Valve kündigte soeben SteamOS an, ein auf Linux basierendes Betriebssystem, das bald kostenlos zur Verfügung stehen wird. Von einer Hardware fehlt bislang noch jede Spur. Da es sich dabei aber um die erste von insgesamt drei Ankündigungen handelt (die zweite folgt am Mittwoch), ist noch alles drin.

Valve - Valve kündigt SteamOS an - kostenloses Steam-Betriebssystem

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Die nächste Ankündigung folgt am Mittwoch.
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SteamOS wurde extra für den Einsatz auf großen Bildschirmen bzw. TV-Geräten entworfen: "Mit SteamOS, das auf allen Maschinen in Ihrem Wohnzimmer läuft, erhalten Sie Zugang zu den besten Spielen und von Nutzern erstellten Inhalten, die derzeit verfügbar sind."

Laut Valve konnte man mit SteamOS in der grafischen Verarbeitung "wesentliche Leistungssteigerungen" erreichen, was man künftig auch für die Audioleistung sowie Verringerungen in der Eingabelatenz auf dem Betriebssystemlevel plane.

"Steam ist kein einseitiger Broadcast-Kanal für Inhalte, sondern eine gemeinsame „Many-to-Many“-Unterhaltungsplattform, auf welcher jeder Teilnehmer zum Erlebnis aller anderen Teilnehmer beiträgt. In Bezug auf SteamOS bezieht sich „Offenheit“ auf die Tatsache, dass die Hersteller von Hardware ihre Entwicklungen öfter überarbeiten können und damit im Wohnzimmer Innovationen schneller hervorbringen", so Valve.

Weiter schreibt man: "Ersteller von Inhalten können sich direkt mit ihren Kunden in Verbindung setzen. Benutzer können wählen welche Hardware am Sinnvollsten für sie ist. Spieler können sich an der Erstellung ihrer Lieblingsspiele beteiligen. SteamOS wird trotz stetiger Weiterentwicklung immer eine Umgebung bieten, die Innovationen wie diese fördern wird."

Darüber hinaus wird SteamOS vier neue Funktionen bieten, eine davon ist das bereits kürzlich angekündigte Family Sharing, mit dem man seine Spielebibliothek mit Freunden bzw. Familienmitgliedern teilen kann.

Weitere Features werden In-Home-Streaming, Familienoptionen sowie "Musik, Fernseher, Filme" sein.

Beim In-Home-Streaming lassen sich alle Windows- und Mac-Spiele ebenso via SteamOS spielen. Man verbindet das SteamOS-Gerät einfach mit seinem Windows- bzw. Mac-Rechner, auf dem Steam gestartet ist - die Spiele dort werden dann via Stream an das SteamOS-Gerät übertragen.

Mit den Familienoptionen möchte Valve den Eltern mehr Kontrolle über die Bibliothek geben, während "Musik, Fernseher, Filme" genau das zu sein scheint, was man sich darunter vorstellt. Valve schreibt dazu: "Wir arbeiten bereits mit vielen Ihrer Lieblingsmedien zusammen. Schon bald werden wir damit beginnen, diese online zu bringen, um Ihnen durch Steam und SteamOS Zugang zu Ihrer bevorzugten Musik und Ihren Videos zu ermöglichen."

Gut möglich also, dass man auch Spotify, Netflix und Co. via SteamOS nutzen kann. In den nächsten Tagen will man weitere Details zu dem Betriebssystem und dessen Zukunft bekannt geben.