Valve – News

Will biometrische Daten der Spieler sammeln

19
von Ingo Kurpanek, 01. September 2010 20:00 Uhr

Valve hat ein paar seiner neuesten Leidenschaften veröffentlicht. Für alle, die sich um Datenschutz und ihre Privatsphäre sorgen, sind sie sehr beunruhigend.

Screenshot zu: Will biometrische Daten der Spieler sammelnGabe Newell ist interessiert an den Körperreaktionen der SpielerErst kürzlich investierte Valve über 50.000 Dollar in ein System zur Verfolgung des Blicks, um besser verstehen zu können, wohin die Spieletester der Studios gucken, während sie spielen. Und anschließend, was die meiste Entwicklungszeit benötigt, richtet Valve nun seine Aufmerksamkeit auf biometrische Daten.

Das bedeutet nicht weniger, als die Tester an Drähte zu hängen und Strom durch ihre Haut laufen zu lassen – und den Puls, die emotionalen Reaktionen und andere Dinge aufzuzeichnen.

„Wenn ihr euch also unsere Spiele anschaut, dann bekommen wir mehr und mehr einen Eindruck vom Zustand des Spielers, bei dem wir glauben zu wissen, wie er sich grundlegend fühlt“, erklärte Gabe Newell in einem Interview.

„Mit Biometrie, was besser ist als raten, können wir derzeit eine Vielzahl von Dingen nutzen wie zum Beispiel die Verfolgung der Augenbewegung, die galvanische Hautreaktion, den Puls und so weiter. Durch die Kombination dieser Informationsstücke können wir einen deutlich besseren Hinweis auf den Spielerzustand bekommen und das ist etwas, an dem wir überaus interessiert sind.“
Newell verriet, dass Valve ein paar Experimente im Weltall gemacht hat, und ein paar „einfache Erfolge“ und „überraschende Nebeneffekte“ – inklusive einem möglichen Nutzen für das Spielverhalten der Verbraucher.

„Wenn du in einer Herausfordernden Situation bist und jemandens Herzschlag ansteigen siehst, dann ist das viel lohnenswerter als wir gedacht hatten“, sagte er. „Und wenn du jemanden in einem Co-Op Spiel schwitzen siehst, dann tendieren die Leute dazu, viel stärker zu reagieren, als wir dachten.“

Noch sind Valve Grenzen gesetzt, was das Sammeln von Informationen über den Körperzustand der Spieler anbelangt. Aber Newell ist sich sicher, dass er mit „medizinischen Technikern“ auf seiner Seite eine „nicht klobige und nicht blöde Art und Weise finden wird, diese Daten in einer nicht all zu fernen Zukunft zu erheben.“

Hier könnte man an Datenanzüge denken, die neben Force Feedback Effekten auch mit Sensoren ausgestattet sind, welche dann die entsprechenden Informationen sammeln und im Spiel darstellen. Und – neben der Darstellung für den Spieler – diese Daten dann an Valve übermitteln, womit dann die spezielle Spielsituation mit der körperlichen Reaktion in Verbindung gebracht werden könnte. Eine Auswertung dieser Informationen könnte dann für den Bereich des Emotional Gamings, welches mit Heavy Rain besonders in den Vordergrund gestellt wurde, besonders nutzbringend sein, da so statistisch ausgewertet werden könnte, welche Situationen sich auf welche Art und Weise bei den Spielern auswirken.

Kommentare 19
Bitte Logge dich ein oder aktiviere Javascript um einen Kommentar zu schreiben.
Ingo KurpanekIngo Kurpanek02.09.2010 10:17
XxNe0xX schrieb:
@Topic:
Für alle, die sich um Datenschutz und ihre Privatsphäre sorgen, sind sie sehr beunruhigend.

@Topic:
Für alle, die sich um Datenschutz und ihre Privatsphäre sorgen, sind sie sehr beunruhigend.

Was hat den das bitte mit Datenschutz zu


Na ja... du glaubst nicht, was Menschen alles tun, wenn man ihnen einen (vermeintlichen) Vorteil bietet. ;) All die Facebook-Minispiele möchten gern Zugriff auf die persönlichen Profildaten. Ha ja, denkt sich der User, is ja nicht so wild. Dafür kann ich ja "kostenlos" spielen. Was man aber mit diesen Daten machen kann, wenn man sie einmal hat, ist erschreckend.

