Das norwegische Forscherteam der Universität Bergen, bestehend aus Maja Sigerseth und Thomas Larsen, hat es sich zum Ziel gemacht, Rückenschmerzen zu behandeln. Sie entwickeln VR-Spiele, mit deren Hilfe Patienten von ihrem Leiden befreit werden können. Dabei sind schon erste Erfolge zu verzeichnen.

Spielerische Bewegung ist bei VR-Spielen häufig der Fall. Warum das Ganze also nicht als Therapie nutzen?

Playstation VR - The Playroom VR Gameplay-Trailer

Wie die Seite Heise berichtet, haben die beiden Wissenschaftler drei Spiele für VR-Brillen programmiert, die auf Rückenschmerzpatienten angepasst wurden. Dort müssen sie - abhängig vom Schmerzgrad - Übungen durchführen und verbessern so hoffentlich ihr Leiden. Die Wissenschaftler wollen die Probanden gleichermaßen schmerzfrei machen und zu mehr Bewegung animieren. Spielerisch wird ihnen dabei geholfen, mit den chronischen Schmerzen umzugehen. Und dies trägt schon bei einigen Versuchspersonen Früchte. Einer der Teilnehmer, der bereits seit mehr als einem Jahr an Rückenschmerzen litt, soll nach den Behandlungen schmerzfrei sein und sich nicht mehr vor Bewegungen fürchten. Der Prototyp soll nun in einer größeren Studie ausprobiert werden.

Das Leiden der Bevölkerung

Rückenschmerzen sind ein großes Problem in Norwegen. Allein dadurch entstehen jährlich Arbeitsausfälle und Behandlungskosten in Höhe von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Dementsprechend fieberhaft suchen die Physiotherapeuten und Programmierer nach einer Lösung für das Volksleiden. Auch in Deutschland sollen circa 74 Prozent der Bevölkerung an regelmäßigen Rückenschmerzen leiden.