Eine der traditionellsten und anspruchsvollsten Prügelspielserien ist zurück und beglückt vorerst nur stolze Besitzer der neuen Playstation 3. In den Spielhallen ist der Titel bereits seit Monaten äußerst populär und konnte aufgrund der Leistungsfähigkeit der neuen Konsole nahezu identisch ins heimische Wohnzimmer transportiert werden. Knüpft der Titel an den Erfolg seiner Vorgänger an?

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Die »Virtua Fighter«-Serie der Entwickler von AM2 steht seit Jahren für anspruchsvolle Prügelspielkost, die Gelegenheitsspielern und Meistern im Button Smashing ihre Grenzen aufweist. Wer hier Erfolg haben will, muss hart trainieren. Zudem kommt das Spiel ohne unrealistische Special Moves aus und besinnt sich stattdessen komplett auf das Bewegungsrepertoire realer Kampfsportarten.

Virtua Fighter 5 - Fans sollten hier kräftig zuschlagen: der beste Launchtitel für die PS3!

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Der Detailgrad der Kämpfer ist vor Allem in voller HD-Auflösung beeindruckend.
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Zwei Eigenschaften, die zunächst den einen oder anderen Spieler abschrecken könnten. Wer Spiele wie "Dead or Alive" oder "Mortal Kombat" mag, wird von Segas Martial-Arts-Simulation womöglich zunächst mal enttäuscht. Geduld und Ergeiz zahlen sich allerdings aus, denn wer seinen Virtua Fighter-Charakter beherrscht erlebt das Genre auf völlig andere und viel intensivere Art.

Drei Tasten auf dem Weg zum Erfolg
Die Steuerung beschränkt sich auf lediglich drei Tasten. Schlag, Tritt und Block sind der Schlüssel zu einem dennoch unglaublich komplexen Aktionsrepertoire, über das jeder der insgesamt 18 Kämpfer verfügt. Kombinationen aus diesen drei Tasten, deren bloßer Anblick bei Einsteigern für Angst und Schrecken sorgt, lösen spektakuläre Angriffe, Würfe und Kombos aus. Um die Steuerung etwas zu entschärfen, wurden freie Tasten auf dem Sixaxis-Controller bereits mit Kombinationen aus den drei Basistasten vorbelegt. Auch die zahlreichen, aus älteren Teilen bekannten Charaktere haben einige völlig neue Bewegungen spendiert bekommen, was Fans der Serie besonders freuen dürfte.

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Die Licht- und Schatteneffekte in den Arenen sind sehr gelungen.
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Im Vergleich zu den Vorgängern wurde das Tempo der Fights ein wenig erhöht, so dass ihr nun über noch besseres Timing und Reaktionen verfügen müsst. Neben gezielten Attacken ist es vor Allem wichtig, die Angriffe des Gegners möglichst früh zu erkennen und darauf zu reagieren. Dies geschieht zum einen durch Ausweichmanöver, zum anderen durch direkte Kontermoves, bei denen ihr von der erfolgreichen Abwehr unmittelbar in den Angriff übergeht und euren Gegner dadurch überrascht.

Endgegner Dural
Auch bei den Spielmodi wurden bewährte Wege beschritten. Von der Spielhallenversion hat der Titel den Arcade-Modus geerbt. Hier tretet ihr mit einem Charakter eurer Wahl Runde für Runde gegen zufällig ausgewählte KI-Gegner an, die zunehmend stärker werden. Solltet ihr verlieren, stehen euch unbegrenzte "Continues" zur Verfügung und ihr versucht es einfach noch mal. Am Ende schließlich wartet Endgegner "Dural", der über ein Bewegungsrepertoire verfügt, das eine Art Symbiose aus den Moves aller Kämpfer darstellt. Die Besonderheit ist, dass ihr hier nur einen Versuch habt, den Kampf für euch zu entscheiden.

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Weit entfernt von Dead or Alive werden jedoch auch bei VF5 weibliche Reize in Szene gesetzt.
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Für langfristigere Motivation sorgt dagegen der so genannte "Quest Modus". Auch hier wählt ihr wieder einen der Basischaraktere und beginnt eine Karriere als Martial Arts-Kämpfer. In zahlreichen Einzelkämpfen gewinnt ihr dann Kleidungsstücke, Frisuren und Accessoires, mit denen ihr das Aussehen eures Kämpfers individuell gestalten könnt. Von diesem Feature profitieren übrigens auch sämtliche Gegner, von denen keiner dem anderen gleicht. In Rang Matches lässt sich zudem der offizielle Rang eures Kämpfers verbessern, und bei Turnieren geht es neben dem Ruhm um saftige Preisgelder. Wer seine Kampfkünste zunächst mal trainieren möchte, hat im "Dojo"-Spielmodus ausgiebig die Gelegenheit dazu, da euch hier ein KI-Gegner gegenüber steht, dessen Verhalten sich frei konfigurieren lässt.

Grafisch hat man bei AM2 tatsächlich alle Register gezogen. Bereits die atemberaubenden Fly Bys zu Beginn eines Kampfes sorgen für staunende Gesichter. Gigantische Wasserfälle, schmucke Kathedralen, tropische Strandidylle, weiträumige Berglandschaften und vieles mehr sind ein Fest für die Augen. Auch die Kämpfer wurden mit einem Detailgrad gestaltet, der im Genre bislang einzigartig ist und sogar die Konkurrenz von Dead or Alive in die Tasche steckt. Hier fallen insbesondere die hoch aufgelösten Texturen ins Auge, die Kleidungsstücke und Haut der Haudegen extrem realistisch wirken lassen.

Licht und Wasser
Ebenfalls gelungen sind die Reflexionen, die endlich mal authentisch und nicht völlig übertrieben zum Einsatz kommen. Dies merkt man besonders auf dem Boden der Kathedrale, auf dem sich zwar Licht und Umgebung spektakulär spiegeln, der jedoch nicht aussieht wie eine frisch geputzte Eisfläche. Sehenswert sind auch die Metallapplikationen auf dem Stirnband des Ninjas Kage und die Maske des Wrestlers "El Blaze".

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Bei solchen Lichteffekten neigt man als Spieler dazu, eine Sonnenbrille aufzusetzen.
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Ein weiteres Highlight ist neben tollen Lichteffekten die Darstellung von Wasser. So kämpft ihr in einer Arena in knöcheltiefem Nass, das bei Bewegungen und zu Boden fallenden Kämpfern realistische Wellen schlägt. In einer anderen Arena findet das Duell auf einem Floß statt. Wie bei vielen weiteren Schauplätzen lässt sich der Kampf hier alternativ per "Ring Out" entscheiden, wobei dem Gegner ein besonders spektakulärer Abgang ins tiefe Gewässer bevorsteht.

Ein Spiel wie Virtua Fighter braucht einfach einen Onlinemodus, der bei der Playstation-3-Version leider schmerzlich vermisst wird. Wie schon bei Virtua Tennis müsst ihr euch also auch hier vor einer Konsole versammeln, wenn ihr euren Freunden zeigen wollt, wer der Meister des Gamepads ist. Da der Spielumfang mit dem auf Dauer recht eintönigen Quest-Modus und dem eher kurzfristig motivierenden Arcade-Modus nicht besonders üppig ausfällt, kommt ihr nicht um Duelle mit menschlichen Gegnern herum - hier entfaltet der Titel letztlich sein gesamtes Potenzial!