Nachdem mein Kollege David Hain Anfang des Monats die Zentrale des Berliner Publishers The Games Company stürmte, um War Leaders – Clash of Nations für euch unter die Lupe zu nehmen, wurden wir nun erneut eingeladen, einen Blick auf den virtuellen zweiten Weltkrieg zu werfen – die beste Chance, um gleich mal eine Partie zu zocken. Nebenbei erzählte uns TGCs Head of PR, Benjamin Bezold, welche Fortschritte das Spiel seit unserem letzten Preview gemacht hat.

Auch wenn unser letzter Besuch bei TGC noch nicht allzu lange her ist, hat sich in der Zwischenzeit noch mal einiges am Spiel getan. Außerdem offenbarte Benjamin uns noch ein besonderes Schmankerl des Spiels, das vor uns noch niemand anderes zu Gesicht bekommen hatte – aber der Reihe nach…

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(Historische) Rückblende

Kurze Zusammenfassung für alle, die bis jetzt nichts von War Leaders gehört haben: Wie bereits erwähnt, werdet ihr in den zweiten Weltkrieg zurückversetzt, dessen Ausgang ihr im Spiel selbst bestimmen könnt. Die zur Auswahl stehenden Fraktionen entsprechen dabei den sieben Großmächten, die wirklich am damaligen Geschehen beteiligt gewesen sind. Auf Wunsch könnt ihr vor Spielbeginn außerdem die historische Genauigkeit einstellen, was sich auf die Ausgangssituation auswirkt – selbst bei höchster Genauigkeitsstufe ist das Ende des Krieges jedoch immer völlig von eurem Vorgehen abhängig.

War Leaders - Clash of Nations - Weltkrieg zum Zweiten: Wir haben die Strategiehoffnung gespielt und enthüllen Neues.

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Der Krieg erstreckt sich über die gesamte Welt.
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Der Spielablauf ist rundenbasiert: Zunächst plant ihr auf einer schicken 3D-Weltkarte, die in 175 einzelne Territorien unterteilt ist, in Ruhe eure Schachzüge. Schickt ihr Einheiten zum Angriff in ein feindliches Gebiet oder werdet ihr gar selbst angegriffen, könnt ihr entscheiden, ob die KI für euch kämpfen soll oder ob ihr lieber selbst das Geschehen lenken wollt. Bei Letzterem wechselt ihr in den Echtzeit-Modus, in welchem ihr eure Einheiten selbst steuern könnt.

Besonders aufpassen solltet ihr auf euren War Leader: Dieser ist der Anführer eurer Armee und entspricht jeweils der realen historischen Persönlichkeit, die zur Zeit des WWII gerade im jeweiligen Land die Geschehnisse beeinflusste. Zieht ihr also mit Frankreich in die Schlacht, ist zum Beispiel Charles de Gaulle der Mann der Stunde. Wird euer War Leader getötet, habt ihr automatisch das Spiel verloren.

Packshot zu War Leaders - Clash of NationsWar Leaders - Clash of NationsErschienen für PC kaufen: Jetzt kaufen:

Gestatten: Tessler

„Erstmals sind alle sieben Kriegsparteien eingebaut und können auch bereits gespielt werden“, erzählt Benjamin gleich zu Anfang. Als es daran geht, uns für eine Partei zu entscheiden und die verschiedenen Fraktionen in Augenschein genommen werden, blickt uns plötzlich „Rudolf Tessler“ als War Leader für Deutschland an. Nanu? Hält sich das Spiel etwa doch nicht so genau an die historischen Vorgaben?

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Egal, wie der Name nun lautet: Wichtig ist eh nur die Weltherrschaft.
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„Wir haben uns wegen der USK und wegen des Verfassungsschutzes dazu entschieden, Adolf Hitler durch Rudolf Tessler zu ersetzen“ klärt Benjamin auf. „Es wurde extra ein neuer Lebenslauf verfasst, um Probleme von Anfang an auszuschließen.“ Dennoch hat Rudolf nichts anderes als die Weltherrschaft im Sinn und wir können entscheiden, ob er sein Vorhaben in die Tat umsetzt oder nicht.

Im Moment kann Rudolf allerdings ruhig Pause machen, wir entscheiden wir uns für England und starten den Kampagnenmodus auf der niedrigsten historischen Genauigkeitsstufe. Da wir noch keine Feinde haben und alles friedlich ist, erklärt Benjamin erst einmal die neuen Features des Spiels.

England lässt es drauf ankommen

Nützlich: Klickt man auf das jeweilige Territorium, erscheint oben im Bild eine Anzeige der jeweiligen Gebäude, die man bereits besitzt. So können wir schnell feststellen, dass wir noch keinen Hafen haben. Da wir uns dazu entschließen, zunächst einmal Irland zu unterjochen, um an zusätzliche Macht zu gelangen, geben wir einen Hafen in Auftrag. Der Bau dauert allerdings zwei Runden (eine Runde entspricht immer einer Woche im Spiel) und da wir noch ein wenig Action wollen, entschließen wir uns spontan dazu, das unabhängige Saudi Arabien anzugreifen.

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In der Wüste geht es ordentlich zur Sache.
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Das bietet sich insofern an, da wir ohnehin Kolonien in Afrika haben und in Saudi Arabien Ressourcenvorkommen sind, die wir gut gebrauchen können. Um hemmungsloses Gewusel auf der Weltkarte zu vermeiden, werden mehrere hundert Mann starke Regimenter dort zu einer Einheit zusammengefasst. Wir ziehen also eine Einheit aus unserem Sektor nach Saudi-Arabien herüber und ein roter Pfeil symbolisiert uns, dass diese Truppen einen Angriff starten werden.

