Valve ist dabei, mit einer eigenen "Konsole" den Markt aufzumischen. Diese Woche stand ganz im Zeichen ihrer Ankündigungen. Und heute fiel der letzte Vorhang: Wie bereits erwartet, stellte Valve einen Controller vor. Und der hat keine Analogsticks.

Valve - Letzte Enthüllung: Controller ohne Analogsticks

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Rund 16 Tasten sind auf dem Controller untergebracht
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Am Montag stelle Valve als erstes ihr neues Betriebssystem SteamOS auf Basis von Linux vor. "Mit SteamOS, das auf allen Maschinen in Ihrem Wohnzimmer läuft, erhalten Sie Zugang zu den besten Spielen und von Nutzern erstellten Inhalten, die derzeit verfügbar sind."

Am Mittwoch folgte dann die Ankündigung der passenden Hardware. Auch wenn das Betriebssystem SteamOS auch auf normalen PCs lauffähig ist, sollen sogenannte Steam Machines, speziell angepasste Hardware auf den Markt gebracht werden, um das neue Erlebnis in voller Pracht genießen zu können.

Und zu jeder ernsthaften Gaming-Hardware gehört auch ein dazu passender Controller. Den stellte Valve heute vor. Was als erstes auffällt, ist die Tatsache, dass der Steam Controller über keine Analogsticks verfügt. Während also andere Hersteller Tablets mit Analogsticks entwickeln, um das Spielevergnügen zu steigern, geht Valve den umgekehrten Weg und präsentiert einen Controller mit Touchpads statt Analogsticks - um das Spielevergnügen zu steigern. Die Touchpads können übrigens auch selber als Tasten funktionieren. Ach, und einen Digikreuz sucht man beim Steam Controller auch vergebens.

Mit dem Controller soll den Spielen das Vorhandensein von Tastatur und Maus vorgegaukelt werden. Damit kann man dann selbst solche Spiele mit dem Controller steuern, die eigentlich keine derartige Unterstützung bieten. Dank höherer Auflösung und verbesserter Eingabegenauigkeit, sowie geringerer Latenzzeit soll man allerdings keinerlei Nachteile gegenüber Maus und Tastatur verspüren.

Ganz im Gegenteil, die Touchpads sollen so konzipiert sein, dass selbst die Steuerung klassischer Maus+Tastatur-Titel wie Strategiespiele locker von der Hand gehen soll. Die Genauigkeit des Controllers soll dabei die der herkömmlichen Controller mit Analogsticks bei weitem übertreffen.

Da vielen Spielern durch das Fehlen von Analogsticks der physische Faktor fehlt, hat Valve dem Controller dual-lineare Aktuatoren für das haptische Feedback spendiert, die in der Lage sind, eine breite Facette an Kraft und Vibration wiederzugeben. Dadurch sollen dem Spieler Informationen zugespielt werden, die es in dieser Form bislang nicht auf dem Markt gegeben hat.

Der Controller verfügt zudem über einen hochauflösenden und berührungsempfindlichen Bildschirm in der Mitte, der ähnlich wie beim PS4-Controller, auch als ganze Taste funktioniert.

Die Tastenbelegung der insgesamt 16 Knöpfe kann dank unterschiedlicher Profile umkonfiguriert werden, um dem Spieler die bestmögliche Einstellung zu bieten.

Es scheint, als würde mit Valve nun tatsächlich der vierte Anbieter am Horizont erscheinen, der neben den etablierten Unternehmen Nintendo, Sony und Microsoft in der Lage ist, wirklich im Konsolenmarkt mitzumischen.