruch des Krieges
Die Kampagne beginnt, als ein Planet des Imperiums von den Orks überfallen wird. Kurz bevor die Imperiale Armee im blutigen Render-Intro von den Aliens überrannt wird, treten die Space Marines auf den Plan. Die Blood Ravens, eine Spezialeinheit unter dem Oberkommandierenden Gabriel Angelos, retten in letzter Sekunde die Hauptstadt und schlagen in den folgenden Missionen die Orks mit listigen Strategien Stück für Stück zurück.

Doch die plumpen Krieger sind nicht die einzige Bedrohung, denn auch die Eldar - ein altes und technologisch fortschrittliches Volk - sowie die Chaos Marines, eine Splittergruppe des Imperiums, scheinen sich für die auf den ersten Blick unbedeutende Welt zu interessieren. Während die imperialen Soldaten die Zivilbevölkerung evakuieren, beschließt Gabriel der Sache auf den Grund zu gehen - und wird dabei von den eigenen Mitstreitern verraten…

Auf Nummer sicher
Warhammer 40.000, der Zukunfts-Ableger der Fantasy-Welt Warhammer, ist ein Tabletop-Spiel, in dem mit Plastikfiguren und Würfeln über den Ausgang des Kampfes entschieden wird. Das Universum von Games Workshop beherbergt aber auch eine Reihe von Romanen, welche die Hintergrundgeschichte ausleuchten, sowie verschiedene Computerspiele - u.a. von SSI, jetzt Teil von Ubi Soft. Der aktuelle Lizenznehmer ist das amerikanische Unternehmen THQ, das im letzten Jahr den Ego-Shooter Firewarrior

Warhammer 40k: Dawn of War - Massenschlachten in Bombast-Grafik! Jetzt im Test!

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herausbrachte und nun mit Dawn of War sein zweites Warhammer-Projekt veröffentlicht. Um der Vorlage gerecht zu werden, wurde als Entwickler das kanadische Team Relic verpflichtet, das für die Homeworld-Serie sowie das RTS Impossible Creatures verantwortlich zeichnete. Das inzwischen von THQ geschluckte Studio bleibt mit Dawn of War seinen Wurzeln treu, auch wenn der Titel weniger innovativ als die von Kritikern geliebten Vorgänger daher kommt: Das 3D Echtzeit-Strategiespiel bietet statt großer Neuerungen die klassische Mischung aus Basisbau und Massenschlachten mit wenigen kleinen, aber feinen Einfällen.Keine Nachschub-Sorgen
So ist die Frage des Ressourcen- und Einheiten-Managements ganz auf actionreiche Schlachten ausgelegt: Fußsoldaten, das Rückrat einer jeden Armee, werden immer in Squads eingeflogen, die aus bis zu acht Mitgliedern bestehen können. Segnet jemand das zeitliche, lässt sich per Knopfdruck sogleich Verstärkung an die Front beamen - so lange wie noch mindestens ein Gruppenmitglied am Leben ist. Auch die Aufrüstung mit Spezialwaffen, darunter Flammen- oder Raketenwerfer, bzw. die Beförderung eines Squadmitglieds zum Seargent geschieht mit einem Click auf der Menü-Leiste.

Anstatt mühevoll Minen zu erschließen und Transport-Einheiten einzusetzen, müssen wir bei Dawn of War lediglich einen Kontrollpunkt einnehmen und die Kohle fließt. Es dauert zwar eine Weile, unsere Fahne in den Boden zu rammen, dafür lassen sich Geschütztürme auf und um die strategisch wichtigen Stellen errichten um die einmal eingenom-menen Punkte effizient zu verteidigen.

Packshot zu Warhammer 40k: Dawn of WarWarhammer 40k: Dawn of WarErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Neben Kontrollpunkten, welche die Währung des Spiels ausspucken, sind Energiequellen und Reliquien von Bedeutung um die Effizienz unserer Einheiten zu erhöhen. Die zweite Ressource, Energie, lässt sich aber auch durch gewöhnliche Kraftwerke gewinnen, die frei in der Gegend platziert werden dürfen.

Baue und Kämpfe
Am Anfang einer jeden Mission steht der Aufbau einer Basis. Neben der Verteidigung mit Geschütztürmen und Minenfeldern stehen Produktion und Forschung im Vordergrund. Das Hauptquartier lässt sich mehrfach erweitern, zudem gesellt sich pro Rasse je ein Gebäude hinzu, in dem bessere Waffen sowohl für Nah- als auch für Fernangriffe entwickelt werden können. Je eine Fabrik für Soldaten und Fahrzeuge stellt den Nachschub an Einheiten sicher, wobei ein strenges Limit für die Anzahl existiert.

Das verhindert jedoch nicht, das bei Dawn of War vor allem schnelle Massenschlachten angesagt sind:

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Wer seine Truppen zum Feind marschieren lässt, darf sich auf ein grafisch imposantes Gemetzel einstellen, das durch die einfache Verstärkung der eigenen Squads natürlich nur intensiviert wird. Verschnaufpausen oder strategische Planung ist selten - in der Regel verstrickt uns die KI schon kurz nach Levelstart in kontinuierliche, hitzige Gefechte.

