Valve-Boss Gabe Newell vertritt die Meinung, dass Piraterie nicht durch die Spielepreise gefördert wird, sondern es hapere viel mehr am Service, den die Unternehmen zu bieten haben.

Valve - Gabe Newell: Schlechter Service trägt Schuld an Piraterie

alle Bilderstrecken
Weitere Bilder zuValve
Wischen für nächstes Bild, klicken um Infotext ein- / auszublendenBild 1/2Bild 61/621/62
Gabe Newell von Valve setzt lieber auf einen besseren Service bei den eigenen Produkten
mehr Bildersteckenalle Bilderstrecken

Laut Newell würde es nichts bringen, den Spielen DRM bzw. einen Kopierschutz zu verpassen. Stattdessen müsse man dieses Problem angehen, indem man den Spielern einen besseren Service bietet - und der vor allem besser ist, als jenes, was man durch die Raubkopien bekommt.

Newell reagiert mit dieser Aussage auf die News, dass Russland inzwischen Valves zweitgrößter europäischer Markt ist. "Zum Beispiel Russland. Wenn man sagt, 'oh, wir werden Russland betreten', dann sagen die Leute: 'ihr seid verloren, sie kopieren in Russland alles'", so Newell.

"Diese Leute, die einem erzählen, dass in Russland alles kopiert wird, sind jene Leute, die sechs Monate für eine russische Lokalisierung brauchen", sagte er weiter. Und das sei eben der springende Punkt. Man müsse den Spielern einen besseren Service bieten, dann würden auch die Raubkopier-Zahlen zurückgehen.

Das jüngste von Valve veröffentlichte Spiel, Portal 2, wurde erst kürzlich mit einem kostenlosen DLC beliefert. Ebenso plant Valve bereits das nächste große Update und für Soundtrack-Fans veröffentlichte das Unternehmen sogar den kompletten Soundtrack kostenlos. Für Valve ist das ein Teil des Service.