Der Abmahnung durch den Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) ist Valve auch nach einer Fristverlängerung nicht nachgekommen. Jetzt könnte ein Rechtsstreit folgen.

Ob es zu einem erneuten Rechtsstreit kommt?

Ursprünglich sollte Valve bis zum 26. September eine Unterlassungserklärung abgeben, bevor die Frist bis zum 10. Oktober verlängert wurde. Golem.de berichtet auf Grundlage eigener Informationen, dass dies noch immer nicht geschehen ist und der Bundesverband nun prüft, ob ein Gerichtsverfahren gegen Valve eingeleitet wird.

In der Abmahnung geht es zum einen um die im August aktualisierten Steam-Nutzungsbedingungen und Valve-Datenschutzrichtlinien, denen Steam-Nutzern zustimmen müssen, um auch weiterhin auf ihre bereits gekauften Spiele zugreifen zu können. Das sieht der vzbv als rechtswidrige Geschäftspraxis.

Einen Wettbewerbsverstoß stelle zudem die Verknüpfung von Spielen an einen Account dar, wodurch diese nicht mehr weiterveräußert werden können. Insbesondere nachdem der Europäische Gerichtshof entschieden hatte, dass dies bei per Download erworbener Software grundsätzlich erlaubt ist.

In einem ähnlichen Fall hatte der Bundesverband Anfang 2010 schon einmal gegen Valve geklagt, musste vor dem Bundesgerichtshof allerdings eine Niederlage einstecken.