Hach, es ist wahrlich nicht einfach an dieser Stelle darauf zu verzichten, irgendwelche macho-ösen Sprüche zu klopfen, ein Loblied auf die Rundungen der Spieleheldin Scarlett zu singen und den furchtbar angestaubten Lara-Croft-Vergleich zu zücken. Daher lediglich ein kurzer Verweis: Wer auf krachende Action und schicke Mädels steht, liest unbedingt weiter – „Venetica“ ist genau euer Ding!

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Schicke Frau, derbe Handkanten

„Zack!“, hier ein Schwertschlag, „Zoom!“, da ein Dolchstoß, „Kawumm!“, dort ein beherzter Tritt gegen des Gegners Dickschädel – passionierte Spieler ahnen schon, in welchem Genre wir uns befinden. „Venetica“ ist ein Action-Rollenspiel, denn da werden noch echte Schlachten geschlagen, spektakuläre Combos gezündet, Knochen knacken lautstark, während die attraktive Heldin… Moment, Held-in?

Venetica - Der Tod hat eine heiße Tochter

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Schöne Frau teilt derbe aus: Scarlett weiß sich durchaus zu wehren.
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Richtig gelesen. Es müssen nicht immer dick-bemuskelte Super-Barbaren sein, die sich durch eine illustre Monsterschar schnetzeln, wenn es um Action-RPGs geht. Der filigrane Körper einer Frau eignet sich schließlich wesentlich besser, um die Kämpfe gleichzeitig athletisch-grazil und dennoch brachial wirken zu lassen. Zurück also zu „Venetica“ und seiner sexy Spieleheldin Scarlett.

Die Eckpfeiler hätten wir also schon mal abgesteckt: schöne Fraue, derbe Schläge. Und warum der ganze Aufruhr? Ein fieser Schwarzmagier bläst zur Jagd auf die hübsche Dame, denn Scarlett ist nicht nur sexy und schlagkräftig, sondern pflegt auch reichlich – nunja – skurrile Familienbeziehungen. Ihr Vater ist nämlich niemand Geringeres als der Tod persönlich, in dessen Reich eine weit reichende Revolte im Gange ist.

Take me to the Otherside

Das Beste an der verquasten Vater-Tochter- Beziehung: Als Spieler profitieren wir von Scarletts genetischem Ursprung gleich in mehrerer Hinsicht. Schließlich besitzt die kecke Dame auch einen Großteil der tödlichen Fähigkeiten und erlernt dementsprechend mit zunehmender Spielzeit allerlei mächtige Skills und Fertigkeiten oder zündet im Kampf besonders effektive Combo-Moves.

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In der Totenwelt geht es düster und bedrohlich zu.
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Deren Einsatz ist denn auch zwingend nötig, da in den taktisch äußerst anspruchsvollen Kämpfen versierte Spielerhände gefragt sind. Stumpfes Drauflosdreschen beschert Scarlett keinen Blumentopf, stattdessen müsst ihr eure Schläge gekonnt platzieren, im richtigen Moment zum Schlag ausholen oder Schwachstellen des Gegners nutzen. Wie im Rollenspiel „The Witcher“ müsst ihr dabei auch noch flink reagieren: Leuchten Scarletts Hände während des Kampfes hell auf, löst ein Klick den nächsten Kombo-Schritt aus.

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Der andere Nebeneffekt des „tödlichen“ Familienstammbaums ist die so genannte Totenwelt-Energie. Sollte Scarlett während eines Kampfes von ihren Gegnern niedergestreckt werden, wird diese Energie aufgebraucht und gewährt der agilen Kämpferin quasi ein Extraleben. Im späteren Spielverlauf erhöht sich dieser Energievorrat sogar noch, dann darf Scarlett bis zu dreimal sterben.

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Der Tod ist ihr ständiger Begleiter: Scarlett darf jederzeit in die Zwischenwelt wechseln.
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Last but not least darf Scarlett sogar jederzeit in besagte Totenwelt wechseln. Betreten wir diese mystische Zwischenwelt, eröffnen sich zum Teil völlig neue Spielelemente. Portale wabern dort geheimnisvoll vor sich hin, die uns den Zutritt zu Orten ermöglichen, die in der Welt der Lebenden normalerweise unerreichbar wären. Auch die Lösung so manchen Rätsels lässt sich nur hier finden.

Apropos Rätsel: Anders als in manchen Genre-Kollegen wird in „Venetica“ nicht einfach nur zehn Stunden lang auf alles eingehakt, was nicht bei drei auf den digitalisierten Bäumen ist. Gut 50 Prozent der Spielzeit ist Scarlett mit der Lösung mal mehr, mal weniger schwerer Kopfnüsse beschäftigt oder erledigt Questaufträge für die zahlreichen NPC-Einwohner der lauschigen Spielwelt.

Schöner schnetzeln in Venedig

Deren Ursprung ist übrigens realen Vorbildern nachempfunden. Den Großteil des Spiels hüpft, klettert, kämpft und zaubert sich Scarlett nämlich über die Dächer der italienischen Liebes-Metropole Venedig. Und die erstrahlt derart schön im eigenwilligen Comic-Stil der „Venetica“-Grafikengine, dass es beinahe frevlerisch wirkt, einfach blind durch die Straßen zu eilen. Stehen bleiben und staunen wäre da doch sehr viel gehaltvoller.

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Knackig: Die Kämpfe sollen durch hübsche Kombostafetten ausgewertet werden.
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Laut Entwickler Deck 13 soll übrigens jeder Fleck, den man während der Venedig-Erkundungstour aus der Ferne erspäht, tatsächlich begehbar sein. Jedes Haus darf durchsucht, jede Tür durchschritten, jeder Kanal beschwommen werden. Wer des Laufens müde wird, benutzt einfach – das stilecht der Realität entliehene – Schnellreisesystem: Per Gondel könnt ihr in Windeseile bekannte Abschnitte bereisen.

Zum Abschluss unserer „Venetica“-Tour gab es übrigens einen besonderen Leckerbissen zu bestaunen: Selbstredend gehört ein dicker Bossgegner im Action-RPG-Genre zum guten Ton, und ebenso selbstredend bietet auch „Venetica“ jede Menge davon. Der Clou an der Sache: Die sinistren Bösewichter wollen nicht nur per ausgeklügelter Taktik bezwungen werden, sondern kehren nach ihrem Ableben sogar noch einmal zurück.

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In Venedig könnt ihr per Gondel schnell an entlegene Orte reisen.
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Die mehrminütigen Bosskämpfe unterteilen sich nämlich in mehrere Phasen: Teil eins der Monsterschlacht findet in der realen Welt statt, habt ihr die kniffligen Kerle dort besiegt, ziehen diese euch in die Totenwelt, um dort noch einmal aufzuerstehen. Und das in optisch besonders beeindruckender Pracht: Ein vormals bulliger Menschenschlächter mutiert durch den Einfluss der Totenmagie zum mächtigen Drachen – das nennen wir wahrhaft epische Kämpfe.