Na ja - und jetzt stell dir vor, man verteilt an Spieler so Datenhandschuhe, mit denen sie die Spiele steuern können und mit denen quasi das Gameplay an ihr persönliches Stresslevel angepasst werden könnte. Das wäre da perfekte Gameplay und sicher ein Vorteil. Dafür "zahlt" man dann mit Informationen wie meinentwegen, Puls, Blutdruck, Stresslevel und und und...
Na ja - also ich finde, das sind so Informationen, die bei meinem Hausarzt gut aufgehoben sind. Aber nicht bei einer Spieleschmiede. ;)

Und was man alles mit den Daten machen könnte... Dicke Kinder vom Zocken ausschließen, damit sie sich mehr draußen bewegen. Cool. ;) Personen mit einer spezifischen Pulsfrequenz haben statistisch berechenbar ein bestimmtes Alter - also kann maan Kinder von Gewaltspielen ausschließen. Auch cool.
Aber.. was mach ich denn, wenn ich zufällig 'n Herz wie'n 16-Jähriger hab? :D Darf ich dann nicht mehr CoD zocken?

Is schon toll was man alles machen KANN - aber ich bin in den meinsten Fällen dagegen, dass man's dann auch wirklich umsetzt.
Zitieren
auch Gast02.09.2010 09:56
@XxNe0xX

Wie ich bereits geschrieben habe, war es nur eine grobe Schätzung. Ich habe nicht die geringste Ahnung wie viel Körperfett ich nun habe. Viel isses ohnehin nicht, selbst mein Wohlstandsbauch ist nicht wohlständig, aber da ich seit ner Woche an Knieproblemen leide, könnte mein Fettanteil möglicherweise in den nächsten Wochen um ein oder zwei Prozent wachsen.
Meine leichten, aber doch wachsenden Geheimratsecken sind natürlich ein super Indikator für mein Geschlecht, aber wie willst du das aus meinem Schreibstil lesen?

@topic
Es ist wohl eher unwahrscheinlich, das Valve anfangen ihre Spiele nur nach solchen Daten zu programmieren. Es soll wohl eher zur Optimierung dienen. Aber selbst hier sind die Daten, die Valve sammeln will, unnötig umfangreich. Es würde vollkommen reichen die Testspieler nach wichtigen Passagen zu befragen oder Videoaufnahmen (vier Vokale hintereinander... geiles Wort!) zu machen, während der Tester spielt.
Reaktionen wie Angst oder Überraschung kann man auch von einem Video ablesen und es weniger umfangreich in der Analyse. Des weiteren ist es sowieso wichtiger, welche Schlüsse die Leute von Valve aus den Daten ziehen. Die Daten können zeigen, dass es einem Spiel an etwas mangelt oder dass etwas gut läuft. Wie man die Änderungen vornimmt, können einen die Daten nicht sagen. Da braucht man einfach nur gute Entwickler.
Zitieren
yesyes02.09.2010 08:41
so so, da will der Gabe also "seinen" Spielern Datenanzüge verpassen, um individuell in game auf emotionale Zustände zu reagieren!? Dabei werden dann alle, Betonung auf alle, Spieler rundum glücklich :-) Und Gabe freut sich einen Ast und verkauft die gesammelten Profile den Headhunter und Recruitment Firmen...
@Prozak: ein sehr wichtiger Punkt und auch gefährlich, eine "dauerhafte" und maximierte Endorphinausschüttung durch optimiertes game play führt sicherlich zu einer erhöhten Suchtgefahr mit allen einhergehenden gesundheitlichen Komplikationen, zumindest bei einem "kleinen" Teil der Gamer, die anderen würden es "kontrolliert" genießen oder eben auch süchtig werden
Zitieren
WTF02.09.2010 06:44
Muss sich den jede Brange in ne Creepy richtung entwickeln? Printmedien Fernsehen Internet... und jetzt kommen auch noch Games hinzu gibts den keine Bastion mehr auf die man sich zurück stehen kann?
Zitieren
PolarosPolaros02.09.2010 00:49
Das ist also die erste Überraschung. Mal sehen was als nächsten kommt.
Zitieren
Prozac01.09.2010 23:53
Die Frage ist doch, WARUM diese Daten Valve interessiert.Wieso investiert also Valve recht viel Geld zur Datenerhebung dieser Art?