Management und Echtzeitstrategie in einem Paket: War Leaders dürfte nicht nur für Kriegsveteranen interessant sein.Ausblick lesen

Leider sehen wir keine Infos über die genaue Truppenstärke der Araber. „Dazu müssten wir einen Spion ins Land schicken, der für Aufklärung sorgen würde“ erklärt Benjamin uns. Ohnehin ist ein Spion eine äußerst nützliche Einheit: Er kann Aufstände anzetteln, so dass die Bevölkerung unzufrieden ist und der Feind langsamer baut, Technologie stehlen, die uns fortan zur Verfügung steht oder als einzige Einheit den gegnerischen War Leader töten.

Kampfvorbereitungen

Blöderweise haben wir weder einen Spion vor Ort, noch ist unsere Technologie weit genug entwickelt, um eine andere Aktion als Informationsbeschaffung durchzuführen. Wir müssten erst Geld in Forschung investieren und könnten auf diese Weise einen ganzen Tech-Tree erforschen, der von Camouflagekleidung zur besseren Tarnung unserer Einheiten bis zur Atombombe reicht.

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Zum Spiel gehört auch die strategische Planung der Kampfhandlungen.
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Hat man keine Lust, alles selbst zu bestimmen und möchte sich lieber auf das eigentliche Kämpfen beschränken, kann man auch der KI sämtliche Planungsmaßnahmen überlassen – und davon gibt es in War Leaders jede Menge: Man kann zum Beispiel die Steuern festsetzen, welche die wichtigste Einnahmequelle des Spiels darstellen, sich auf Handel mit anderen Fraktionen einlassen, dem Gebäudemanagement frönen sowie Einheiten und deren Spezialfähigkeiten erforschen.

Damit man nicht den Überblick verliert, kann man sich auf einem Statistikbildschirm informieren, der die Vorgänge im Spiel veranschaulicht. Außerdem kann man mit Hilfe der Strg-Taste verschiedene Infos über die einzelnen Länder auf einen Blick anzeigen lassen. Doch zurück zu unserer Invasion.

Der Einfall in Saudi Arabien

Wir entscheiden uns dafür, den Angriff selbst zu steuern. Nach einem hübsch anzusehenden Video finden wir uns in der Wüste wieder und entdecken auch sofort den rot dargestellten Feind auf unserer Karte. Wie es sich für tapfere Soldaten gehört, setzen wir uns auch sofort in Bewegung, wobei wir die Marschformation wählen, die unsere Einheiten schneller vorankommen lässt.

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Die Einheiten sind detailverliebt animiert und hübsch anzusehen.
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Die Grafik macht einen guten Eindruck und die Einheiten sind detailverliebt gestaltet worden. Vor lauter Herein- und Herauszoomen vergessen wir, die Karte im Auge zu behalten und wundern uns, wohin der Feind auf einmal verschwunden ist. Dann des Rätsels Lösung: Die feigen Araber haben eine Spezialfähigkeit genutzt sich im Wüstensand eingegraben. Unsere Truppen werden überrascht und obwohl wir aus allen Rohren feuern, haben wir kaum Chancen.

Zu dumm, dass wir zu allem Überfluss auch noch die langsame mobile Artillerie vergessen haben, die erst am Ort des Geschehens eintrifft, als unsere ehemals flinke Infanterie schon längst tot im Sand herumliegt. Unser erster Angriff endet mit einer bitteren Niederlage und zu allem Überfluss bekommen wir natürlich postwendend von Saudi Arabien den Krieg erklärt. Wir produzieren in der nächsten Runde neue Einheiten und probieren es noch mal. Diesmal soll die KI den Kampf übernehmen und tatsächlich: Wir siegen, wenn auch mit 62% Truppenverlusten. Die übrigen Truppen gewinnen Erfahrung und werden dadurch stärker.

Das Ende vom Lied

Unser Einfall in ihr Land gefällt den Arabern nicht, weshalb es zu Aufständen kommt. „Keine Sorge“, meint Benjamin, „nach ein paar Runden stabilisiert sich das Ganze wieder.“ Mittlerweile ist auch unser Hafen fertig und alles für den Angriff auf Irland bereit. Gerade als es losgehen soll, stürzt das Programm ab – fertig ist es eben noch nicht ganz.

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Auch der Kampf in Städten wird möglich sein.
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Als Trost enthüllt Benjamin noch ein besonderes Feature, das außer uns bislang noch niemandem verraten wurde: Es werden auch Kämpfe in den Hauptstädten der beteiligten Parteien möglich sein, inklusive begehbarer Gebäude sowie bekannter Sehenswürdigkeiten im Hintergrund. Leider konnte dieses Feature noch nicht angespielt werden, bis zum Verkaufsstart am 28. März wird aber alles fertig sein.

Auch einen Multiplayermodus wird es geben: Ihr könnt entweder den Politikmodus spielen, in welchem die Echtzeitkämpfe wegfallen und die Gefechte von der KI ausgetragen werden oder aber verschiedene Szenarios in Form von Team Death Match, Eroberung oder Capture the Flag mit bis zu vier Spielern meistern können.