Das diesjährige Highlight des seit 2002 jährlich in Las Vegas, Nevada stattfindenden D.I.C.E. Summit dürfte der Vortrag von Valve-Boss Gabe Newell und Starregisseur J.J. Abrams sein, bei dem beide eine Kooperation bezüglich einer möglichen Portal- und/oder Half-Life-Verfilmung bekanntgaben.

Valve - J.J. Abrams und Valve in Gesprächen für Portal- und Half-Life-Verfilmungen

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Wenn Giganten aufeinandertreffen
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Der D.I.C.E. (Design, Innovation, Communicate, Entertain) Summit ist ein jährlich stattfindendes Treffen von Verantwortlichen aus dem Computer- & Videospielebereich, um die neuesten Trends und Innovationen zu diskutieren.

Bereits wenn die Namen Gabe Newell und J.J. Abrams fallen, dürfte man die Ohren spitzen. Doch wenn beide gemeinsam genannt werden, dürfte klar sein, dass der Vortrag mit einem Knall enden wird. Und so kam es auch. Bei ihrem gemeinsamen Vortrag, gaben die beiden Größen ihres Bereiches bekannt, dass sie zusammen an Projekten arbeiten wollen.

"Es gibt da eine Idee für ein Spiel, an dem wir gerne mit Valve arbeiten würden," so Abrams. Gabe Newell betonte, dass sie sehr gespannt darauf sind und dass sie wiederum gerne mit J.J. Abrams über eine Filmproduktion sprechen würden, sei es nun ein Portal- oder Half-Life-Film.

In ihrem 25-minütigen Vortrag ging es die meiste Zeit um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Erzählstruktur der Medien Film und Spiel, aber auch woran beide scheitern. Zudem liefen parallel dazu jeweils Ausschnitte aus den Werken Valves und Abrams.

So sagte Abrams, dass er es liebe, Valves Spiele zu erleben, während Newell entgegnete, dass die Szene aus Cloverfield, in der eine Frau explodiert, zu seinen Lieblingsmomenten zähle.

Zum Schluss des Vortrags sagte Newell, dass dies eine Zusammenfassung ihrer vorangegangenen Gespräche gewesen sei. "Wir haben einen Punkt erreicht, an dem wir entschieden haben, mehr zu tun als nur zu reden."

Polygon hatte im Anschluss zum Vortrag die Gelegenheit, mit J.J. Abrams persönlich zu sprechen. So seien die Pläne "so wahr wie irgendwas in Hollywood jemals sein kann." Sie wären tatsächlich mit Valve im Gespräch und würden bald einen Schreiber hinzuziehen, um ihre Ideen auszuarbeiten. "Und sowohl von Portal als auch von Half-Life will ich einen Film sehen. Wir sind uns aber auch den warnenden Beispielen von Filmen, die zu Spiele wurden und umgekehrt bewusst. Unser Ziel hier ist es, die Welt, die Valve erschaffen hat, in beiden Medien so zu behandeln, wie jemand ein Buch oder eine großartige Geschichte aus einem Pitch oder Originaldrehbuch behandeln würde - mit denselben Respekt, mit dem sie ihre Spiele oder ihre Spieler behandeln."

Bekanntlich äußerte sich Gabe Newell bereits in der Vergangenheit wiederholt über seine Besorgnis, aus Half-Life einen Film zu machen. So wären die Ideen und Geschichten von Regisseuren und Drehbuchautoren, die zu ihnen kamen, um ihre Idee zu einem Half-Life-Film darzulegen, "einfach nur schlecht," so Gabe Newell. "Ich mein, brutal, das Mieseste. Kein Verständnis dafür, was das Spiel zu einem guten Spiel gemacht hat oder was die Marke zu etwas Besonderem für seine Fans machte."

Newells und Abrams' Diskussionen darüber, was die Mechaniken der Geschichten in Filmen und Spielen seien und was die Erfahrung von Spielen manchmal befriedigender als Filme macht und umgekehrt, zogen sich über Jahre hinweg, so dass sie schließlich an einen Punkt gelangten, an dem sie sich einig waren, dass sie endlich anfangen sollten. "Und mit den Ideen, die wir für Spiele hatten und den Ideen, die sie für Filme hatten, entschieden wir, dass es an der Zeit sei, diese Dinge zu tun," so Abrams. "Wir sind in einer noch zu frühen Phase, als dass ich darüber sprechen könnte. Aber ich kann es kaum erwarten, darüber zu sprechen. Die Möglichkeit, mit Valve zu arbeiten ist eine, über die ich mich kaum mehr freuen könnte."

So würden sowohl Valve als auch Abrams' Produktionsfirma Bad Robot auf eine ähnliche Art und Weise arbeiten, was für ihn ein vertrautes, familiäres Ambiente ergab und sofort eine Verbindung zwischen beiden Firmen herstellte.

So sei er nicht in den Spielebereich gekommen, um zu lehren, sondern um zu lernen.

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