Die Finanzierung von Videospielen ist immer ein ganz spezielles Thema. Nimmt man einmal Rockstars Grand Theft Auto 4 her, so wird klar, dass Videospiele schon längst in der Liga von Kinofilmen mitspielen. GTA 4 verschlang während seiner Entwicklung über 100 Millionen US-Dollar, ohne die riesige Werbekampagne mit einberechnet. Bis Ende Dezember konnte Take 2 aber immerhin 710 Millionen US-Dollar Umsatz mit dem Spiel machen. Für die Entwickler und Publisher birgt die Entwicklung eines Spieles ein hohes Risiko, da nicht vorher abzuschätzen ist, ob sich die Investition auch lohnt.

Valve - Gabe Newell wünscht sich Spieler als Investoren

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Gabe Newell sieht die Zukunft der Finanzierung von Videospielen in der Community.
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Valves Gabe Newell interessiert sich daher im Moment sehr für das Thema Finanzierung von Videospielen und denkt über neue Möglichkeiten nach. Er sieht besonders Potential darin, dass man die Community in die Finanzierung mit einbeziehen könnte. Im Moment ist es laut Newell eher so, dass man in der Regel ein Budget hat (10 bis 30 Millionen US-Dollar), das gewaltig ist und bereits von Anfang an zur Verfügung stehen muss. Gerade Entscheidungen sind somit ein großes Risiko und nur begrenzt ausführbar.

Doch wenn die Community ein Spiel mitfinanzieren würde, hätten sie auch indirekten Einfluss auf das Spiel. Zudem würden die Spieler etwas zurückerhalten, wie etwa ein Exemplar des jeweiligen Spieles. Daher fordert Newell, dass die Finanzierung nicht mehr länger nur eine Sache zwischen Entwickler und Publisher sein sollte, sondern auch die Community die Möglichkeit hat, ihre Interessen und Lieblingsserien zu unterstützen.