Papier Schere Stein
Wichtiger ist ohnehin die richtige Kombination der unterschiedlichen Bewaffnungen: Flammenwerfer oder Maschinengewehr sind effektiv gegen Fußsoldaten, richten bei Panzern und Gebäuden aber kaum Schaden an. Raketen dringen zwar durch dicke

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Panzerungen, treffen flinke Einheiten aber nur schwerl. Artillerie und Scharfschützen nehmen elegant weit entfernte Ziele ins Visier, sind jedoch wehrlos wenn der Feind direkt bis zu ihnen vordringt. Ein weiterer Punkt ist die Moral, denn wenn unsere Einheiten einer Übermacht gegenüberstehen oder von Granateneinschlägen durch die Luft geschleudert werden, verlieren sie schon mal die Nerven. Abhilfe: Wir befördern eine Einheit zum Seargent oder teilen dem Geschwader eine charismatische Führungskraft zu, die mit Upgrades zudem zu einer wahren Kampfmaschine mutiert. Doch Vorsicht: Wer den Oberkomman-dierenden sterben lässt, der verliert meist die Partie - Heiler sind also von großer Bedeutung.

Solo vs. Multiplayer
Wer lediglich allein spielt, den wird Dawn of War nicht ganz glücklich machen: Die Kampagne ist mit ihrer spannenden, wenn auch altbackenen Geschichte und langen, wenn auch nicht besonders schönen Ingame-Zwischensequnzen gut designt, mit elf zudem recht ähnlich ablaufenden Missionen aber zu kurz geraten. Schade: Wir dürfen nur die Kontrolle über das Imperium übernehmen, alle anderen Rassen sind dem Skirmish oder Mehrspielermodus vorbehalten - ruft da schon jemand nach einem Add-On?

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Wer vorwiegend online spielt, der wird hingegen seine wahre Freude haben: Auch wenn sich die vier Rassen in ihrer Funktionalität stark ähneln, kommt dank des actionreichen Spielprinzips lang anhaltender Spielspaß auf. Für Fans interessant: Die mühevoll den Original-Figuren nachempfundenen Einheiten lassen sich im Editor mit eigenen Logos bekleben und entsprechend dem eigenen Clan anpassen.

Licht und Schatten
Viel Freude macht dabei vor allem die Optik, welche Command & Conquer: Generäle oder Ground Control 2 alt aussehen lässt. Auch wenn die Umgebung zuweilen recht trist

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geraten ist, brennt die eigens entwickelte Engine bei Kämpfen ein wahres Feuerwerk an Effekten ab. Ständig ist man versucht, ganz nah heran zu zoomen und den einzelnen Soldaten bei ihrer Arbeit zuzusehen. Die detaillierten 3D-Modelle und geschmeidigen Animationen sind wahrlich beeindruckend. Einziger Nachteil: In hohen Zoomstufen verliert man schnell den Überblick - für unseren Geschmack ist selbst die entfernteste Ansicht noch einen Tick zu nah dran.

Klasse Soundtrack
Wuchtige Orchesterstücke begleiten dynamisch das Spielgeschehen und untermauern die Atmosphäre. Deutsche, hervorragend

synchronisierte Sprachausgabe haucht den Charakteren Leben ein. Einzig bei der Wegfindung haben die Designer geschlampt: Auf der einen Seite werden wir gezwungen, unsere Basis auf engem Raum zu errichten, auf der anderen Seite ist es im Test aber oft vorgekommen, dass neu gebaute Panzer nach ihrer Lieferung nicht aus einer Ecke herauskamen und wir Gebäude wieder einreißen mussten. Auch enge Schluchten werden so zum Verhängnis.

Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ bombastische Grafik + ausgewogene Einheiten + gelungenes Ressourcensystem + Bedienkomfort für actionreiche Schlachten

Cons:
- kurze Kampagne mit nur einer Rasse - Wegfindungsprobleme

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Klasse Soundtrack
Wuchtige Orchesterstücke begleiten dynamisch das Spielgeschehen und untermauern die Atmosphäre. Deutsche, hervorragend

synchronisierte Sprachausgabe haucht den Charakteren Leben ein. Einzig bei der Wegfindung haben die Designer geschlampt: Auf der einen Seite werden wir gezwungen, unsere Basis auf engem Raum zu errichten, auf der anderen Seite ist es im Test aber oft vorgekommen, dass neu gebaute Panzer nach ihrer Lieferung nicht aus einer Ecke herauskamen und wir Gebäude wieder einreißen mussten. Auch enge Schluchten werden so zum Verhängnis.

Pro & Contra

Wertung im Schnellüberblick:

Pros:
+ bombastische Grafik + ausgewogene Einheiten + gelungenes Ressourcensystem + Bedienkomfort für actionreiche Schlachten

Cons:
- kurze Kampagne mit nur einer Rasse - Wegfindungsprobleme