Valve : Wie verursache ich beim Spieler die höchste Endorphienausschüttung um ihn süchtig zu machen?
Zitieren
XxNe0xXXxNe0xX01.09.2010 22:50
@Topic:
"Für alle, die sich um Datenschutz und ihre Privatsphäre sorgen, sind sie sehr beunruhigend."

Was hat den das bitte mit Datenschutz zu tun? Das sind Untersuchungen, die freiwillig und wissentlich an einer kleinen grupe von Menschen durchgeführt wird. Nebenbei halte ich es durchaus für möglich, dass sich dadurch für uns alle das Spieleerlebnis verbessert.

Offtopic @Tippfehler:
"wir glauben zu wissen, wie er sich grundnd fühltlege"
wie bitte? ^^

Offtopic @auch Gast:
auch Gast schrieb:

Ich bin 25 Jahre alt/jung, 1,75m groß, 74 kg schwer, Körperfettanteil nicht wesentlich mehr als 10%


Glaube da hast du dich grob nach unten verschätzt. zwischen 8 und 10% ist ein Wert auf den Bodybuilder hinarbeiten. Da ich in etwa gleich groß bin kann ich von deinem Gewicht und deiner Aussage, dass du nicht muskulös bist darauf schließen, dass du deutlich über 10% liegst :-P (Was im übrigen auch normal ist)
Wenn du weiblich wärst (was ich aufrgund des Schreibstils und des schwindenden Haaransatzes mal ausgeschlossen habe) wäre sogar ein Körperfettanteil über 20% durchaus normal.
Ja ich weiß das gehört hier eigentlich nicht hin, aber in letzter Zeit hab ich so wenig Themen gefunden zu denen ich was schreiben wollte, da musste mal wieder was raus ^^
Zitieren
ElunirElunir01.09.2010 22:09
Bei Umfragen nimmt man ja auch nicht rigendwelche Leute, sondern sucht sie nach für die Umfrage relavanten Daten aus: wie Alter, Geschlecht, Nationalität, Einkommen, soziales Umfeld etc.
Umfragen sind nie wirklich verlässlich sie geben einen aber eine ungefähre Auskunft.
Zitieren
xanijaxanija01.09.2010 22:00
Atraxia schrieb:
ja klar, aber was ist, wenn das dann die einzigen 600 Leute auf der Welt sind, die sich dabei
ja klar, aber was ist, wenn das dann die einzigen 600 Leute auf der Welt sind, die sich dabei gruseln? Dann guckt der rest der Welt halt erst mal doof :p


Wie oben schon steht, es geht ja vor allem um die Spieletester der Studios. Und die suchen sich die Studios selbst raus. Und auch so ist das ja irgendwie ziemlich viel in eine Richtung vermutet, findest Du nicht? :D Also dass ausgerechnet eine zufällige Gruppe von Spielern extrem anders reagiert als der Rest der Spieler.
Zitieren
VoodjinVoodjin01.09.2010 21:54
Das wäre aber ein Zu großer Zufall. Und anders kann man Umfragen eh nicht machen. So läufts halt. :)

