Valve hat ein paar seiner neuesten Leidenschaften veröffentlicht. Für alle, die sich um Datenschutz und ihre Privatsphäre sorgen, sind sie sehr beunruhigend.

Valve - Will biometrische Daten der Spieler sammeln

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Gabe Newell ist interessiert an den Körperreaktionen der Spieler
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Erst kürzlich investierte Valve über 50.000 Dollar in ein System zur Verfolgung des Blicks, um besser verstehen zu können, wohin die Spieletester der Studios gucken, während sie spielen. Und anschließend, was die meiste Entwicklungszeit benötigt, richtet Valve nun seine Aufmerksamkeit auf biometrische Daten.

Das bedeutet nicht weniger, als die Tester an Drähte zu hängen und Strom durch ihre Haut laufen zu lassen – und den Puls, die emotionalen Reaktionen und andere Dinge aufzuzeichnen.

„Wenn ihr euch also unsere Spiele anschaut, dann bekommen wir mehr und mehr einen Eindruck vom Zustand des Spielers, bei dem wir glauben zu wissen, wie er sich grundlegend fühlt“, erklärte Gabe Newell in einem Interview.

„Mit Biometrie, was besser ist als raten, können wir derzeit eine Vielzahl von Dingen nutzen wie zum Beispiel die Verfolgung der Augenbewegung, die galvanische Hautreaktion, den Puls und so weiter. Durch die Kombination dieser Informationsstücke können wir einen deutlich besseren Hinweis auf den Spielerzustand bekommen und das ist etwas, an dem wir überaus interessiert sind.“
Newell verriet, dass Valve ein paar Experimente im Weltall gemacht hat, und ein paar „einfache Erfolge“ und „überraschende Nebeneffekte“ – inklusive einem möglichen Nutzen für das Spielverhalten der Verbraucher.

„Wenn du in einer Herausfordernden Situation bist und jemandens Herzschlag ansteigen siehst, dann ist das viel lohnenswerter als wir gedacht hatten“, sagte er. „Und wenn du jemanden in einem Co-Op Spiel schwitzen siehst, dann tendieren die Leute dazu, viel stärker zu reagieren, als wir dachten.“

Noch sind Valve Grenzen gesetzt, was das Sammeln von Informationen über den Körperzustand der Spieler anbelangt. Aber Newell ist sich sicher, dass er mit „medizinischen Technikern“ auf seiner Seite eine „nicht klobige und nicht blöde Art und Weise finden wird, diese Daten in einer nicht all zu fernen Zukunft zu erheben.“

Hier könnte man an Datenanzüge denken, die neben Force Feedback Effekten auch mit Sensoren ausgestattet sind, welche dann die entsprechenden Informationen sammeln und im Spiel darstellen. Und – neben der Darstellung für den Spieler – diese Daten dann an Valve übermitteln, womit dann die spezielle Spielsituation mit der körperlichen Reaktion in Verbindung gebracht werden könnte. Eine Auswertung dieser Informationen könnte dann für den Bereich des Emotional Gamings, welches mit Heavy Rain besonders in den Vordergrund gestellt wurde, besonders nutzbringend sein, da so statistisch ausgewertet werden könnte, welche Situationen sich auf welche Art und Weise bei den Spielern auswirken.