Nedzad HurabasicLiteratur, Filme und auch Computerspiele beschäftigen sich gerne mit hypothetischen "Was wäre, wenn"-Szenarien. Häufig berühren sie historische Fakten, spielen aber mit ihnen und machen das Setting für uns noch interessanter. So verfährt auch der französische Entwickler Eugen Systems, der in Wargame: European Escalation den Kalten Krieg heiß entfacht.
Das neue Spiel der R.U.S.E.-Macher lässt trotz einiger guter Ideen eine konsequente Umsetzung vermissen.FazitUnd auch hier beruht die fiktive Handlung auf einer authentischen Grundlage. Die kriegerische Eskalation des Echtzeitstrategiespiels - die es in der Realität zum Glück nie gab - basiert auf einem wahren Konflikt. Werner Weinhold erschoss bei seiner Flucht aus der DDR am 19. Dezember 1975 zwei Grenzsoldaten des ostdeutschen Regimes. Während ihn die bundesdeutsche Justiz zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilte, entfesselt sich in Wargame wegen dieser Tat ein heißer Krieg. Die Franzosen beschränken die Gefechte jedoch auf konventionelle Kriegsführung - Atomraketen bleiben also außen vor.
Allerdings verlaufen deutsch-deutsche Auseinandersetzungen oder die Einsätze mit sowjetischen, britischen und amerikanischen Verbänden dennoch anders als gedacht. Von den riesigen, gefürchteten Panzerarmeen der UdSSR fehlt ebenso jede Spur wie von NATO-Fliegern. Statt ausufernder Feldschlachten erleben wir kleine Scharmützel mit einigen Dutzend Einheiten: ein paar Panzer, Hubschrauber, Infanterie.
So richtig heiß, tatsächlich spürbar, wird die Hitze des Gefechts zwischen Ost und West auf dem Schlachtfeld eher sporadisch. Nur wenige Videosequenzen verdeutlichen den Ernst der Lage. Eine Identifikation - mit welcher Seite auch immer - fehlt auch, weil Bezüge zu realen Geschehnissen zu selten aufgegriffen werden und die Darstellung des Konflikts insgesamt sehr distanziert erfolgt.
Die Sichtlinien funktionieren nicht immer einwandfrei.Die Militärstrategen reden ja gerne von „chirurgisch präzisen Einsätzen“ und das Interface wirkt tatsächlich ein wenig klinisch: Sehr aufgeräumt und übersichtlich, aber eben auch öde und ohne Emotionen stellt Eugen die vielen kleinen Bildschirme und herumscrollenden Informationen über den Stand der Kampagne dar. Das mag zweckdienlich sein (ist aber trotzdem gelegentlich etwas umständlich), aber Begeisterung für die „eigene Sache“ ruft das nicht unbedingt hervor. Dafür weckt ein anderes Feature meine Durchhaltemotivation: das der persistenten Einheiten.
Meine Panzer-, Infanterie-, und Versorgungsverbände bleiben nach siegreichen Gefechten erhalten - wenn sie denn nicht zerstört werden. Die Streitkräfte sammeln also Erfahrungspunkte und steigen auf, wodurch sie zu schlagkräftigen Veteranentruppen heranwachsen, die man nicht einfach so durch unüberlegtes „Rushen“ verheizen möchte.
Grundsätzlich unterstützt Wargame solche Spielweisen auch nicht unbedingt, denn obwohl die Feind-KI in schöner Regelmäßigkeit nicht sonderlich geschickt agiert und ihre Einheiten in kleinen Grüppchen gegen meine überlegene Abwehr entsendet, muss ich doch meine Einsätze genau planen. Stures Anstürmen mit Brute-Force-Attacken ist weniger effektiv, als die Lage zu sondieren und den Gegner mit wohlüberlegten Manövern zu sezieren.
Das gilt umso mehr, da ihr auf eine optimale Versorgungslage achten müsst: Die Fahrzeuge verbrauchen Sprit und Munition, benötigen mitunter Reparaturen, und Hilfe karrt ihr entweder mit entsprechenden Einheiten heran oder ihr nehmt Nachschublager ein. Auf diese Weise erhalten die Feldzüge ein beachtliches taktisches Element. Wer will dem Feind schon gerne ohne Geschosse oder Treibstoff gegenüberstehen?
von Focus Home Interactive, Eugen Systems
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WTF?
Als Singleplayer find ich das schon richtig so xD
WTF?
Hey in letzter Zeit gabs da so viel Mist und in R.U.S.E. selbst hatte der ja auch schwere Probleme, dass das eben zum Standard wurde. Und die Abweichung vom Standard ist dann eben Contra ;)
WTF?
Guten Morgen,
Ich habe mir soebend einmal Euren Test zu diesem Game durchgelesen. Und nun stell ich mir die Frage, was habt ihr getestet ?
- GlippingFehler wurden mit dem letzten Patch grösstenteils behoben
- zum Sound mal eine Frage: wie soll es klingen ?
- Formation. ok Punkt für Euch
- Sichtlinie hmmm mal überlegen. Richtig sie ist vorhanden, vorallem wenn man richtig scoutet. Das diese im Spiel selbst nicht, wie bei RUSE angezeigt wird, heist aber nicht das sie nicht vorhanden ist.