Es geht ja auch nur um die Zielgruppe, hier sucht man sich dann gezielt leute, die vielelicht gerne 3D Shooter spielen oder so. :)
Zitieren
AtraxiaAtraxia01.09.2010 21:45
ja klar, aber was ist, wenn das dann die einzigen 600 Leute auf der Welt sind, die sich dabei gruseln? Dann guckt der rest der Welt halt erst mal doof :p
Ich weiß nicht, das ist irgendwie wie bei so Umfragen, bei denen sie halt zufälligerweise passend die richtige Gruppe haben (bzw sich auch nur die melden!) und schwupps.....alles falsch.
Ok Beispiel:
Die haben da jetzt 580 Mädels als Tester drin (das ist ein Beispiel *grummel*) und die sagen alle "huchd as is gruslig" dann istd as für die programmierer repräsentativ...muss ja nicht wahr? Ok, aber der rest der Welt bzw Spielerschaft besteht dann doch eher zu nem guten 3/4 aus Jungs.....und die kriegen dann was vorgesetzt? nene, so als ballaumfragen ok...aber bei sowas? hmm
Zitieren
VoodjinVoodjin01.09.2010 21:40
Naja, ich vermute mal, wenn 80% der Spieler bei ca. 600 Teilnehmern in einer bestimmten Situation sich gruseln, dann weiß man als Entwickler, solche Momente kann ich einbauen. Wenn es 80% der Spieler am Arsch vorbei geht, weiß man als Entwickler...den Kramm mit dem Geist hinter der Tür kann ich mir sparen. ^^
Zitieren
AtraxiaAtraxia01.09.2010 21:37
ja eben! das isses ja.....und wie soll man da dann was allgemein fürn Rest basteln können? das hakt doch schon so, dass es nicht mehr lustig ist.
grad wenn sie da so Sachen wie biometrisch mit reinbringen....is ja nicht so,d ass sie da nur nach Popel Interesssen fragen oder sowas.
Zitieren
VoodjinVoodjin01.09.2010 21:31
@Atraxia: Na was meinst Du wie solche Umfragen laufen? Sie laden dazu ganz sicher nich die ganzen Welt ein. Es sind dann 200-1000 Personen (je nach dem), die daran Teilnehmen und dann wird geschaut, wieviel Prozent davon, welche Gemeinsamkeiten beim Spielen aufweisen (Reaktionsbedingt etc.) und daraus werden dann Schlüsse gezogen. Man kann nun mal nicht jeden Fragen. Wenn man danach ginge, würde keine Umfrage repräsentativ sein. :)
Zitieren
AtraxiaAtraxia01.09.2010 21:09
@Voodjin
Aber die können ja nicht einfach pauschal durch die Tests von paar Personen sagen, so und so soll ein Spiel werden....denn jeder Mensch reagiert ja anders und wenn jetzt auch 90% der Tester so bla reagieren udn die das daraufhin so programmieren, was genau hat das dann für ne Aussage für die restliche Spielerschaft? Also ich weiß nicht, fü+r mich klingt das irgendwie wieder so nach blabla, um irgendwas anderes "rauszufinden", nee nicht nur Daten oder sowas, sondern um irgendeine Studie zu belegen oder sowas, weiß nicht. Ich finds unnötig, da nicht wirklich anwendbar und nutzbar überhaupt für alle Spiele(r).
Schon allein deshalb weil jeder anders tickt/reagiert/ist würde da niemals ein Spiel rauskommen...hall? wie solte das denn aussehen? .p
Zitieren
auch Gast01.09.2010 20:44
Biometrische Daten wollen die? Kein Problem.

Ich bin 25 Jahre alt/jung, 1,75m groß, 74 kg schwer, Körperfettanteil nicht wesentlich mehr als 10% (grobe Schätzung, könnte auch weniger sein), nicht muskulös, aber trotzdem fit und recht konditionsstark leicht schwindender Haaransatz.

Bei guten Spielen rege ich mich sehr auf, schwitze bei schwierigen Passagen, Endorphine werden bei Erfolg in rauen Mengen ausgeschüttet und ich bin anfällig für Gruselsituationen.

Reicht das um ein schönes Spiel zu machen?
Zitieren
VoodjinVoodjin01.09.2010 20:21
@Xanija: Wenn das einige Spieler machen, dann sicher freiwillig und garantiert nicht für umsonst. ^^
Zitieren
xanijaxanija01.09.2010 20:18
Solange man das für Spieletester benutzt, sehe ich da überhaupt kein Problem. Und dass sich ein Spieler selbst in einen Datenanzug steckt - ähm... nee, sicher nicht.
Zitieren
VoodjinVoodjin01.09.2010 20:16
Macht durchaus Sinn, wenn sie wissen, was der Mensch in einer bestimmten Situation fühlt, könen sie dementsprechend den Spieleinhalt darauf ausrichten und so spannende Spiele herstellen.
Zitieren
Interessiert mich!

  • SWTOR Klassenguides
  • Moviepanel Xbox 360 Gewinnspiel
  • Auto Club Revolution: Gewinnt 500 Keys zum Online-Rennspiel mit lizenzierten Fahrzeugen